Hallo,
spritze seit 4 Jahren Avonex und soll nun aufgrund zunehmender Krankheitsaktivität zu einer Eskalationstherapie wechseln. Da ich Tysabri nicht bekommen werde (JC positiv) und Fumarsäure noch nicht da ist (ich will keine Zeit verlieren) liegt Gilenya wohl am nächsten und ich habe auch schon einen Termin zur kontrollierten Ersteinnahme im KH.
Jetzt habe ich den Eindruck, dass es verschiedene Empfehlungen für den Zeitpunkt des Stops der Avonex Therapie gibt und daher die Frage:
Wann soll man, bei einem anstehenden Wechsel zu Gilenya, die Avonex Therapie beenden?

Man will ja weder ungewünschte Wechselwirkungen provozieren noch unnötig lange Zeit ganz ohne “Schutz” durch die Medikamnte verbringen.

Vll liest das ja der/die ein oder andere mit entsprechender Erfahrung.

Schonmal Danke!

Hallo, diese Frage muss dein Arzt beeantworten.Es gibt ja auch einen Expertenchat in diesen Foren. Dort wäre diese Frage eher angebracht. Ich nehme Gilenya seit einem Jahr und bin seither schubfrei. Zum 1. Mal in meiner MS Zeit.
Viel Glück

Erich

Danke für deine Antwort, aber ich habe eben 2 Aussagen von 2 verschiedenen Ärzten, das machts ja so verwirrend. Vll gibts ja auch nicht richtig und falsch, sondern einfach verschiedene optionen mit jeweils vor- wie Nachteilen.

Warum bekommst Du kein Tysabri? Nur weil Du JC-positiv bist?? Ich bin auch positiv auf JC-Antikörper getestet worden und bekomme trotzdem seit 10 Monaten Tysabri. Ohne Nebenwirkungen, ohne sonstige Probleme… Seit dem bin ich Schubfrei!! :wink:

Zumindest die ersten 2 Jahre sollen angeblich trotz JC Risikofrei sein!!

Habe übrigens auch Aufgrund einer hohen Schubrate von Avonex auf Eskalationstherapie gewechselt. Vier Wochen Pause hielt mein Neurologe hier für ausreichend.

Ja, weil leider jc positiv. Ich dachte auch dass man zumindest knapp 2 jahre tysabri nehmen könnte ( was man ja auch tun kann) , aber men neuro hat dann dennoch abgeraten. Vll in der Hoffnung, dass es mit gilenya längerfristig gut geht . Tysabri wäre mir auch lieber, weil statistisch einfach wirksamer, aber ist halt so ne sache.
Aber deine erfahrung passt jetzt auch zum thema “pause bei Therapiewechsel”: hätte ich tysabri bekommen, wäre laut neuro keine wirkliche avonexpause nötig gewesen.
Und stimmt es, dass nach tysabri NACH gilenya nochmal riskanter ist? Hab nur mal gelesen, dass umgekehrt, also gilenya nach tysabri häufiger mit rebound Effekten verbunden sein kann.
Hast du schon einen plan nach tysabri?

Noch was: dein vorgehen (also tysabri für 2 jahre trotz jc positiv) finde ich auch gar nicht schlecht, denke selbst noch darüber nach, da in 2 jahren ja vll neue therapieoptionen zur verfügung stehen. aber die meinung des neuro beeinflusst mich natürlich. Und er hat selbst Patienten, die tysabri trotz jc nehmen, d.h. der schließt das generell nicht aus, bloß mir rät er in dem Fall zu gilenya, vll weil ich (noch) keine behinderungen habe und zumindest klinisch ganz gut dastehe.

Hallo,

ich habe von Tysabri auf Gilenya gewechselt. es mussten 6-8 Wochen dazwischen liegen.
Ich kann Gilenya nur empfehlen, absolut keine Nebenwirkungen einfach ne super Sache.

lg

Hallo,
Danje für deine Antwort! Und warum hast du gewechselt? jc Virus bzw. Wegen des steigenden pml risikos mit der Anwendungsdauer? Oder hast du es nicht vertragen? Wie lange nimmst du denn gilenya schon?
Viele fragen… aber ich hab echt respekt vor dem Therapiewechsel, oder besser gesagt vor der Zeit ganz ohne medi, da die ms bei mir gerade scheinbar etwas aktiver ist als in den letzten beiden Jahren.

komm gerade von der neurologin. da tec ja noch auf sich warten lässt, hat sie auch gilenya angesprochen und mir ein merkblatt in die hand gedrückt, in dem folgendes steht:

Wenn Sie vorher eine andere Therapie erhalten habe, können Sie mit der Fingolimod-Therapie wie folgt beginnen:

  • Beta- Interferon (wozu wohl auch Avonex gehört) : direkt nach dem Absetzen
  • Glatirameracetat : direkt nach dem Absetzen
  • Natalizumab: nach 2-3 Monaten
  • Immunsuppressiva : nach individueller Abklärung mit Ihrem Arzt

hallo unbekannte(r),

zu beginn der therapie mit tysabri war ich negativ. bei der kontrolle nach 1 jahr war ich auf einmal positiv was aber nicht außergewöhnlich ist.
habe immer gesagt wenn ich positiv bin höre ich auf mit tysabri.
in der uni haben sie mir dann gilenya empfohlen was ich jetzt schon 4 monate nehme.

grüße uschi

Nein, einen wirklichen Plan für nach Tysabri hab ich leider noch nicht. Mein Neuro sieht dem ganzen aber sehr positiv entgegen und hält auch eine längere Anwendung als 2 Jahre für absolut unproblematisch. Die Überwachung muss eben entsprechend aufmerksam erfolgen…

Und ganz ehrlich gesagt: Ich möchte eigentlich auch nicht mehr darauf verzichten! Ich habe 8 Jahre Avonex hinter mir und genieße die “Spritzen-Freiheit”!! Mir geht es sehr gut damit…

Danke euch! damit wären meine fragen ja beantwortet