AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)

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Überforderung

20.06.2012, 11:28, Kommentare (4)

Wieder einmal ist es passiert: Obwohl ich mich ziemlich schlapp fühlte nach einer kurzen Nacht und einer aufwendigen, langen Feier vorher, war mein Verständnis für die Bedürfnisse meines Körpers nach ausruhen und schlafen wenig ausgeprägt.

Um nicht zu sagen, ich habe meinem Körper signalisiert: „Jetzt stell Dich mal nicht so an! Gestern ging es doch auch“. Und genau das ist es, dieses „gestern ging es doch auch“, das uns MSlern wohl immer wieder zu schaffen macht. Einfach nicht verstehen wollen, dass ganz normale Vorgänge einen Tag gehen und am nächsten schon eine Überforderung sein können. Ein ganz feines Gespür für Stimmungen und Körpergefühl und immer wieder viel Verständnis für uns selbst und unseren Körper, der schlicht überfordert ist und einfach nur geschont und geliebt werden will, das sind die Dinge, die am meisten fehlen...


Kommentare (4)


22.06.2012, 09:04, renate

Man hat uns Tischmanieren beigebracht; man hat uns gelehrt, möglichst gut in der Schule zu sein; man hat uns darauf hingewiesen, den Älteren den Vortritt zu lassen; man hat gesagt, dass öffentliches Eigentum das Eigentum von uns allen ist und deswegen zu schützen sei. Dass wir unseren Körper pflegen sollen, war mehr ein Thema für die Kosmetikindustrie. Leider hat man vergessen , dass unsere Kürpermaschine Wartung braucht.


21.06.2012, 19:51, Zauberzwiel

Ach wen das alles so einfach wäre. Mir hat eine Ärztin letztes Jahr gesagt, ich sei ein Typ der immer auf 120 % fährt, (was auch stimmt), und dass es besser wäre wenn ich ab jetzt auf 80 % fahre. So, und was genau bedeutet das? Ich merke es auch immer erst am nächsten Tag wenn es mich komplett umhaut. Wenn jemand von euch den Trick raus hat wie man früh genug merkt was heute zuviel ist, dann sagt es mir bitte. :D


20.06.2012, 14:53, Kristall

Wenn ich einmal im Schwung bin, habe ich es schwer, mich zu bremsen. Leider merke ich dann immer erst hinterher, dass es zuviel war. Ich habe mal versucht, einem Krankengymnasten klar zu machen, dass man den Punkt der Überforderung einfach nicht bemerkt. Oder ist das bei Euch anders? Im Alltag bedeutet das für mich jetzt, achtsam durch den Tag gehen. Pausen machen und notfalls eben aufhören, BEVOR es zu viel ist. Nach einer längeren Feier und einer kurzen Nacht muss ich eh eine Pause für mich einplanen. ;-)

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