Hallo zusammen,

ich (m. 37 J.) stehe kurz vor meinem ersten Therapiewechsel und wollte mal in die Runde fragen, ob hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

Bisher wurde ich mit Tecfidera behandelt, aber aufgrund eines aktuellen Schubs (Gefühlsstörungen rechte Körperseite, starke Fatigue) hat mein Neurologe entschieden, direkt auf Briumvi (Ublituximab) umzustellen. Die erste Infusion steht diesen Donnerstag an.

Da ich körperlich sehr aktiv bin (Kraftsport auf fortgeschrittenem Niveau), habe ich großen Respekt vor dem Wechsel auf ein hocheffektives Medikament, das die B-Zellen so massiv ausschaltet.

Meine Fragen an euch:

  1. Hat jemand den direkten Wechsel von Tecfidera zu Briumvi gemacht? Gab es eine Wartezeit (Wash-out) dazwischen?
  2. Wie habt ihr die erste Infusion vertragen? Gab es starke Nebenwirkungen oder das typische “Grippe-Gefühl” danach?
  3. Wie schnell habt ihr eine Stabilisierung eurer Symptome unter Briumvi bemerkt?
  4. Gibt es spezielle Tipps für den Infusionstag (Prämedikation, Kreislauf etc.)?

Ich freue mich über eure Erfahrungen und Ratschläge!

Beste Grüße,
Darwin

Hi Darwin0815,

es gibt keinen genauen Sicherheitsabstand, nur sollte dein Blutbild wieder wie vor dem Tecfidera Start aussehen.

Wichtig ist, das du alle Impfungen vor der Therapie gemacht hast, darunter wirken die evtl. nicht mehr wirklich.

Du bekommst auch ein Antihistamin zur Infusion, d.h. mind. 24h NICHT Autofahren.

Ich hab Rituximab bekommen und war immer so 1-2 Tage etwas müde, die Prämedikation war aber die gleiche.

Die MS Symptome werden durch die CD20 Medikamente NICHT!!! beeinflusst.

Grüße
LucyS

Hallo LucyS!

Danke für die Rückmeldung!
Mein Labor für den Briumvi-Start am Donnerstag ist zum Glück komplett unauffällig und die Lymphozyten sind im grünen Bereich.

Das Thema Prämedikation/Fahrverbot hatte ich so noch nicht auf dem Schirm, danke für die Warnung!
Dass die CD20-Therapie die aktuellen Symptome nicht direkt beeinflusst, habe ich befürchtet – ich konzentriere mich jetzt erst mal darauf, unter der Therapie stabil zu werden.

Danke dir!

1 „Gefällt mir“

Hi Darwin0815,

hast du die Impfungen auf dem Schirm?

Vor allem Gürtelrose (ab 18, wird das von der GKV auch übernommen)

Grüße
LucyS

Hallo LucyS!

Ich habe heute mit meinem Neurologen telefoniert. Laut ihm alles im grünen Bereich. (Laborwerte inkl. Impftiter)
Danke dir!

BG
Darwin

Grüner Bereich kann vieles heißen.

Bei den Lymphozyten kann das ist über 800/ul heißen (bis 1.500 /ul spricht mab aber noch von einer Lymphopenie), ist für Tecfidera aber grüner Bereich…

Wurdest du schon gegen Pneumokokken und Gürtelrose geimpft? Oder zumindest darüber aufgeklärt, das diese Impfungen dringend vor dem Therapiestart durchgeführt werden sollten?

Als Titer wird meist nur VZV geprüft…

Ja ab 1000 /ul kein Problem und das passt perfekt für den Start für Briumvi.

Es sind die nötigen Impftiter vorhanden.
Die Behandlung startet am Donnerstag.

Echt jetzt ? Wurde das geändert ? Hatte 60 Jahre im Hinterkopf…

Hi Sarah12,

ja die Empfehlung ist ab 60 für alle und immunsuppremierte Personen ab 18.

Ich hatte 8 Wochen vor einer Gürtelrose unter Gilenya (7 Wochen genommen) einen guten VZV Titer.

Die Gürtelrose ist nun 16 Jahre her, Schmerzen sind noch immer vorhanden.

Die Titer reichen hier nicht aus, deswegen wird die Impfung auch dringend vor der CD20 Therapie empfohlen, egal wie der VZV Titer ist.

Gleiches gilt auch für Pmeumokokken.

Grüße
LucyS

Lymphozyten sind ab 1500/µl im Normwert (bis 4000/µl).

Welche Impftiter wurden denn geprüft?

Von 1000 bis 4800 befindet sich der Normwert.

Alle vorgeschriebenen Impftiter die für den Beginn der Therapie benötigt werden. Darunter auch die beiden oben schon öfters genannten.

Hallo zusammen!

Therapie:Wechsel von Tecfidera auf Briumvi (heute 1. Infusion). Kortison-Stoß (1000 mg) vor 1,5 Wochen abgeschlossen.

Bericht zur 1. Infusion (Tag 0):

Verträglichkeit:
Sehr gut. Keine allergischen Reaktionen bei 100 ml/h Durchlauf.

Nebenwirkungen:
Starke Müdigkeit durch Antihistaminika-Prämedikation. Blutdruck-Peak unter der Infusion bei 174/72 (später 157/72) –
vermutlich Cortison-Effekt + Infusionsstress.

Aktuelles Befinden: Kreislauf stabil, Müdigkeit lässt nach, jetzt eher Cortison-Unruhe.
Ansonsten geht es mir gut!

Beste Grüße!

4 „Gefällt mir“