Du bist privilegiert!
Ich hab nur ganz früher vom Zahnarzt Bonbons :candy: bekommen.

Fazit:
Sehr erfreuliche Nachrichten zu deinem Gesundheitszustand.

Glückwunsch!
Weiter so!

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Liegt noch Rotentsättigung auf dem entsprechenden Auge vor, wenn du jetzt einen Selbsttest mit einem roten oder orangen Gegenstand machst? Was waren das für Schmerzen beim Bewegen der Augen? Waren es Schmerzen von hinter dem Auge? Das wäre typisch für eine Sehnerventzündung (SNE). Eine solche kann auch ohne Kortisonbehandlung wieder zurückgehen, dann sind die Schmerzen wieder weg und ggf. klingt auch die Rotensättigung mit der Zeit wieder ab.

Bei mir war eine vorhandene SNE, die zweimal jeweils einige Tage lang mit Kortison behandelt wurde, nicht im MRT darstellbar (kann vorkommen) und auch die Augenärztin konnte mit keiner ihrer Untersuchungen eine SNE sehen (kann ebenfalls vorkommen), obwohl der Nachweis i. d. R. sowohl beim Augenarzt als auch im MRT funktioniert. Die Notaufnahme in der Klinik meinte nach diversen Eingangsuntersuchungen auch zunächst “alles ok”. Ich hatte lediglich eine leichte Rotensättigung, von der Augenärztin per orangerotem Post-It festgestellt. Die Ärzte in der Notaufnahme wollten mich schon wieder nach Hause schicken, hätte ich am Schluss nicht noch die Rotensättigung erwähnt. Die war auch nicht stark ausgeprägt, hatte daher beim Gespräch in der Notaufnahme erst gar nicht mehr dran gedacht.

Ich war dann ein paar Tage stationär und erhielt die Diagnose MS nach MRT, VEP, MEP und Lumbalpunktion. Zweifelsfrei.

Habe keine Läsionen in der Wirbelsäule, aber ein paar kleine im Schädel. Das gibt’s auch umgekehrt. Die sogenannte rein spinale MS betrifft in pathologischen Studien etwa 30 % aller Untersuchten. Daher würde ich an deiner Stelle den Scan von HWS, BWS und evtl. auch noch LWS auf jeden Fall und auch möglichst zeitnah machen.

Man kann auch noch gar keine Läsionen haben und trotzdem eine SNE als Beginn einer MS. Die Lumbalpunktion ist das Mittel der Wahl, um eine MS mit hoher Sicherheit festzustellen. Habe davor ggf. keine Angst. Das ist normalerweise nicht schlimm. Ich hatte z. B. so gut wie nichts gespürt, unbetäubt. Das wurde direkt im Krankenzimmer gemacht, auf dem Bett sitzend und war schneller rum als ich dachte. War echt überrascht. Ein kleiner Pieks war das, mehr nicht. Ist vielleicht nicht bei jedem so, aber man hört es oft.

Selbstverständlich wünsche ich dir, dass du keine MS hast. Danach sieht es ja offenbar eher aus, aber ganz sicher ist es wohl noch nicht. Ich will die Pferde nicht scheu machen, aber sollte es doch anders sein, wäre eine möglichst frühe Behandlung von Vorteil. Je früher man behandelt, je besser ist statistisch das durchschnittliche Langfrist-Outcome. Dank moderner Medikamente hat MS heute einen Großteil ihres Schreckens verloren, zumindest die schubförmige Variante (RRMS), insbesondere bei frühzeitigem Gegensteuern. So ist die internationale Studienlage und so habe ich es auch von sämtlichen Neuros gehört mit denen ich bisher zu tun hatte. Im Krankenhaus, später in einer MS Ambulanz und bei zwei niedergelassenen Neuros, davon einer auf MS spezialisiert, bei dem ich heute in Behandlung bin. Deshalb kläre es noch zu 100 % ab, denn eine verspätete Diagnose erst in einigen oder in vielen Jahren wäre ggf. nachteilig.

Vielleicht kannst du ja auch noch einen sNfL-Bluttest beim Hausarzt oder Neuro machen. Ist ein modernes, neues Verfahren, das Schäden im Zentralnervensystem (ZNS) zuverlässig anzeigt, auch solche, die man im MRT nicht sieht. Diese Untersuchung ist nicht MS-spezifisch, schließlich können ZNS-Schäden verschiedene Ursachen haben, aber diese Untersuchung kann ein weiteres Indiz sein, wenn aus anderen Gründen bereits MS-Verdacht vorliegt. Die sNfL sind z. B. nach einem MS-Schub für einige Zeit deutlich erhöht und eine MS-bedingte SNE wäre ein Schub.

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Hi. Die Rotentsättigung hatte ich, als meine Pupille groß getropft war. Sonst nicht. Ich hab Psychologie studiert, im Master dann klinische, bzw bin fast fertig. Wir hatten einige medizinische und neurologische Fächer. Wenn ich mich recht erinnere, ist eine Optikusneuritis zwar in 30% der Fällen ein Erstanzeichen von MS - aber eben nur in 30% der Fälle. Klar sind Betroffene meist die besten Experten für ihre Krankheit.

Aber ein wenig weiß ich auch. Also habe ich mir meine neuen MRT Bilder direkt nach dem Scan angeschaut (wir hatten in medizinischen Grundlagen tatsächlich eine Prüfung, in der wir MRT Scans auswerten mussten). Es gibt keine Läsionen, weder an den Ventrikeln (pentriventikulär), noch an den äußeren Gyri und Sulci oder Cerebellum. Beide Sehnerven sind symmetrisch, bzw. Asymmetrien, die ich wahrnahm, verglich ich mit den Scans von 25 sowie 23 - und sah sie auch dort. Mein Mann hat früher Software für MRTs entwickelt und daher konnte ich diese dafür nutzen… sehr praktisch.

In den neuen Aufnahmen gibt es zudem keine Gadoliniumanreicherungen an irgendeiner Stelle der Sehbahn oder V1, V2,… . Auch nicht an der HWS.

Wie gesagt: Das Wirbelsäulen-MRT gehe ich noch an. Ich hatte nie Hypästhesien oder Paresen, daher bezweifle ich, dass es dort Läsionen gibt. Aber man kann es natürlich nie genau wissen. Leichte Entzündungen werden manchmal nicht wahrgenommen…

Eine Lumbalpunktion kommt für mich leider nicht in Frage. Ich habe das ja weiter oben erklärt. Das wird sich auch nicht ändern, solange keine Herde in der Bildgebung sichtbar werden. Es ist lieb, dass du mir Mut machen möchtest, wirklich… und wenn es nötig wird, werde ich mich an deine Worte erinnern; dass es bei dir nur ein kleiner Pieks war.

Der Bluttest, den du empfiehlst, ist eine Möglichkeit - aber leider ist der Wert zur Diagnostik nicht sooo geeignet. Ich habe eben recherchiert, denn das klang nach einer guten Alternative - aber leider gelesen, dass bei MS PatientInnen beides vorkommen kann: auffälliger und unauffälliger Wert - und ein auffälliger Wert auch durch anderes als MS zustande kommen könnte. Das würde mir wohl keine zusätzlich Klarheit bringen. Aber ich werde es bei der Hausärztin ansprechen - vielleicht wäre es eine gute Ergänzung für die Erfassung des Status quo ohne Anspruch auf eindeutige Diagnostik… falls dann irgendwann mal ne Läsion sichtbar wird, hätten wir ne zeitliche dissemination nachgewiesen…

Mein Symptom war am rechten Auge: es tat zeitweise weh beim Bewegen nach rechts und links - das tut es übrigens noch immer manchmal, meist in Kombination mit einseitigem Kopfweh (Migräne). Es fühlt sich wie eine Dehnung im Muskel an, der eigentlich schon fast zu sehr gedehnt ist - anders kann ich es nicht beschreiben - irgendwie etwas verkrampft und eingerostet, genervt vom Aufwand, sich zu bewegen? Drückend. Ich sah auch verschwommen - mir fällt aber auf, das ist bei beiden Augen so - wechselnd - je nach Feuchtigkeitsstatus.

Ich habe ein neues Triptan bzw. meine Bildschirmzeit reduziert sowie häufiger Tropen verwendet (chronische Trockenheit ist ja diagnostiziert) - seitdem geht es Auge und Kopf deutlich besser.

Noch als Ergänzung: VEP etc würd ich alles gerne machen… wollte das KH aber nicht ohne LP. Ich sprech‘s nochmal bei meinem Neurologen an…

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Ja, oft sind es bei MS auch andere Erstanzeichen wie Kribbeln in Extremitäten, Taubheitsgefühle etc. Allerdings sind 30 % Erstanzeichen SNE nicht wenig (immerhin fast jeder dritte MS-Diagnostizierte) und eine Sehnerventzündung hat immer eine Ursache. Sie tritt nicht auf, ohne dass etwas anderes zugrunde liegt. In den meisten Fällen ist die Ursache MS. Manchmal auch NMOSD oder MOGAD, was ähnliche neurologische Krankheiten sind. Selten systemischer Lupus, virale oder bakterielle Infekte.

Wie gesagt, ich hatte definitiv eine MS-bedingte SNE. Deren Symptome waren der Grund, weshalb ich zum Augenarzt ging, weshalb es letztlich zur Diagnose MS kam. Im MRT war die SNE aber nicht zu erkennen. Das waren erfahrene Radiologen und Neurologen der neurologischen Abteilung einer großen Klinik. Ich habe auch keine Läsionen an der Sehbahn. Beim Augenarzt hatte ich noch extra eine Untersuchung machen lassen, welche die Kasse nicht bezahlt. Laser-Scan der Netzhaut mit 3D-Bildgebung. Damit ist eine SNE nahezu immer nachweisbar, in meinem Fall war sie es aber nicht.

Wenn du die Rotentsättigung nur das eine Mal beim Augenarzt hattest und danach nicht mehr, war es aber wohl eher keine SNE.

Ich wollte es auch nur sicherheitshalber erwähnt haben, dass eine SNE nicht in jedem Fall von Augenarzt oder Radiologen nachgewiesen werden kann und man dennoch eine SNE und MS haben kann. Bei mir war genau das der Fall.

Wenn du keine MS hast, ist es super, nur wenn sie jetzt übersehen werden würde und dann erst irgendwann einmal in der Zukunft entdeckt wird, wenn die Krankheit längere Zeit unbehandelt voranschritt und Schäden verursachte, wäre das ärgerlich. Leider gibt es das heute immer noch relativ häufig, dass Menschen ihre Diagnose erst Jahre nach ersten Symptomen erhalten. Das Forum ist voll mit solchen Fällen.

Also wurde nicht nur der Schädel, sondern auch die HWS gescannt? Das ist dann natürlich ein sehr gutes Zeichen. Die HWS ist am wichtigsten, je tiefer man in der Wirbelsäule geht, je weniger wahrscheinlicher werden MS-Läsionen. So wurde es mir zumindest von meinem Radiologen gesagt. Bei mir werden jedes Jahr Schädel + HWS gescannt. BWS und LWS wurden nur einmal gemacht und dabei bleibt es, so lang ich keine Symptome bekomme, die auf Läsionen dort hindeuten.

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Ich finde deinen Hinweis wirklich gut, dass man es nicht immer im MRT sieht! Es gibt mir natürlich auch nochmal zu denken… ja, HWS wurde mitgescannt!

Ich habe diesen Netzhautscan übrigens ebenfalls machen lassen - auch unauffällig. Hattest du auch unauffällige Visus- und Gesichtfeldchecks? War echt nur die Farbe bei dir, keine Schmerzen?

Hat man bei dir dann im MRT, als man nach dem Sehnerv guckte, direkt die anderen Läsionen im Schädel gesehen? Oder traten diese erst später auf? Und waren die visuellen Potentiale auffällig? Sorry, dass ich so viel Nachfrage - aber ich finde es spannend. Die Diagnosestellung war bei dir kein typischer Lehrbuchweg…

SNE =
Der Patient sieht nix und der Arzt sieht auch nix.
Kann auch solitär auftreten

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Ja, ich hatte alle diese Untersuchungen und es war alles unauffällig. Was mich selbst überraschte. Schmerzen hatte ich keine. Bei einer SNE rühren Schmerzen ggf. von einem “Hubbel” auf der Netzhaut her, der von hinten gegen den Augapfel drückt. Der Hubbel entsteht durch die Entzündung des Sehnervs. Diesen Hubbel sieht man beim Laserscan der Netzhaut. Aber man hat diesen Hubbel nicht bei jeder SNE.

Mein Symptom war ein Fleck im Sehfeld. Wie eine graugelbliche Wolke. Durch diesen Fleck konnte ich nicht hindurchsehen. Das war alles. Deshalb bin ich zum Augenarzt bzw. zur Augenärztin. Die wollte mich schließlich ohne Befund heimschicken. Ich solle einfach mal abwarten, vielleicht vergeht’s ja wieder. Wäre es wohl auch, denn eine milde SNE heilt auch ohne Kortison. Dann wüsste ich womöglich heute noch nicht, dass ich MS habe, wäre seit Jahren unbehandelt. Vielleicht hätten mich aber mittlerweile auch schon schwere Schübe getroffen und für dauerhafte Schäden gesorgt. Ich hatte Glück. Um ein Haar wäre es beim Augenarzt nicht aufgefallen. Das rote Post-It kam der Ärztin erst ganz am Schluss noch in den Sinn, als sie mich bereits verabschiedete! In der Klinik dann ähnlich. Die wollten mich schon wegschicken, dann erwähnte ich noch die Rotentsättigung und erst dann meinten sie, dass sie mich doch stationär aufnehmen.

Hier noch etwas, was dich und andere interessieren könnte. Mittlerweile hat die Diagnostik über die Netzhaut enorme Fortschritte gemacht. Man kann mittlerweile eine Sehnerventzündung vorhersagen und eine MS noch vor einer bevorstehenden Sehnerventzündung erkennen.

Ja, die anderen Läsionen wurden direkt gefunden. Ältere, die kein Kontrastmittel aufnahmen und aktive, die Kontrastmittel aufnahmen. Später traten keine Läsionen mehr auf. Die VEP waren auffällig. Ich habe dann binnen drei Monaten eine moderne, hochwirksame Erstlinientherapie gestartet (Anti-CD20-Therapie) nach dem “Hit hard and early Konzept” und begonnen diverse, bei MS günstige Supplements einzunehmen (siehe auch mein Profil). Bin bis heute frei von jeglichen Symptomen, merke nichts von meiner MS.

Das ist Erpressung.

Ich verstehe deine Bedenken hinsichtlich LP- ja oder nein - sehr gut. Ich habe anno 2002 keine vornehmen lassen. Meine acht Jahre vor mir ebenfalls an MS erkrankte Mutter hatte bei sich eine machen lassen.

Der “Pieks” musste bei ihr zweimal hintereinander durchgeführt werden, weil sich der Azubi am Anfang verstochen hatte. Das ganze endete mit einer Ohnmacht und der Überzeugung, dass keine Geburt so schmerzhaft gewesen sei, wie das eben skizzierte Prozedere. Ich hab’s mir eine Warnung sein lassen und habe mich auf das Abenteuer nicht eingelassen.

Man hört so viel über massiv beeinträchtigende, wirklich “unangenehme”, teils monatelang anhaltende Beschwerden, dass sich für mich wirklich die Frage stellt, ob sich diese “Neugierde” wirklich rentiert. Was sollen Stress, Zeitdruck und Droh-Rhetorik seitens der Ärzte/KH Gutes bewirken?

Ob tatsächlich MS vorliegt oder nicht, wird sich früh genug herausstellen. Und dann haben die lieben Neuros immer noch genug Zeit, den Bauchladen hervorzuholen und die Werbetrommel für ihre brillanten MS-Mittelchen zu rühren.

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Fand bei mir in der Augenarztpraxis statt:

VEP (Schachbrett)
Augendruck
Sehfeld

MS ist nicht das einzige, was bei einer LP festgestellt werden kann.
Wenn es keine MS, sondern z.B. eine Neuroborreliose ist, können durch eine rechtzeitige Diagnose und Antibiotika-Behandlung bleibende Schäden verhindert werden.

Von der Drohrhetorik einiger Ärzte halte ich absolut nichts, aber so zu tun, als wäre Eile bei einer LP nicht in manchen Fällen angebracht, halte ich auch für falsch.
Zumal das eigentlich ein absoluter Routineeingriff ist und länger andauernden Probleme nach einer LP nur sehr selten auftreten. Aber diejenigen, bei denen alles gut gelaufen ist, berichten logischerweise seltener darüber.

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Ich persönlich will es auch nicht verteufeln und weiß, dass es meine eigene Angst ist, die das so gefährlich erscheinen lässt… Leider ist diese nicht rational. Bei uns an der Uni werden für Studien ja auch Liquoruntersuchungen (auch bei gesunden) ProbandInne gemacht (wir haben ein Center für Neuroscience), und die fallen nicht reihenweise um… sondern kommen sogar zum Follow-Up oder so… Kann also kein Weltuntergang sein…

aber ich konnte und kann mich einfach nicht überwinden :pensive: mir ist klar, dass es das beste gewesen wäre… aber ich weiß einfach nicht, wie… wie gesagt, beide Kliniken hier geben nicht mal 'ne Benzo davor, wenn man erklärt, dass man Angst hat… wenn ich mich doch dafür kurz sedieren lassen könnte, man.

Ich habe mehr Angst vor der LP als vor der Diagnose.

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Alles gut, ich bezog mich auch nicht auf Dich. Ich wollte wirklich nur darauf hinweisen, dass in manchen Fällen eine LP sehr wichtig sein kann und dann ggf. auch eilt.

Bei mir war sie auch etwas unangenehm, aber ich fand jeden Zahnarztbesuch schlimmer.

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Hi Mexicangirl,

mir wurde im Februar sogar unerbeten eine Tavor Schmelztablette spendiert. Hat mir ordentlich die Aufregung genommen und ich musste wieder mal feststellen, dass es tatsächlich nur ein kleiner Pieks und etwas drücken war.

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LOL! Genau das sagte ich zu der Ärztin, die damals die LP bei mir machte. “Was, schon fertig? Da ist ja jeder Zahnarztbesuch unangenehmer!” Ich denke, in den meisten Fällen ist es tatsächlich so. Aber wenn jemand eine totale Phobie davor hat, sollte man es natürlich lassen.

Die oben verlinkten, neuen Diagnosemöglichkeiten über Netzhautbildgebung, zum Teil in Verbindung mit Ermittlung der sNfL, können eine MS mindestens genauso sicher wie eine LP diagnostizieren, wenn nicht sogar noch sicherer. Und das sogar bereits vor Auftritt erster Symptome, erster Läsionen oder einer SNE. Unabhängig von MRT- und sonstigen Befunden. Ich empfehle wirklich, das verlinkte Youtube-Video der Charité MS-Wissenschaftlerin anzusehen! Sehr spannend und interessant. Vielleicht findet man ja mittlerweile schon Augenärzte, die diese neuartigen Untersuchungen durchführen? Die Forscherin stellt im Video jedenfalls im Detail vor, was und wie es zu machen ist.

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Dass per LP nicht bloß MS bestätigt oder ausgeschlossen werden kann/soll, ist richtig.

Trotzdem kann ich mich des Verdachts kaum erwehren, dass es den Neuros v.a. um eine verdichtete Indizienlage Richtung MS-Diagnose geht, die ihrer Ansicht nach mittlerweile wirklich Gold wert sein dürfte, in Anbetracht der vielen “tollen” (i.e. lukrativen) Produkte, die nur darauf warten, an den verzweifelten Neo-MSler gebracht zu werden…

Wie sonst wäre - darüberhinaus - die seltsame Junktimierung seitens des KH zu verstehen, VEP bzw. MRT nur unter der Bedingung durchzuführen, wenn sich der Patient auch mit einer LP einverstanden erklärte?

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Das lag wohl besonders daran, dass meine Krankenkasse ein Bett nur im falle der LP bezahlt hätte, weil nur diese die Notwendigkeit der Beobachtung indiziert :confused: MRT etc ist nicht invasiv und könne problemlos ambulant gemacht werden… Das war die Aussage.

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Ich schaue mir das morgen mal an :))!

MS ist eine Ausschlussdiagnose und ohne klare Indikation bzw. ggf. Diagnose wird sich die Krankenkasse querstellen, die Kosten für eine VEP zu übernehmen.
Die Ärzte haben nun mal keinen Bock auf Regressforderungen seitens der Kassen, was ich mittlerweile absolut verstehen kann.

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Bei mir kamen die VEP ziemlich am Anfang der Untersucherei.

  1. Augenhintergrund mit Spaltlampe (Augenarzt ambulant)

  2. Sehfeld (Augenarzt ambulant)

  3. Augeninnendruck (Augenarzt ambulant)

  4. MRT zum Ausschluss eines Tumors (Kreisklinik ambulant)

  5. Die VEP (Schachbrett) (Augenarzt ambulant)

Aufgrund der Ergebnisse hat dann der Augenarzt mit dem Verdacht MS den Termin zum neurologischen Konsil angestoßen, welches dann ca.4 Wochen später terminiert war.