Mein Mann hat seit einiger Zeit gesundheitlich sehr abgebaut und hat seit 2 Wochen extreme Schmerzen in den Beinen, so dass er es nicht mehr aushalten und nur noch schlecht laufen kann. In der Klinink haben sie ihn mit starken Schmerzmitteln abgefüllt, was aber nicht geholfen hat. Er hat auch selbst viele Medis zu sich genommen, so dass der Hausarzt sagte, er muss unbedingt langsam aussteigen. Kurzum er kann so gut wie nix mehr machen und beansprucht ständig Unterstützung, auch bei den kleinen Dingen. Mit meiner MS geht das garnicht gut, wir haben so gut wie keine Hilfe, wir beide haben keinen Pflegegrad. Ich habe nach einer Ablehnung eines Pflegegrads vor zwei Jahren jetzt wieder einen neuen Versuch unternommen.
Das schwierige ist für mich, dass ich ebenfalls Unterstützung benötige. Allerdings haben die Beschwerden meines Mannes immer Vorrang und er hat im Moment keinerlei Mitgefühl mit meiner Situation. Eher verständlich bei so starken Schmerzen, aber mir geht es dabei sehr schlecht. Jetzt müssen wir noch unseren Kater einschläfern lassen, was sehr traurig ist. Was macht man, wenn der Partner oder die Partnerin plötzlich nicht mehr kann. Wir wohnen noch in einem alten Haus auf dem Land, dass nicht barrierefrei ist. Auch ist die Kommunikation zwischen uns zur Zeit und sonst nicht einfach. Liebe Grüße Jakobine
Liebe Jakobine,
ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig das für dich ist. Leider kann ich nichts schreiben, was dir konkret helfen würde.
Hattet Ihr schon Mal eine Pflegeberatung durch eine Fachkraft bei Euch vor Ort, die weiß, welche Hilfen möglich sind und auch bei der Beantragung helfen kann?
Ich wünsche dir und deinem Mann alles Gute!
Muss hier direkt nachfragen, höre ich da raus dass er einen Entzug durchmacht? Leute im Entzug haben gerne mal eine beschissene Laune 
Und Schmerzen.
Liebe Jakobine, das hört sich sehr schwierig an. Vielleicht wäre für deinen Mann Reha oder Kurzzeitpflege möglich? Das verschafft dir vielleicht eine kurze Verschnaufpause, zum überlegen, wie es weitergeht, denn so kann es nicht bleiben. Lasst euch gut beraten, ich hoffe, du findest Unterstützung, denn du bist auch wichtig, nicht nur dein Mann. Ich wünsche dir viel Kraft, auch mit dem Kater, das ist sehr traurig. Es kommen ganz bestimmt wieder bessere Zeiten, halte durch. Liebe Grüße Claudia
hallo, jakobine, da kommt zu viel zusammen. neues hilfreiches, was über pflegestützpunkt/pflegeberatung hinaus geht, weiß ich auch nicht - kann mich nur meinen vorrednerinnen anschließen.
lass dich nicht unterkriegen - du bist wichtig! sehr sogar, denn ohne dich läuft gar nichts!
ich schicke dir gute kraftgebende wünsche 
Hallo Jakobine, ich solltet beide einen neuen Antrag für einen Pflegegrad stellen, denn falls Kurzzeitpflege für deinen Mann in Frage kommen sollte, benötigt ihr den. Hat dein Mann auch MS? Alles Gute 
Oha schwierige Situation , würde gerne was Beitragen aber habe leider keine Idee , wünsche ganz viel Kraft und sende postive Energie
Damit du eine Pflegestufe bekommst, suche dir eine gute Pflegeberatung. Nicht die, vom letzten Mal. Du hast doch bestimmt auch Einschränkungen? Was ist den mit deinem Mann und Pflegestufe? Er hat ja anscheinend, auch gesundheitliche Probleme. Dann könntet ihr Hilfe in Anspruch nehmen. Es gibt auch selbständige Pflegeberater. Haben meine Eltern jetzt auch in Anspruch genommen. Ich kann mich da nicht mehr kümmern.
Liebe Jakobine, so ungefähr ist es bei mir- mein Mann hat auch innerhalb eines 1/2 Jahres extrem abgebaut und ist nicht einmal Reha-fähig / schafft eben auch nur ganz kurze Strecken- ich fühle mit Dir - nur bin ich etwas besser /rüstiger drauf.
Auf jeden Fall einen Pflegegrad für Euch beide beantragen - dazu gleich den Orangen Parkausweis damit ihr kurze Wege habt beim einkaufen und Arzt usw. und wähle schon einen Pflegedienst für euch aus - rufe an und bestelle ihn zum Beratungsgespräch zu euch nach Hause. So hatte ich das auch getan für meinen Mann.
Außerdem Frage hier mal in die Runde ob jemand in der Nähe bei Euch wohnt und Euch gelegentlich mal helfen könnte. Schreibst dein Wohnort einfach und bitte per PN dann bei Dir melden. Ich wohne dicht an Berlin Spandau - sicherlich zu weit von Euch weg - und das sollte dir auch nicht peinlich sein.
Für Eure Schmusekatze tut es mir leid -schade immer wenn ein geliebtes Tier erlöst werden muss. Ich drücke Euch die Daumen das eure Situation besser wird und vor allem für Dich.
Ach fällt mir ein vllt ein Treppenlift anbauen lassen - da gibt es Zuschüsse.
LG
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Liebe Jakobine, sonst gibst Du immer gute Ratschläge, traurig, dass Du jetzt welche brauchst in solch schwieriger Situation😢 Man sollte meinen, dass kein Amt fast 80jährigen Personen mit HüftOP, MS keinen Pflegegrad gönnt. Meine, Du nimmst doch auch med.Can.w/Spastik uä?! Meint Dein Mann, ER habe Vorrang? Entschuldige, dass ich nachfrage, aber sollte es so sein, ist das natürlich auch ganz klar eine heftige psychische Komponente, die zu den übrigen Sorgen hinzu kommt. DrückDich und wünsche Mut, Kraft, Ausdauer und Erfolg🍀
Was heißt Vorrang?
Dem Mann muss geholfen werden, ohne Frage. Mit dauerhaften extremen Schmerzen und wenn er selbst fast nichts mehr machen kann, ist er in einer Ausnahmesituation. Er kann nicht sehen, dass Jakobine die nötige Hilfe nicht leisten kann, weil es ihr selbst schlecht geht.
Ich würde jetzt nicht dem Mann die Schuld geben, das nützt ja auch nichts, so hart das alles für Jakobine ist, sondern an der Situation muss sich entscheidend etwas ändern.
Vielleicht kann der Hausarzt helfen und Verbindungen herstellen? Dass der Mann dringend von den vielen Medikamenten runter muss, mag zwar medizinisch richtig sein, aber mit dauerhaften extremen Schmerzen kann niemand leben.
Schon klar. Aber sie belastet das zusätzlich. Sie wird “nicht gesehen” und braucht für sich und den Mann dringend schnell Hilfe:heart:
Auch meine Ansicht: Pflegegrad mit Hilfe beantragen und unbedingt beinspruchen oder klagen, wenn nötig. Oft kommt man leider nur so zu seinem Recht.
Was ich aber genau so wichtig finde: Haus in der kommenden Zeit verkaufen und ehest möglich für eine Wohnung mit der Option auf Unterstützung (heißt in Österreich “betreues/betreubares Wohnen”) registrieren lassen.
Oder zumindest eine barrierefreie Wohnung mit Apotheke, Arzt, Geschäfte etc. ganz in der Nähe suchen. Ihr müsst euch jetzt umorientieren, damit ihr rechtzeitig in einer barrierefreien Wohnung mit guter Anbindung (auch an Pflegedienste) habt, damit ihr möglichst lange unabhängig & selbstständig leben könnt (und kein Pflegeheim benötigt).
Die Anmeldung/Suche nach solch einer Wohnumgebung dauert ja und wird im Notfall dann nicht so schnell gehen.
Naja, der Notfall ist schon eingetreten. Es muss jetzt schnell Hilfe kommen. Ich weiß nicht, was an Jakobines Wohnort möglich ist und ob sie und ihr Mann umziehen würden.
Auf jeden Fall alle Stellen, von denen Unterstützung kommen könnte, ansprechen.
Danke für Eure Tipps und Antworten. Ich bekomme einen Begutachtungstermin und da wird mich ein Freund, Ergo-Therapeut, begleiten. Außerdem bin ich rückwirkend in den VdK eingetreten. Mein Mann hat bisher noch nie so eine Situation gehabt und er wird sich schwertun, einen Pflegegrad zu beantragen. Ich werde mal den Pflegestützpunkt hier in der Gegend anrufen, die könnten ja mal kommen? Was die Wohnsituation betrifft, ist mein Mann nicht bereit hier wegzuziehen. Wir haben Jahre was Akzeptabeles gesucht, nichts gefunden. Er wird in keine 3 Zimmerwohnung mit mir ziehen. Er tut sich schwer, Dinge loszulassen, seine Werkstatt, seine Oldtimer etc. Ich habe damit kein Problem, allein wegziehen mag ich auch nicht. Das Gute ist, wir haben ein Netzwerk von Leuten, die uns unterstützen. Allerdings wäre jetzt ein Pflegedienst sinnvoll, der regelmäßig kommt.
Durch die vielen Schmerzmedikamente haben sich die Schmerzen meines Mannes verstärkt und jetzt wo er sie fast alle weglässt, gehts ihm besser. Möglicherweise ist das sowas wie ein kalter Entzug? Er und seine Krankheit sind immer wichtiger, ihm fehlt das Fürsorge-Gen. Das fällt jetzt besonders auf, wo es brennt.
Danke und liebe Grüße Jakobine
Ps. Leider ist unser alter kranker Kater letzte Nacht gestorben, Freunde von uns haben ihn mitgenommen und werden ihn beerdigen.
Ich gebe gerne Erfahrungen von mir weiter, gerade weil ich durch die Foren, jetzt bin ich nur noch hier, sehr viele Tipps und Infos bekommen habe, ohne die ich die MS nicht so lange ertragen könnte. G. Jakobine
Schön wenn es ins positive sich ändert und Du bist aber so etwas von gut drauf und stark
Klasse - Hut ab.
Mein Mann stellt sich auch immer in den Vordergrund mit seiner bipolaren Störung - Manische Depis / Knieprothese und ich hab ja nur MS /KHK und Krebs lach und nenne diese Art Männer Narzisst oh jeh wahrscheinlich können wir mit ihnen so gut umgehen weil wir sie schon so lange haben.
Zur Pflegestufe und SB Ausweis hab ich bestimmt - Anträge ausfüllen und unterschreiben lassen - klappte mit einem Machtwort - vllt klappt es bei dir auch - manchmal müssen wir die Männer zu ihrem Glück bringen nee nicht zwingen 
Schön das Ihr helfende Hände habt - da müssen wir uns nicht so große Sorgen machen- der Pflegedienst hatte ihm auch erklärt welche Hilfen und Vorteile es hat zu Hause zu bleiben - vllt klappt es mit unseren sturen Eseln 
Schönes WE
Hier wurde und wird viel geholfen, deshalb von mir nur mein Beileid für das Katerchen.
Mein Hund ging Anfang April und heute hab ich bei ner Tüte Hundekekse geheult.
Ich bin mir sicher, du hast den richtigen Zeitpunkt getroffen!
Ich war in einer ähnlichen Situation. Lasst euch unbedingt beraten, welche Hilfen ihr bekommen könnt. Sonst geht ihr beide daran kaputt. Was auch immer passiert, achte darauf dir Auszeiten zu gönnen und auch mal ,Nein" zu sagen. Das klingt egoistisch, aber du wirst Ausruhzeiten brauchen um deine Batterien wieder aufzuladen. Du bist nicht allein verantwortlich, das ist die Aufgabe von Profis. Herzliches Beileid wegen eurem Kater 
In den meisten Rathäusern gibt es Informationen über Schwerbehindertenrecht Medizinischen Dienst sowie im Netz die DMSG für Betroffene und Ihre Angehörigen.
Der Hausarzt sollte mit involviert sein um Schritte einzurichten.
LG Klaus