Die langen Spaziergänge am Strand.
Kurz gesagt: Gehen
Mir fehlen Menschen und die wiederum lerne ich nicht kennen, weil ich am normalen Leben wie Bewegung im Freien oder Sportkursen, Feiern, Restaurantbesuche etc. nicht teilnehmen kann. Ich würde überall als Spassbremse auffallen und dann müsste ich mich erklären und neue kranke Bekannte, auf die man Rücksicht nehmen muss, halst man sich ohne Not nicht auf. Ein weiteres Handycap: Deutsche Hochdeutschsprecherin in einer Schweizerischen Kleinstadt, da wartet niemand auf einen, die kennen sich von klein auf und genügen sicht selbst.:(( traurige Erfahrung seit 20 Jahren.
Hallo Vossibär,
vom nächsten Strand bin ich 700 (?) km entfernt. Ich habe das Meer zum letzten Mal gesehen und gerochen 1969 in den Sommerferien.
Was mir am meisten fehlt: Schreiben. Ich meine von Hand, mit einem schönen Schreibgerät, mit Feder und Tinte oder Tusche. Zu meinen besten Zeiten konnte ich kyrillische Schreibschrift mit Füller (“Peter und der Wolf”) und hebräische Buchstaben mit Feder und Tusche malen.
Ich habe sogar ab und zu mit Kalligraphie meinen bescheidenen Studierenden-Etat aufgebessert. Hier und da mal eine Urkunde für ein “verdientes langjähriges Mitglied” eines Vereins (z.B. der Handharmonikafreunde). Auf Elefantenhaut mit schwarzer und goldener Tusche brachte das schon mal hundert Mark. Jetzt kann ich nicht mal mehr den Empfang eines Pakets leserlich quittieren.
(Kein Elefant musste dafür sterben: https://de.wikipedia.org/wiki/Elefantenhaut_(Papier) )
Liebe Grüße
Renate
mir fehlt eigentlich alles, das laufen (sitze nur noch im rolli), das selbständigsein,
das kochen und backen, das handarbeiten, das schreiben, das musizieren (flöte und orgel)!
und restaurantbesuche vermisse ich auch, da fast kein restaurant für behinderte
im rolli ausgerichtet ist! ooops!
Mir fehlt die Spontanität mal eben Einkaufen zu gehen direkt im Nebenhaus oder das Autofahren. Freunde zu besuchen oder einfach mit dem Hund spazieren zu gehen…
Liebe Grüße
Abby
alles bisher fennte kann man mit einem begriff zusammenfassen:
KRAFT
und dafür si nd die mitochondrien da.
die schulmedizin erkennt das leidernicht.
:-(((((
Das, weshalb des Leben “lebenswert” war.
Das, weshalb man “durchhalten” soll.
Das, was verloren ging und gehen wird.
Ich bin immer sehr gerne an die Nordsee gefahren und stundenlang am Strand spazieren gegangen oder mit dem Rad über den Deich gefahren. Das geht leider nicht mehr.
@ Guddi: Du hast Orgel und Flöte gespielt? Querflöte? Die verstaubt bei mir auch schon seit Jahren im Regal. Das ein oder andere Weihnachtslied kriege ich noch hin, aber für mehr reicht die Kraft und vor allem die Lippenspannung nicht mehr.
Mein Klavier musste ich verkaufen, um Platz für das Ergometer zu schaffen. Ich war aber ohnehin schon ziemlich frustriert, weil ich immer schlechter wurde. Vor allem die linke Hand macht nicht mehr richtig mit, ist zu langsam und hat nicht mehr genug Kraft. Und nur zum Klimpern und Stümpern ist mir Bach zu schade.
Mir fehlt die Leichtigkeit,
das Sich-Nicht-Gedankenmachen über die Zukunft, über mein Leben,
das Aussuchen der Tätigkeiten, die man lernen will, auf die man Lust hat.
Man ist so furchtbar eingeschränkt …
Hallo Lili,
bin seit 9 Jahren regelmässig in der Schweiz , mein Partner arbeitet und wohnt dort.
Dort hinziehen möchte ich nicht. Leb in Bayern und die Mentalität in Oberbayern ist eher die meinige…
Die Reportage “Tschüss Schweiz” finde ich sehr aufschlussreich, wer sich dort wohl fühlt und wer nicht…
https://www.youtube.com/watch?v=bdSHd0ZOxSA
Den sehr mitteilsamen schweizer Foristen hier finde ich eher untypisch 
Würde eine lange Aufzählung werden, was ich wegen der MS nicht mehr machen kann.
Mir bringt es allerdings nichts wehmütig zurückzublicken…
O.K. eins möcht ich doch erwähnen, weil es Thema dieses Threads ist: mir fehlt das mitten drin sein in der wilden Natur, abseits der befestigten Wege und ausgetrampelten Pfade… Mein Emo ist zwar bis zu einem gewissen Grad offroad-tauglich, aber durch den Urwald komm ich damit nicht 
@ barocke: erst blockflöte, als ich da die löcher nicht mehr fühlte, hab ich mir
eine querflöte zugelegt! aber das klappt auch nicht mehr, jetzt sind mir die klappen
schon zu weit auseinander ! beim orgel spielen teste ich immer meine verbliebenen
fähigkeiten an toccata und fuge in d-moll! an den schnellen sequenzen scheitere ich dann kläglich!
dann lasse ich es wieder, es ist zu frustrierend!
ich habe für mein leben gerne die schönsten hardangerstickdecken gefertigt, heute kann ich
max. mit grober wolle häkeln!
es ist schlimm, wenn man wöchentlich erfahren muß, wie einem die fähigkeiten immer
mehr abhanden kommen! mir macht das sehr zu schaffen und fast täglich fließen
ein paar tränen !
sorry, genug gejammert!
DAS konntest du mal spielen?
https://www.youtube.com/watch?v=Nnuq9PXbywA
Respekt!
Ich finde es ganz in Ordnung, die Verluste auch mal zu beklagen. Auch wenn es nicht zu dem üblichen “Immer alles positiv sehen” - Quark passt. Manche Dinge sind eben einfach sch…
Spontan in ein Lokal gehen können, ohne sich Gedanken zu machen, ob man dort zig Stiegen steigen muss.
Mir fehlt das Verständnis, dass man Angst vor der Zukunft hat. Ich habe optisch keine Einschränkungen, aber wie es einem wirklich geht versteht einfach keiner oder will keiner verstehen. Es belastet ja andere, also zieht man sich zurück und ist lieber nur noch alleine. Dabei will man doch gerne, man kann es aber nicht mehr so einfach.
Witzig, gerade umgekehrt, wie bei mir, keine Angst, würde gerne in der Menschenmenge baden, kann aber nur 130 Meter gehen.
lg
Philipp
Die Menschenmenge würde sie halten, sollten sie evtl. umkippen…
Mir fehlt ein gutes Körpergefühl, bzw. ein Körper auf den ich mich verlassen kann.
Ein williger Geist allein bringt mich auch nicht weiter…
Meines erachtens eine wichtige Grundvoraussetzung, dass man sich in seinem Körper wohl fühlt
Mir fehlt meine Selbstständigkeit, einkaufen, KG usw. immer nur fragen, ob mich jemand da und dorthin bringt, früher alles selbstverständlich , und heute…