Da fühl ich mich richtig scheiße mit… Ganz ehrlich… Als ob man gar nix mehr leisten kann
Ich hatte u habe Probleme damit, dass es nicht anerkannt wird. Das Verständnis dafür fehlt manchmal. Man denkt,du hättest keine Lust, du stellst dich an, übertreibst…
Das finde ich furchtbar. Das ist die Fatigue . Diese bleierne Müdigkeit die mit normal müde zu sein NICHTS zu tun hat
Viele verstehen Fatigue nicht. Wenn dann der Spruch kommt, ich bin auch mal müde, sage ich immer, das hat nichts mit normaler Müdigkeit zu tun. Das ist starke Erschöpfung.
Ich bin ja auf meiner Arbeit sehr offen damit, da ich nicht mehr das leisten kann wie vorher.
Eine Kollegin, die ich sehr mag, konnte es nicht verstehen…
Als sie Mal meinte, sie fühle sich erschöpft, sagte ich nur, das geht mir 24/7 so, fing sie an zu verstehen.
Man sieht es halt nicht, und es ist verdammt schwer, es zu akzeptieren, gerade wenn man vorher alles alleine geschafft hat, ein Wirbelwind war.
Ich habe das Glück, verständnisvolle Menschen um mich zu haben.
Was mir noch sehr schwer fällt, ist um Hilfe zu bitten…
Das ist das große Problem-man sieht es nicht🤷♂️
Es ist schonmal wirklich Glück ,dass du verständnisvolle Menschen um dich hast. Dss ist viel Wert!
Das mit dem um Hilfe bitten geht mir gensuso.
Ich weiß nicht genau woran das bei mir liegt? Was ist bei dir dass Problem, dass du nicht um Hilfe bitten kannst? Warum fällt es dir schwer?
Bin die älteste von 3 Mädels, Mutter früh verstorben, und ich habe alles alleine gemacht. Mit 13 schon sehr selbständig gewesen, ging auch immer alles.
Aber es klappt halbwegs, mal um Hilfe zu bitten, ist aber immer noch schwer.
Wir müssen da über unseren Schatten springen, ist leider so. Mir fällt das allerdings auch immer noch schwer. Letztes Jahr hatte ich mal einen Termin bei meinem Augenarzt. Der ist nicht barrierefrei. Das heißt, es gibt eine kleine Stufe. Beziehungsweise einen Handlauf zum Festhalten. Also ich brauchte dann irgendjemanden, der mir mit dem Rollator hoch hilft. Die Tür öffnete sich. Es kam eine Frau mit Kind raus. Ich habe erstmal gar nichts gesagt. Sie schaute mich an und meinte, kann ich ihnen helfen? Ja, habe ich dann gesagt. Sie half mir dann hoch. Auf der Rückfahrt hat mir dann die Taxifahrerin runtergeholfen. Die Taxifahrerin hat mich dann direkt im Taxi informiert, welcher Augenarzt in meiner Nähe barrierefrei ist.
Es ist nicht schlimm um Hilfe zu bitten. Da müssen wir wirklich über unseren Schatten springen

Wenn wirs denn dann mal getan haben, wars ja auch gut u man fragt sich selbst,warum man sich so anstellt?
Das ist jetzt unser Leben u es gehört dazu 
Der allererste kleine Schritt ist, Hilfe anzunehmen, die einem ungefragt angeboten wird, z.B. ein Platz in der Bahn. Ich nehme den schon an, weil ich es unhöflich fände, ihn abzulehnen.
Umgekehrt helfen wir ja auch selbstverständlich, wenn wir es können.
Ja, dass ging mir neulich in der Apotheke so, statt das die schon sehr alte Dame den Seiteneingang nimmt, der barrierefreie ist, steigt sie die Treppe hoch und winkt mich ran, dass ich ihr helfen sollte. Da die Apothekerinnen nicht schnell genug in ihren Augen waren. Man sieht es mir nicht an, die Dame stürzt sich fest auf meinem Arm ab, hatte selbst Angst und habe mich am Geländer festgekrallt. Habe natürlich nichts gesagt, wollte nicht unhöflich sein. Die Apothekerinnen in meiner Stammapotheke die ja meine Problematik kennen waren irritiert, dass ich zur Hilfe gerufen wurde und die Dame rumzickte und scheinbar schlecht hörte einen Stuhl vorderte und ich danach die Apothekerin nicht verstehen konnte, bei der Bestellung. Wollte halt nicht unhöflich sein, da ich ja in den Augen der Frau jung und gesund war, kein Dank nichts. Nach der Lautstärke war ich damals erst einmal durch
.
Auf die Art Hilfe einzufordern, finde ich unverschämt. Wenn ich mir nicht zutraue zu helfen und selbst Angst habe, würde ich anbieten, Hilfe zu holen. Es nützt ja auch nichts, wenn ich bei der Aktion dann auch noch hinfalle.
Es sollten überall mehr Sitzgelegenheiten sein, dass man nicht extra darum bitten muss. Normalerweise habe ich keine Probleme, aber vor kurzem wurde mir im Supermarkt plötzlich schwindlig. Da wäre es gut, wenn man sich hinsetzen könnte.
Ich hab das auf jeden Fall auch schon öfter erlebt, dass davon ausgegangen wird, dass weil man jünger ist man auch automatisch gesund sein muss.
In meiner Hausarztpraxis wurde ich letztes Mal von einem älteren Mann angeschimpft. Ich hatte mich auf einem Sitzplatz beim Eingang gesetzt, weil ich es nicht ins Wartezimmer geschafft hab. Er hat mir sehr deutlich gesagt, dass ich mich doch wohl ins Wartezimmer setzen soll, dieser Platz wäre für Menschen wie ihn gedacht 
Weiß in solchen Situationen nicht so recht wie ich mich verhalten soll und mag dann nicht sagen, Entschuldigung durch die MS hab ich da meine Einschränkungen…
Im Bus wurde von zwei älteren Leuten böse über mich lauthals gelästert, wie respektlos jungen Leute wie ich seien sich auf einen Sitzplatz zu setzen und nicht für sie Platz zu machen. Die haben mir gewünscht alt und krank zu werden (über letzteres musste ich dann doch ein wenig schmunzeln) und man müsse Leuten wie mir mit den Rollator in die Beine fahren, damit ihn endlich mal Platz gemacht wird, wie es ihnen zusteht. Das ging 3 Haltestellen so bis ich endlich aussteigen durfte 🫣
Wenn du einen Schwerbehindertenausweis hast, kannst du denen den unter die Nase halten.
Also da hätte ich was gesagt.
Ich warte immer noch drauf
den Verschlimmerungsantrag hatte ich letztes Jahr März gestellt. Aktuell hab ich nur 30 wegen der Bipolaren Störung…
Aber wenn ich den hab, dann aber 
Du kannst dir doch unabhängig von irgendwelchen Ausweisen solche Reden verbitten.
Als ich den Toilettenschlüssel bekommen habe, hat man mir auch nichts angesehen.
Das gab öfter auf den Autobahntoiletten „Straßenkampf“ 
Ja, möchte dann rüber bringen, dass ich nicht respektlos bin sondern selber gesundheitlich eingeschränkt… und gleichzeitig ist mir die ganze Situation unangenehm und ärgert mich auch und das löst dann so ein Stress aus, dass sich meine Sprachproblematik verstärkt und meine Gedanken durcheinander geraten, dass mich das denn hemmt, was zu entgegnen 
bin dann überfordert…
Mir liegt die Harmonie mehr 
Ich fand die Regeln in den Wagen der Metro der RATP in Paris gut. Die Aufkleber an den Wänden über den Klappsitzen bei den Türen gaben eine klare Reihenfolge der Berechtigten:
- Kriegsbeschädigte und Militärinvaliden (Mutilés de guerre et mutilés militaires)
- Zivile Blinde
- Arbeitsinvaliden
- Zivile Behinderte mit Stehschwierigkeiten
- Schwangere Frauen
- Personen mit Kindern unter 4 Jahren
- Andere zivile Behinderte
- Personen mit der Bescheinigung „Schwierigkeiten beim Stehen“
- Ältere Menschen ab 75 Jahren
Senioren haben dann oft einen Bogen um die Sitze gemacht und wenn man hin und wieder tatsächlich einen Veteranen auf diesen Sitzen sah, war man fast dazu geneigt, ein Gespräch mit ihm anzufangen um mal seine „Kriegsgeschichten“ zu hören…
In London klebt auch in den Öffis ein Hinweis, dass nicht jede Behinderung sichtbar ist, und man aufmerksam sein sollte und im Zweifel freundlich und aufstehen
Um was nettes zu schreiben, vor ca 18 Jahren nach meiner Krebserkrankung und es mir sehr schlecht ging, saß ich beim Arzt in einem zugigen Wartezimmer direkt am undichten Fenster, da stand eine ältere Frau auf und sagte zu mir, ihnen geht es schlechter als mir und hat mit mir den Platz getauscht. So kann es auch sein.