AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)

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Mein neues Projekt

13.11.2009, 15:07, Kommentare (1)

 Mein Name ist Martina Dworschak, ich wurde 1966 in Stuttgart geboren. Seit 1.01.2008 wohne ich mit meinem Mann und Sohn in Reichenbach an der Fils.

Bis Ende Mai 2008 war ich ganztags als Kassiererin tätig. Diesen Beruf kann ich jedoch nicht mehr ausüben, da ich Anfang Mai 2008 erkrankte und eine stationäre Behandlung benötigte. Nach 4 Wochen wurde ich mit der Diagnose "Entzündung des Zentralen Nervensystems (ZNS) entlassen. Da sich mein Gesundheitszustand in den folgenden Monaten nicht besserte, nahm ich im November 2008 eine 4-wöchige Reha wahr. Nach 3 Tagen meines Aufenthaltes schubte ich derart massiv, dass ich über Nacht im Rollstuhl saß, den ich bis heute nicht verlassen kann.

Im Januar 2009 wurde ich ins Bürgerhospital nach Stuttgart überwiesen. Dort erhielt ich die schon lange vermutete Diagnose "Multiple Sklerose (MS)“ und die damit verbundene Medikation.

Durch das Leben im Rollstuhl sind mir und meinem Mann etliche Probleme im Alltag aufgefallen, wie zum Beispiel:

- einseitig abgesenkte Bürgersteige

- viele Geschäfte sind nicht befahrbar, da Treppen im Eingangsbereich vorhanden sind oder der Ladeninnenraum durch zu enge Gänge versperrt wird.

- fehlende behindertengerechte öffentliche sanitäre Anlagen

- nicht vorhandene behindertengerechte Wohnungen für Jüngere

- fehlende behinderten gerechte Arztpraxen


Die aufgeführten Beispiele betreffen nicht nur behinderte Menschen, sondern auch Eltern mit Kinderwagen, ältere Menschen mit Gehhilfen.

Durch die meisten Behindertenverbände fühle ich mich nicht wirklich gut vertreten. Denn ich bin der Meinung, daß diese Organisationen überwiegend für ältere und/oder pflegebedürftige Behinderte da sind. Leider hat nicht jeder Behinderte die Chance von der Gesellschaft positiv begleitet zu werden. Oft werden Rechte aberkannt oder die Gesellschaft "überfährt" den Behinderten in seinem Handeln und Denken. In seiner Entwicklung wird er somit eingeschränkt und wenn wir die bestehenden Grundrechte ins Auge fassen, stellt sich schnell heraus, daß diese kaum oder sehr erschwert in die Tat umzusetzen sind. Es wird Zeit, daß der Behinderte nicht weiterhin von seinem Umfeld ausgegrenzt wird, denn Ausgrenzung bedeutet somit ein Abhandenkommen von Mitsprache und Entscheidungsrecht.

Als einzelne Person ist es aussichtslos in unserer Gesellschaft etwas zu erreichen.

Diese und noch weitere Gründe brachten uns auf die Idee "aktiv" in der Gemeinde und für die Gemeinde tätig zu werden. Wir sind der Meinung, dass es in unserer Gesellschaft mehrere Gleichgesinnte gibt, daraus ist die Idee entstanden eine Gruppe/Verein zur Bewältigung der Aufgaben/Problematiken zu gründen. So entstand für den Anfang eine Internetseite mit Forum www.igbmir.de . Ein Gespräch mit unserem Bürgermeister, verschiedenen Vereinen und Freunden bestärkten uns in unserem Vorhaben. Als wichtigste Aufgabe sehe ich Betroffenen und Ihren Partnern "Mut" zu machen und gemeinsam "Stärke" zu gewinnen, bessere Bedingungen zu erarbeiten und fordern.



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Kommentare (1)


22.11.2009, 23:40, klaus

Alle habens gelesen.............. Zum Kommentar kam keiner. Schade. Alles Gute!


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