Als ich in unserem Dorf noch ohne Rollator unterwegs war, meist gut gelaunt, wurde ich fast täglich angesprochen…man kennt sich größtenteils…dann kamen so Fragen wie: du läufst heute aber schlecht, hast du was an der Hüfte, am Bein, am Rücken…nein, immernoch MS …dann: oh, das ist aber Scheiße das tut mir leid…ich: es gibt Schlimmeres und bis vor einer Minute war ich noch bestens gelaunt

Seit ich mit Rollator unterwegs bin, werde ich nur noch gefragt, wie es mir geht

Ich habe ab der Diagnosenstellung allen sofort bescheid gesagt…hatte auch den Vorteil, dass ich keine Ausreden suchen musste, wenn ich das eine oder andere Ehrenamt dankend abgelehnt habe (Bedienung bei Festen, Seniorennachmittagen…wo viel Lauferei oder langes Stehen erforderlich war)

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Als ich vor mittlerweile 27 Jahren meinen Eltern von meiner ziemlich frischen Diagnose erzählte, sagte meine Mutter: “Ach des geht alles wieder vorbei!”

Sie war da allerdings schon nicht mehr so gut sortiert…

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Och ja, spätestens wenn das Leben vorbei ist … :thinking: Wo sie Recht hat, hat sie Recht und du weißt ja, §1: Mütter haben IMMER … :point_up: schwarzen humor wieder einpack

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Ja ja,
von Mama stammt aus das Mantra: “Was mer will des kammer auch, man muss nur wollen!”

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Vielleicht hast du ihr Mantra nur noch nicht gut genug ergründet. :thinking:

Jo mei,
ich will halt keinen Marathon laufen, dann kann ich das auch nicht.
(Ich wollte noch NIE Marathon laufen) :wink:

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" Ich kann nicht ist der Bruder von Ich will nicht"
sagte unsere handarbeitslehrerin ( ja, sowas gab es mal…)

Gute Besserungswünsche in Bezug auf Symptome, die mich aktuell plagen, finde ich nett.

Wenn man mir schnelle Genesung wünscht, sage ich meinem Gegenüber:
“Das wird, Stand heute, leider nichts. Aber drücke mir bitte die Daumen, dass es ganz lange so stabil bleibt.”

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Zieht ihr euch bei Uthoff auch mal genervt von aller Welt zurück?
Oder giftet ihr eher böse rum?

Ich gehe lieber vor aller Welt in Deckung.

Wenn ich raus muss, kann ich mich am Riemen reißen, ansonsten leider ich lieber still und stumm vor mich hin :joy:

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Ich gifte nicht rum. Ziehe mich zurück, wenn der Tag nicht gut ist.

Wenn ich gefragt werden, ob ich Lust und Zeit habe, passe ich. Dann weiß mein Umfeld schon Bescheid.

So wie heute. Nur zur Ergotherapie und sonst nichts.

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Und wenn dein Umfeld das gerade nicht akzeptiert oder nicht kapiert oder nicht kapieren will… was machst du dann?

Dann brauchts Fortbildung für das bestehende Umfeld.

Pflichtveranstaltung!

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Diese Menschen sind nicht mehr in meinem Umfeld.

Der “Kern” ist geblieben. Lieber wenige, aber dafür die wichtigen Menschen.

Familie davon ausgenommen. Hier brauche ich nicht viel sagen. Die sehen und merken es.

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Trotz( oder wegen ? 🫢) wiederholten Drängelns und Nachfragens wurde mir als solches umfeld diese Pflichtveranstaltung versagt.
Schwamm drüber! damals war es…

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Buckel rutschen …

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hast du einen HNR (Hausnotruf/Notfallknopf)?

Ja, mit Mobilteil mit Sturzerkennung

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ICH will noch eine Menge von euch wissen, zum Beispiel:
Kochst du selbst für dich oder hast du das “outgescourced”?

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Ich liebe es zu kochen, backen, kann es aber nicht mehr. Manchmal sonntags bei meinem Freund noch, ansonsten nur, was auf einer Kochplatte, im Ofen oder Mikrowelle geht… :confused:

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