AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)

Daniela Adomeit

wer-rastet-der-rostet


Inhaltsbereich

Die unerreichbare Erdbeerbude?

20.04.2012, 11:17, Kommentare (3)

Heute möchte ich über meine Gehstreckenprobleme berichten!

Alles fing damit an, dass es einen Mensch gab, der die Verkaufserdbeerbuden erfand, das kombiniert mit einem schweren MS-Schub, der meine Gehfähigkeit von Bett zu Toilette jäh verkürzte, ergibt eine ganz nette Geschichte und macht noch Lust auf leckeres Obst ;-)))

 

Ca. 500 m von meinem zu Hause entfernt, wird einmal im Jahr zur Erdbeerzeit, die große Verkaufsbude in Erdbeerform aufgestellt.

Von unserem Wohnzimmerfenster ist die Bude sehr gut zu sehen.

Was nachher sehr zum Vorteil für mich ausging.

Ihr kennt das alle…wenn man nicht kann, dann will man unbedingt…in meinem Fall Erdbeeren kaufen!

So große Lust auf Erdbeeren, die man plötzlich haben kann wenn man das Haus nicht selbständig verlassen kann, ist überhaupt nicht zu beschreiben!,

Nun saß ich da am Wohnzimmerfenster und schniefte erst einmal einige Päckchen Taschentücher nass. Nachdem ich mit meinem Selbstmitleid fertig war beschloss ich die Erdbeere als Gehtrainig zu betrachteten.

Nun hatte ich ein Ziel und das hieß Danielas-Erdbeer-buden-geh-training-wettbewerb!

 

1.    Erdbeerjahr: Wie ich selbständig aus dem Haus komme. Tag ein Tag aus habe ich die gleichen Bewegungsabläufe trainieren bis meine Nervenbahnen begriffen haben, dass ich egal wie, endlich meine Erdbeeren haben will!! Somit konnte ich im ersten Jahr schon selbstständig mit E-Rolli zur Bude sausen.

Dann war die Saison vorbei und ich trainierte weiter.

2.    Erdbeerjahr: Jetzt hatte ich auch meine Arme wieder soweit gestärkt und im Griff, dass ich per Muskelkraft im Aktivrolli zur Bude sausen konnte.

3.    Erdbeerjahr: Beine, Arme, Rumpfmuskulatur ein Jahr lang ausdauernd geplagt, dass ich mich nun mit Rollator auf machen konnte meine Erdbeeren in der Bude zu kaufen.

4.    Erdbeerjahr: Die Unterarmgehstützen hatte ich im Laufe des Winters schon in die Ecke gestellt und bin nun ohne Hilfsmittel zu Bude gewackelt!

 

So ist es jetzt erst einmal geblieben, aber nicht dass jemand meint ich habe mich dann zurück gelehnt, nein das bleibt nur so weil ich dran bleibe.

 

Somit huscht mir immer ein Lächeln übers Gesicht wenn es bei uns Erdbeeren gibt und viele wissen nicht warum, dann erzähle ich immer von der unerreichbaren Erdbeere in 500m weiter Ferne!!

 

Mein Tipp für Heute: Schweinehund in den Schrank sperren und dran bleiben, es gibt immer Rückschläge aber wie Ihr gerade gelesen habt kann man auch wieder einiges aus sich heraus holen! Auch bei schweren Einschränkungen ist es wichtig immer in Bewegung zu bleiben auch wenn es passive Bewegungen sind!!

Immer daran denken „wer-rastet-der-rostet“!

 

Alles Gute und viel Spaß bei Training (AMSEL Jahresthema ist 2012 Sport und MS, schaut mal auf der HP vorbei, da gibt es sehr viele Angebote, vielleicht ist das passende für Euch dabei!!)

Eure Daniela

 


Kommentare (3)


21.04.2012, 11:40, Elke Pietschmann

Hallo Daniela, ich hab auch noch nicht aufgegeben, irgenwann wieder e Spaziergänge machen zu können. Im Moment dauern die 500m zur Bushaltestelle 25min mit Rollator - so kann das niht bleiben! Also weiterüben! Elke


21.04.2012, 02:00, klaus

Du hast einern älternen MS-ler staunen lassen..........Bravo!


20.04.2012, 11:49, renate

Du hast vollkommen recht. Irgendwo heißt es vorrefflich: der Weg ist das Ziel. Und bei Dir eben auch die Erdbeeren.


Kommentar schreiben:
Name:

E-Mail: (Freiwillig)
Die Abfrage des folgenden Codes dient der Spambekämpfung. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Geben Sie bitte das Ergebnis der blauen Rechenaufgabe ein.

   Den Code Vorlesen lassen (mp3)

Ergebnis:


Navigation Inhaltsboxen

Über mich

Daniela Adomeit

Mehr über mich

Eine W3 WERK Produktion © AMSEL e.V. 2019. Alle Rechte vorbehalten Impressum