Hier das noch goldene Los:
“…mehrere Marklagerläsionen und periventrikulär sowie an anderen MS typischen Stellen gefunden…” Und “…Bis jetzt also keine Diagnose, weil ich auch keine Symptome hätte…”
Korrektur, mit Hilfe von Opus 4.8:
“…Was du auf keinen Fall stehen lassen darfst — und was jemand aus deinem Post rauslesen könnte — ist die Idee „keine Diagnose → einfach ‘nein’ ankreuzen → sauberer Vertrag”. Das ist eine Anzeigepflichtverletzung. Der Versicherer kassiert brav die Beiträge, und wenn’s ernst wird und Leistung gebraucht wird, gräbt er die verschwiegenen Befunde aus, tritt zurück oder ficht an (arglistige Täuschung) — und zahlt nichts. Super-GAU, getarnt als Schnäppchen.
Was an deinem Rat richtig ist: Eine bestätigte MS-Diagnose ist tatsächlich ein hartes Aus, danach schreibt praktisch kein Versicherer mehr eine reguläre BU. Der harte Cut existiert, Tempo ist also nicht egal. Und der Beratungs-Hinweis ist gold wert — konkret ist das richtige Werkzeug aber eine anonyme Risikovoranfrage über einen auf BU spezialisierten Makler. Damit erfährt man, was Versicherer auf Basis der echten Befunde anbieten würden, ohne einen abgelehnten Antrag aktenkundig zu machen. Denn so eine Ablehnung wird selbst zum Problem, das man künftig wieder angeben muss und das einen woanders abschießt.
Disclaimer, weil’s um Geld und Recht geht: Ich bin kein Anwalt und kein Versicherungsberater. Das „Befunde, nicht nur Diagnosen"-Prinzip und die § 19 VVG-Grundlage sind solides deutsches Versicherungsrecht. Die konkreten Fristen und was ein einzelner Versicherer im Einzelfall macht, sind Annahmen bzw. variieren — das gehört in die Hände von jemandem, der den Markt und den konkreten Fall kennt…"