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Was, sie haben MS? Das sieht man ihnen aber nicht an…
12.04.2013, 09:58, Kommentare (6)

Für viele ist Multiple Sklerose gleich zu setzen mit den
Symptomen, nicht mehr laufen zu können oder noch schlimmer als Pflegefall im
Bett liegen. Was, sie haben MS? Das sieht man ihnen aber nicht an. Und dann
gibt es wieder die, die meinen was man nicht sofort sehen kann, das kann man
auch nicht haben (aber das wäre dann ein anderes Thema)!
Das sich seit 20 Jahren so einiges geändert hat ist scheinbar
bisher wirklich nur den MS´lern aufgefallen…
Früher war es so, dass die Medizin dann doch noch nicht sehr weit
war und die MS sehr spät erkannt wurde, weil die Diagnostik bei weitem noch
nicht so modern war wie heute. Auch Medikamente gab es keine die den Verlauf in
irgendeiner Form beeinflussen konnten. Auch die verschiedenen Therapieformen
sind nicht zu vergessen, Physiotherapie, Ergo, Logo….
Frühe Rehabilitation und die passenden Hilfsmittel…
Ich brauche ja nicht erklären warum die MS dann noch so in den
Köpfen steckt, spät erkannt ohne Medis, nicht die besten Voraussetzungen.
Früher war man auch noch der Meinung wenn man Multiple Sklerose hat sollte man
sich ausschließlich schonen! (nicht zu fassen wie viel man hier schon mit
dieser Aussage kaputt gemacht hat) Aber das war eben der Stand von damals!
Heute ist es nun mal nicht mehr so!! MS wird teilweise schon sehr
schnell Diagnostiziert und man kann gleich Medikamentös viel machen, wenn man
schaut was alleine in den letzten 5 Jahren so passiert ist…Es gibt enorm viel
Therapieformen die einen weiter bringen!
Alles in allem ist die Medizin schon sehr weit und wer weiß
vielleicht gibt es irgendwann mal das Wunderheilmittel!!
Aber was leider noch nicht erfunden wurde und bestimmt auch nie
erfunden wird, ist ein Mittel gegen meinen inneren Schweinehund, den man Tag
für Tag manchmal Stunde für Stunde immer wieder besiegen muss ;)))
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Kommentare (6)
15.04.2013, 14:19, Kristall
Bei aller Euphorie sollte man bedenken, WER für die erwähnten Studien verantwortlich zeichnet. Dass diese ein positives Resultat haben, ist nicht zu verwunderlich. ;-)
13.04.2013, 12:07, edss
Und ein Wundermittel, das Menschen dazu veranlasst, im Angesicht von Patienten höflich zu bleiben, muss auch erst erfunden werden.
12.04.2013, 16:27, Jutta Scheiderbauer
Es ist alles richtig, was hier geschrieben wurde, mit einer Ausnahme. Schon vor Einführung der Verlaufs-modulierenden Medikamente galt hinsichtlich des Entstehens einer körperlichen Behinderung durch MS die sogenannte "Drittel-Regel": Ein Drittel der Betroffenen wird praktisch keine körperliche Behinderung entwicklen, ein Drittel eine mittelgradige und ein Drittel eine schwere Behinderung. MS wurde immer schon zu Unrecht mit "man landet immer im Rollstuhl" assoziiert. Die neuen Medikamente haben alle in Studien nachgewiesen, dass sie die Anzahl der Schübe reduzieren können. Um genau sagen zu können, inwieweit das für die Betroffenen langfristig in verminderter Behinderung resultieren wird, ist es noch zu früh. Es dauert auch im natürlichen Verlauf der MS 10 - 30 Jahre, bis man mehr zur Behinderung sagen kann. Und seit der Zulassung des ersten Interferons sind erst 20 Jahre vergangen, seit der Einführung des heutigen Behandlungskonzeptes (Therapie früh beginnen) erst ca. 12 Jahre.
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