AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)


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Ein Rätsel und seine mögliche Lösung

25.02.2015, 01:44, Kommentare (12)

In den letzten Wochen wurde mehrfach über "Stammzell-Therapiestudien" bei der MS berichtet, etwa in der NZZ vom 18.2.. Damit sei es möglich, die MS über Jahre (die Beobachtungszeit...) zum Stillstand zu bringen - allerdings sei diese Therapie hochriskant, es habe sogar Todesfälle gegeben.
Die drohen deshalb, weil das Immunsystem durch aggressive Zellschädigung (zytotoxische Substanzen: wie in der herkömmlichen Krebstherapie) komplett vernichtet wird und anschließend durch Immun-Stammzellen, die außerhalb des Körpers vor der Vernichtung bewahrt wurden, neu aufgebaut wird: das ist die kritische Zeit...

Die Forscher wundern sich, warum die zuvor entnommenen Immunstammzellen der Patienten anschließend nicht erneut die Nervenscheiden (das Myelin...) angreifen, wie vor dieser vermeintlichen "Stammzell-Therapie". NZZ: "Es bleibt allerdings ein Rätsel, warum sich nach der Transplantation keine dem Körper schadenden Immunzellen mehr aus den Stammzellen bildeten."
Da fragt sich doch, warum die Ethik-Kommissionen solche lebensgefährlichen Studien überhaupt zulassen - wenn ein Nutzen eigentlich gar nicht zu erwarten (rätselhaft) war!  UND: Kein Gedanke, keine Idee, wie das Rätsel zu lösen ist?!?

Irgendetwas stimmt doch offensichtlich nicht an dem medizinischen / pathogenetischen Konzept: ANGEBLICH greift das Immunsystem der MS-Patienten Nervenstrukturen an (niemand kann erklären, WARUM!) - aber nachdem es vernichtet wurde, bringen konservierte Stammzellen der MS-Patienten diese negativen Eigenschaften nicht mehr hervor? Und niemand hat eine Lösung des Rätsels anzubieten?

Diese ganze Sicht der Dinge ist absurd. Nicht das Immunsystem ist bei MS "krank", "spielt verrückt" (NZZ), sondern das Denken der Neurologen. Wie von Prof. Gabriel Steiner (1883-1965) bereits vor vielen Jahrzehnten nachgewiesen, wird die MS durch eine AKTIVE Infektion in den MS-Krankheitsherden verursacht. (Die Immunabwehr / Entzündung richtet sich logischerweise gegen die Infektion - die Nervenschädigung ist ein Nebeneffekt diesen "Kampfes" der Immunzellen gegen die Erreger, ein "Kollateralschaden".)
G.Steiner hat schon damals über Jahrzehnte (etwa in seinem Buch von 1962) den logischen Weg für die (Kausal-)Therapie der MS angegeben: nämlich eine antiinfektive, also gezielt gegen die Schraubenbakterien / Borrelien gerichtete Behandlung. (Das wurde allerdings erst nach seinem Tod möglich, etwa durch das gut verträgliche Doxycyclin, später auch Minocyclin. Beide "Akne-Mittel" sind nach ersten kleineren Studien ab den 90er Jahren bei "aktiver" MS wirksam - das wird aber vom Neurologen-"Mainstream" bisher einfach ignoriert, ebenso wie die genialen G.Steiner-Forschungsergebnisse.)

Zurück zum Rätsel der scheinbar wirksamen "Stammzell-Therapie". Die eingesetzten ZELLGIFTE wirken selbstverständlich auch auf Bakterien (gleichfalls Zellen) - SO ist die Wirkung ganz einfach zu erklären. Die von G.Steiner vor bald 100 Jahren dokumentierten Bakterien in den MS-Herden werden vermutlich durch die "heroische" / lebensgefährliche zytotoxische Therapie eliminiert: Die MS kommt zum Stillstand, weil die entscheidende Ursache ausgeschaltet wurde. Das durch autologe Stammzell-Transplantation wiederhergestellte Immunsystem dagegen arbeitet wie zuvor, so wie es seine Aufgabe ist. VOR der "Gift-Therapie" gab es die aktive Infektion, die selbstverständlich vom Immunsystem bekämpft wurde, mit Schäden durch den "Kampf" und damit MS-Krankheitserscheinungen; NACHHER dagegen keine Infektion mehr, also auch keine Entzündung, folglich "Ruhe".
(Die Wirkung von Teriflunomid, einer zytotoxischen Substanz, die seit einiger Zeit in Tablettenform zur MS-Therapie angeboten wird, erkläre ich mir ähnlich, nämlich in erster Linie antiinfektiv, also gegen die ursächlichen Borrelien gerichtet..)

WENN es aber darauf ankommt, die Bakterien zu treffen (und nicht die Immunzellen, die nur ihre NORMALE Aufgabe erfüllen, nämlich die Bakterien in den aktiven MS-Herden anzugreifen), dann wird ein vernünftiger Mensch dazu nicht hoch-toxische Zellgifte verwenden, sondern solche Substanzen, die GEZIELT die Erreger schädigen / eliminieren, NICHT jedoch körpereigene Zellen (wie in der Krebs-Chemotherapie).

Solche selektiv gegen Erreger wirksame Stoffe bietet uns die Natur in großer Fülle an (also "Naturheilmittel") - am bekanntesten das Penicillin, das von Schimmelpilzen gebildet wird, die sich damit Bakterien = Nahrungskonkurrenten "vom Leibe halten". Sobald Penicillin Mitte des letzten Jahrhunderts verfügbar war, begann G.Steiner in Detroit mit Behandlungsversuchen bei MS-Kranken - allerdings wohl ohne durchschlagenden Erfolg (soweit ich seine Berichte im Buch von 1962 verstehe).
Die wahrscheinliche Erklärung: Penicillin müßte ins ZNS eindringen, um die Borrelien DORT zu erreichen, aber es geht praktisch nicht durch die (halbwegs intakte) Blut-Hirn-Schranke. Das gleiche gilt für seine MS-Behandlungsversuche mit dem ursprünglichen Tetrazyklin. Prof. G.Steiner hat dieses Problem übrigens erkannt, wie in seinem Buch nachzulesen ist. Besser geeignete antiinfektive Substanzen standen ihm zu seiner Zeit leider nicht zur Verfügung (sonst wäre die "MS-Geschichte" sicherlich anders verlaufen...).

Die Blut-Hirn-Schranke schützt unser Denkorgan bemerkenswert effektiv vor zahlreichen Substanzen aus unserem Stoffwechsel wie auch vor Fremdstoffen, die wir von außen aufnehmen. (Kleine fettlöslische Stoffe wie Alkohol, Äther, Chloroform usw. gehen hindurch, machen einen Rausch bzw. eine Narkose.)
Wenn wir Erreger im ZNS, also hinter der Blut-Hirn-Schranke eliminieren wollen, brauchen wir Stoffe, die ins ZNS übertreten (was bei den natürlichen Antibiotika unüblich zu sein scheint, warum auch immer).

Dieses Problem zu lösen ist kein "Hexenwerk":
Die pharmazeutische Chemie kann Naturstoffe wie Tetrazyklin so verändern, daß sie lipophil (= "fettliebend") werden und dann gut durch "fettige" Zellmembranen durchtreten können. Beispiel Doxycyclin, ein leicht verändertes Tetrazyklin (Produkt von Streptomyceten, Bodenbakterien). Doxycyclin geht ganz leicht durch die Darmwand (schnelle, praktisch vollständige Resorption schon in den oberen Darmabschnitten, ohne Schädigung der Darmflora weiter unten), bindet dann v.a. an das Bluteiweiß Albumin - und kann von da aus ins ZNS übertreten und dort gegen bakterielle Erreger wie Borrelien wirken.

Das alles sollten Ärzte in ihrer jahrelangen Ausbildung gelernt haben - aber vielleicht haben sie nicht aufgepaßt, oder das Gelernte wieder vergessen, oder verdrängt...
Dem kann aber abgeholfen werden: wir haben Lehrbücher, Fach- und Übersichtsartikel, die ständig neu erscheinen. Jeder Arzt kann sich auf den aktuellen Wissensstand bringen, sofern er nur will - zumal die Neurologen an Universitätskliniken sich von den Mikrobiologen, Pharmakologen, Pharmazeuten... beraten lassen können, die es "vor Ort" gibt, denen sie zum Teil sogar in Fakultätssitzungen usw. begegnen.

Über mehr als ein Jahrzehnt versuche ich nun schon, als "Pharmakologe" (4 Jahrzente an einer Uni mit großer medizinischer Fakultät) mit Neurologen ins Gespräch zu kommen, auf vielen Wegen und bei vielen Gelegenheiten - bisher vergeblich: Disskussion wird abgelehnt!
Mir ist rätselhaft, wie ohne solche fachlichen Diskussionen und Weiterbildung endlich die von Prof. G.Steiner ab den 20er Jahren immer wieder geforderte KAUSALE anti-infektive Therapie der MS vorankommen soll. (Ok: auch das blinde Huhn...)

Die Neurologen machen sich offenbar wenig Gedanken über die Wirkungsweisen der von der Pharmaindustrie angebotenen Mittel. So setzen sie Zytostatika / Zellgifte ein, ohne sich klar zu machen, daß Bakterien auch Zellen sind: Die Wirkung der vermeintlichen "Stammzell-Therapie" könnte also auf der Ausschaltung einer ZNS-Infektion beruhen und mit der nachfolgenden Stammzell-Übertragung gar NICHTS zu tun haben!

Gedankensprung: Wegen der sehr unbefriedigenden Wirkungen der Therapien bei der MS - und vielen weiteren neurologischen Erkrankungen (auch: unerwünschte Wirkungen, Risiken) wird ständig nach neuen Möglichkeiten gesucht. In den 90er Jahren kamen die oben erwähnten Tetrazyklin-Abkömmlinge ins Blickfeld, und erste Therapiestudien damit verliefen ausgesprochen positiv.
Statt nun die bemerkenswerte Wirksamkeit der jahrzehntelang etwa als "Akne-Mittel" bewähren Antibiotika Mino- und Doxycyclin insbesondere bei der MS (seit ca. 1992 erforscht - inzwischen Dutzende Arbeiten) als Wirkung auf eine (bakterielle) ZNS-Infektion zu beziehen, wird mit hoher Intensität geforscht, welche anderen, nicht-antiinfektiven Wirkungen in Frage kommen - und die gibt es durchaus (wenngleich zum Teil wohl erst in höherer Dosierung...).

Im Mittelpunkt des Interesses steht Minocyclin, obwohl das sehr ähnliche Doxycyclin viel länger in Gebrauch ist (bereits rund 1/2 Jahrhundert) und aufgrund jahrzehntelanger vergleichender Erfahrungen etwa bei der Akne die beste Verträglichkeit hat. Ganz vorne mit dabei seit den frühen 90er Jahren sind Neurowissenschaftler der Universität Calgary / Kanada, die sehr früh mit (kleineren) klinischen Therapiestudien begonnen haben, die äußerst vielversprechend verliefen. (Der große Vorteil solcher lange bekannter Mittel mit guter Verträglichkeit: die Risiken sind bestens bekannt, beim Doxycyclin nahezu vernachlässigbar.)
Insbesondere die MS-Expertin Prof. Luanne Metz in Calgary ist hochengagiert. Seit einigen Jahren hat sie eine große Minocyclin-Multicenter-Studie in Kanada bei CIS (clinically isolated syndrome = wahrscheinliche erste MS-Schübe) laufen, die wohl Ende 2014 abgeschlossen wurde. Ca. Mitte dieses Jahres sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden.

Nachdem ich mich knapp 2 Jahrzehnte intensiv mit dem Thema beschäftigt habe (und seit Anfang 1996 selbst erfolgreich Doxycyclin einnehme), habe ich keine Zweifel, daß die Erkenntnisse von Prof. G.Steiner zur entscheidenden MS-Ursache seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhundert zutreffen, daß Mino- bzw. Doxycyclin also antiinfektiv gegen die entscheidenden Borrelien im ZNS wirken..
Prof. L.Metz scheint davon NICHTS zu wissen, vielmehr ausschließlich von einer nicht-antibiotischen Wirkung auszugehen. (Auf eine eMail von mir reagierte sie nicht - allerdings ist ihr das angesichts ihrer beruflichen Belastungen kaum zu verdenken.)

Entscheidend wird das Ergebnis der beendeten großen Studie sein - unabhängig davon, wie die absehbar hohe Wirksamkeit zustandekommt / zu erklären ist.
Obwohl die genannte Studie nur Minocyclin als einzelnes Mittel untersucht, dürfte die Kombination mit anderen, länger eingesetzten MS-"Immun"-Therapien von Bedeutung sein, wozu es auch schon einige kleinere ERFOLGREICHE Studien gibt: wegen des völlig anderen Ansatzpunktes (eben NICHT am Immunsystem) sind Wechselwirkungen eher nicht zu erwarten und wurden meines Wissens bisher auch nicht beobachtet.

Besonders zuversichtlich stimmt mich eine 2012 veröffentlichte mittelgroße Studie aus dem Iran mit einer Kombination von Interferon-ß mit Doxycyclin in der geringen Dosierung von nur 100 mg pro Tag oral. Die überwiegend weiblichen MS-Patienten (im Mittel gut 30 Jahre alt mit ca. 4 Jahren Krankheitsdauer) hatten zuvor unter INF alleine weiter MS-Schübe, diese Therapie war in diesen Fällen nicht ausreichend.
Die geringe zusätzliche Doxy-Dosis (nur halb so hoch wie die in Minocyclin-Studien üblichen 200 mg/d) reduzierte die Schubhäufigkeit im Durchschnitt auf ein Viertel (weniger als 1 Schub pro Jahr) und verminderte den Behinderungsgrad (EDSS) um ein Drittel, ohne zusätzliche Unverträglichkeiten oder Probleme.
(Es gibt übrigens auch erste Versuche einer Kombination mit der Kortikoid-Schubtherapie - eine Idee, die mir seit über 15 Jahren mehr als naheliegend und sinnvoll erscheint, weil die Kortikoide die Immunabwehr, also die Bekämpfung der ursächlichen Borrelien unterdrücken. So wird verständlich, daß Kortikoide nur für 3-5 Tage gegeben werden können, nicht aber längerfristig, wie bei manchen anderen entzündlichen Krankheiten üblich.)

Leider ist dieser Fortschritt eine Schnecke, geht erschreckend langsam. Auf Dauer werden sich die Erkenntnisse und Therapie-Schlußfolgerungen von Prof. Gabriel Steiner (1883-1965) jedoch nicht unterdrücken lassen.

Kommentare (12)


06.03.2015, 09:58, chen-man

Hallo Chris, ich habe momentan nur begrenzt Zeit, will aber unbedingt dies "loswerden": Es gibt nicht den geringsten Hinweis dafür, daß MS sexuell übertragbar ist! (Zahlreiche epidemiolog. Studien über Jahrzehnte: Eine MS-Kranke steckt ihren Partner (MS-Kranker seine Partnerin usw.) auch über Jahrzehnte NICHT an. Weiterhin: zumindest in den USA dürfen MS-Kranke Blut spenden... --- Anders als bei der MS könnten für eine Übertragung der Borreliose evtl. andere Faktoren von Bedeutung sein (aber die Blutspendedienste fragen Spender auch nicht nach Borreliose). -- Die Grundlagen für die MS werden meist bis etwa zur Pubertät gelegt, allenfalls bis etwa 20 Jahre (Ergebnisse der sog. "Wanderungs-Epidemiologie"). Ich habe seit Langem den Verdacht, daß bestimmte Kinderkrankheiten / andere Infektionen NACH der Borrelieninfektion für die MS von Bedeutung sind: Masern, Influenza, EBV... Diese Infektionen könnten beispielsweise dazu beitragen, B.burgdorferi ins ZNS zu transportieren... --- Ein Abstract in einer Zeitschrift (die meines Wissens keine große Bedeutung hat) sollte erst einmal mit Vorsicht aufgenommen werden... --- Also "Botschaft" an MS-Kranke: Macht euch bitte keine Sorgen, ihr könntet die MS auf Partner übertragen - ES GIBT NICHT DEN GERINGSTEN HINWEIS DAFÜR, trotz jahrzehntelanger intensiver Forschung!


05.03.2015, 22:44, chris

Hallo chen-man, da hast du nicht ganz unrecht mit der Aussage daß es richtung C.p. ging. Zumindest war das meine Spur zur richtigen Diagnose. Und ich lag nicht ganz daneben. Zur Übertragung der Borreliose allerding würde ich dir jedoch widersprechen. Mittlerweile gibt es einige Studien zu Borreliose und der Übertragungsweg (nicht nur Zecken). Man hat die Spirochäten in Sperma und Genialflüssigkeit gefunden. Je nach dem welches System im Körper betroffen ist. Hier ist eine Studie dazu leider nur in Englich. http://www.onlineprnews.com/news/454866-1390261507-lyme-disease-may-be-sexually-transmitted-study-suggests.html Meine Diagnose war MS.... dann hatte ich mal Antibiotika bekommen und war 3 Jahre lang Symptomfrei. Als die Symptome wieder stärker wurden hatte ich eine Freundin, die kurze zeit später die gleiche Diagnose bekam. Schicksal dachte ich zuerst. Mein Verdacht auf Borreliose wurde kurze Zeit später bestätigt. Mittlerweile glaube ich nicht an Zufälle. Wenn man diese Borrelien, und es gibt über 300 Stämme betrachtet, dann sind diese Spirochäten den Syphiliserreger (Treponema pallidum) verdammt ähnlich. Hier weiß man über die Übertragbarkeit. Ich würde behaupten dadurch daß die Borrelien sich langsamer im Körper ausbreiten können, daß Immunsystem dadurch nicht immer adäquat antworten kann, ein verzögerter Ausbruch oder bis ins hohe Alter kein Ausbruch stattfindet, sowie die extrem von Mensch zu Mensch variierenden Symptome machen es so schwer auf einen fast unsichtbaren Feind zu zeigen. Abgesehen von dem Dilemma, der unsicheren Borrelienserologie. Ich Finde es Gut daß es mittlerweile augeklärte Patienten gibt. Man sollte nur aufpassen, daß trotz dieser beschämeden Erkenntnis ein Konsens gefunden wird und niemand die Deutungshoheit sowohl von MS als auch Borreliose an sich reiß und eine Fachlicher Informationsaustausch auf Evidenzbasierender Faktenbasis stattfindet. Die Studienlagen zu diesem Thema ist dünn aber sie wächst mittlerweile. Und zum Schluss noch eine Studienling von der DMSG veröffentlich (Eigentor) wo die Infektionshypothese ein weiteres mal untermauert wird, in dem Patienten die mit Aidsmedikamenten versorgt werden, so gut wie nicht an MS (Borreliose) leiden. http://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/index.php?w3pid=news&kategorie=forschung&anr=5094&suchbegriffe=aids In dem Sinne gutes Gelingen beim weiterforschen..... p.s. wir brauchen mehr Promotion


28.02.2015, 23:09, chen-man

Hallo Chris, der verstorbene Prof. Stille (den ich noch persönlich erlebte, leider damals keine ausführliche Diskussion möglich) erwähnte zwar G.Steiner - wie auch die MS-Lehrbuchautoren Schmidt / Hoffmann oder J.Kesselring -, ging aber nicht wirklich auf die Ergebnisse seiner genialen jahrzehntelangen Forschung ein, versuchte nur, seine eigene Vorstellung von C.pneumoniae als MS-Ursache zu propagieren. Die KANN aber gar nicht stimmen, weil C.p sehr leicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist, kleine Epidemien bekannt - aber die MS ist ohne jeden Zweifel NICHT übertragbar! Der Ehepartner eines MS-Kranken hat beispielsweise kein erhöhtes MS-Risiko. In den USA dürfen MS-Kranke Blut spenden... -- Des Rätsels Lösung: die Infektion findet (praktisch) ausschließlich durch Vektoren statt, und zwar (v.a.) durch Zecken, wie G.Steiner bereits 1922 ziemlich überzeugend nachwies. Die oft diskutierte kleine Faröer-Insel-Epidemie ab ca. 1943 ist durch Einschleppen infizierter Zecken - etwa mit Wachhunden - durch britisches Militär gut zu erklären, auch das hat Prof. Stille nicht verstanden. Warum die Therapie-Studie mit Roxithromycin negativ blieb, scheint nicht so ganz klar zu sein: in Borrelienkulturen ist R. gut wirksam, aber an infizierten Patienten wohl kaum. (Irgendwo habe ich etwas von pH-Unterschieden gelesen, kann mich aber nicht mehr richtig erinnern.) Glücklicherweise gibt es ja zunehmend erfolgreiche Studien mit Mino- und Doxycyclin - nun müssen "nur" noch Neurologen, DMSG, AMSEL, Betroffene usw. die Konsequenzen daraus ziehen - und das scheint ewig zu dauern...

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