Ich habe keine Lust auf den Konsum, bin kein Großverdiener und sehe nicht ein mir zuviele Gedanken zu machen, nur damit ich mich hinterher ärgere.
Und dennoch mache ich mich jedes Jahr Gedanken und schenke gerne. Es kommt von Herzen und ist nicht viel, groß oder wertvoll.
Die Kleinen bekommen noch etwas, einfach weil es sich gehört. Die Freude der ganz Kleinen ist so schön anzuschauen. Ich habe Nichten und Neffen im Alter von gerade drei Jahre alt geworden bis 25 Jahre alt. Meine 11jährige Nichte wünscht sich - noch immer - ein selbstgenähtes Kleid. Als sie neulich zu Besuch war, haben wir gemeinsam den Stoff ausgesucht und überlegt, welcher Schnitt es wird. Allein das war mir eine Freude, wir hatten so viel gemeinsamen Spaß dabei- und handwerken liebe ich.
Alle Anderen? Keine Ahnung. Alles haben alles und verdienen so viel mehr Geld als ich.
Ich verschenke gerne mal Zeit. Sei es Babysitten damit die Eltern mal wieder zwei Stunden für sich haben, gemeinsame Backaktionen, Einladung im Sommer zum Rudern auf unserem Flüsschen oder in den Zoo.
Meine drei, inzwischen erwachsenen Nichten und Neffen, erinnern sich noch immer gerne an unsere erste Hexenhäuschenbackaktion. Bis heute sagen sie: Das war noch eine windschiefe Abbruchvilla - so wie Hexen wohnen. In späteren Jahren perfektionierten wir das Ganze. Die Fotos, mit den von Zuckerguss verklebten Haaren und mehligen Händen haben wir alle noch parat.
Die Gemeinsamkeit, das Zusammensein - egal ob an Weihnachten oder das gemeinsame Laufen im Wald, mit dem billigen Wassereis in einer kleinen Hütte: daran erinnern sie sich alle. Nicht aber an das 257. Playmobilfigürchen.
Ich backe immer Kekse, gieße Kerzen ((habe 20kg Altarkerzen zum Verarbeiten geschenkt bekommen), wickel Feuersterne…Viel mehr gibt es von mir nicht