Hallo zusammen,
meine Familie und ich brauchen Beratung, es geht um ein enges Familienmitglied. Er wurde krank und ist jetzt momentan im Krankenhaus. Wenn er entlassen wird, wissen wir nicht, was wir machen sollen. Da wir keine ähnliche Situation in der Familie hatten, wollte ich hier mal nachfragen. Was denkt ihr, was wir in diesem Fall machen können? Heim wäre eigentlich keine gute Option, aber selbst können wir uns auch nicht um ihn kümmern. Wenn ihr was empfehlen könnt, dann meldet euch.
Beste Grüße

Hi Janna,

lasst euch beim Krankenhaussozialdienstes beraten.

Die kennen sich vor Ort aus und können auch auf den einzelnen Fall eingehen.

Grüße
Lucy

Hallo Janna,

weshalb war er denn im Krankenhaus, hatte er einen Schub? Den ersten? Geht es ihm denn so schlecht, dass er jemanden braucht, der sich um ihn “kümmert”? Auf dem Trip waren meine Verwandten auch mal. Nach meinem Diagnose-Schub hätten sie sich schier überschlagen vor lauter Aktionismus. Waren kurz davor, für mich Betreuung und Vollzeitpflege zu organisieren.

War alles falscher Alarm. Die, die mich damals fremdbestimmen wollten, sind inzwischen, 12 Jahre danach, selbst nicht mehr fähig, alleine zurechtzukommen, brauchen Pflege und Betreuung, und jemanden, der aufpasst, dass sie zur richtigen Uhrzeit die richtigen Medikamente nehmen.

Während ich mit GdB 90 und aG noch voll geschäftsfähig und selbstbestimmt lebe und alleine zurechtkomme, und auch keinen Pflegegrad habe. Nur einen Rolli und ein rolligängiges Bad/WC habe ich, und seit meinem Spritzpausen-Schub ist’s aus mit dem Autofahren.

Normalerweise kommt nach dem Klinikaufenthalt erst mal eine Anschlussheilbehandlung (AHB), bei der man wieder aufgepäppelt wird und die Restfähigkeiten ermittelt werden. Man lernt das Umsetzen Bett-Rolli, Rolli-WC usw., den Gebrauch von Hilfsmitteln … Wie eingeschränkt ist euer Verwandter denn, wobei braucht er Hilfe? Beschreib doch mal ein bisschen.

Angehörige sehen oft den Wald vor lauter Bäumen nicht, und machen aus ein paar Mücken einen Elefanten. Fragt euren Angehörigen erst mal selbst, was er möchte. Wenn er noch sprechen kann, wird er euch sagen können, was ihm hilft. Ohne zu wissen, welche Einschränkungen er hat, und wie er wohnt, kann man euch leider keinen Rat geben.

Alles Gute und liebe Grüße
Renate

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