Wir haben doch alle unsere Höhen und Tiefen, Glücksmomente, Zeiten der Zufriedenheit und dann halt wieder das Gegenteil
Ich glaube, je höher wir die Latte anlegen ab welchen Bedingungen wir zufrieden sind umso seltener werden wir es sein

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Glücklich sein hat viel mit Dankbarkeit zu tun.
Ich kann von mir sagen das ich mit MS glücklicher bin als vorher.
Die Sichtweise hat sich verschoben.
Vorher war ich mobiler, konnte nie genug Aktivität in den Tag packen und war immer auf der Suche nach dem perfekten Moment.
Heute sehe ich vieles entspannter, genieße die schönen Momente wenn sie da sind und ich bin unendlich dankbar für alles was ich habe. Und damit meine ich nicht materielle Dinge.
Ich habe gelernt loszulassen was mir nicht gut tut und mich über das zu freuen was geht :wink:

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@Daisy Wer könnte dir da widersprechen?

Ich - für mich - kann sagen: "Wenn dieser Kelch an mir vorübergegangen wäre, wär’s auch in Ordnung gewesen.":wink:

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Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein.

Voltaire
| Autor, Historiker und Philosoph der französischen und europäischen Aufklärung (1694–1778)

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@shitman Ohne Voltaires Gesundheitszustand im Detail zu kennen, habe ich das Gefühl, dass das sprichwörtliche Pferd von hinten aufgezäumt wird…

Bin ich bei dir :smile:
Den Kelch hätte ich jetzt auch nicht so unbedingt gebraucht… Aber zurück geben ist irgendwie nicht…
:cocktail: also machen wir ihn doch halb voll :wink:

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Schwer zu prüfen.
Seit 1778 verstorben

Immerhin lebte er 84 Jahre

Voltaire (1694–1778) war zeit seines Lebens kränklich und von schwächlicher Konstitution, was ihn jedoch nicht daran hinderte, ein extrem produktives Leben zu führen. Seine Krankheitsgeschichte ist geprägt von chronischen Beschwerden, die er oft mit seiner Arbeit und seiner “unruhigen Seele” in Verbindung brachte.
Wikipedia

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Ist das jetzt die österreichische Melancholie, das Geburtsrecht aufs Fad sein?

Exkurs:

Die österreichische Melancholie, oft als „Wiener Morbidität“ bezeichnet, ist eine kulturelle Grundstimmung, die zwischen Schwermut, Faszination für den Tod und ästhetischem Genuss schwankt. Sie wurzelt im Zerfall der Habsburgermonarchie, spiegelt sich in Literatur und Musik wider und ist als „bittersüßes“ Lebensgefühl präsent.

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Also ich hätte auf diesen Sch… verzichten können. Dieses ganze komplett Paket mit den vielen Erkrankungen. Zuerst war die MS mild und dann war da auf einmal gar nichts mehr mild.

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84 Jahre. Und das zu DER Zeit! Chapeau;)

Na wenn er das schafft… Sollte das für uns eine Kleinigkeit sein!

Auf geht’s: Schlurf, humpel, keuch, ächz :wink:

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Falscher Baum… Bitte an Daisy wenden :wink:

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Mein Vater hat gelesen, dass man bei MS mit seiner Kraft haushalten soll. Seit dem höre ich regelmäßig, dass ich mich hinsetzen soll und ausruhen soll. Aber nicht wenn ich es brauche sondern wenn er denkt, dass es Zeit dafür ist. Und er denkt ausruhen besteht daraus, sich auf ein Sofa zu setzen und Nachrichten zu lesen. Das stresst mich mehr als auzuräumen.
Er meint es gut aber er versteht nicht, dass nicht jeder Mensch Stress anders wahrnimmt und verarbeitet.
Ansonsten kenne auch ich die Aussage: Ich kenne da jemand mit MS, der packt das alles total gut, jammert nicht etc… Auch wenn es nicht so gemeint ist mega nervig.

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Was ich glaub ich, am häufigsten gehört hab waren so ähnliche Sachen wie: Waaas, du hast MS? Man sieht ja gar nix. Die kognitive Seite der MS und dass man zu allem, was man tut, einfach auch sein Gehirn braucht, ist vielen Leuten anscheinend eher unbekannt. :smile: Oder dann so Sachen wie: Ja, ich bin heute auch so müde.

Aber bei all dem, womit man da so konfrontiert wird hilft es, mal zu überlegen, ob man selber auf alle Lebenslagen und Situationen immer 100% korrekt, einfühlsam, top informiert und stets im Sinne des Gegenübers reagiert. Oft ist es einfach Unsicherheit, Unbeholfenheit, Überforderung oder Zeitmangel dabei. Vielleicht hat die Person selbst grade ganz viele Baustellen im Hintergrund. Das alles lässt sich klären, wenn beide Seiten interessiert daran sind. Wenn nicht, ist das eben so und wäre reine Zeitverschwendung, sich damit zu befassen.

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@Bluna “[…] dass man zu allem, was man tut, einfach auch sein Gehirn braucht, ist vielen Leuten anscheinend eher unbekannt”

Was - wenn man sich die Wahlergebnisse anschaut - niemanden zu überraschen braucht :wink:

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Stimmt. Glück ist so flüchtig.

Aber es stimmt für mich, dass ich zufrieden bin.
Mehr, als ich es meistens als gesunder Mensch war.

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@Paule Auf “zufrieden” können wir uns einigen. Manchmal. Meistens fuchsteufelswild. Aber gelegentlich auch mal zufrieden :wink:

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Besonders schlimm ist es, wenn nahe Verwandte einfach nicht fähig zu Empathie sind…

Ich hab hier im Flur vor ca. 3 Jahren den alten kaputten Teppich raus gerissen… was seit dem immer noch so aussieht, weil Alle, die eigentlich helfen wollten es entweder vergessen haben, oder dachten, das macht sich von allein irgendwann. Dann hatte ich auch ca. 2 Jahre eine starke Depression, was mich auch persönlich m weitermachen gehindert hat. Das liegt hier jetzt seit fast 4 Jahren brach, und meine Energie kommt nur langsam zurück…

Nun hab ich gestern Vinylplatten in Holzoptik gekauft, die heute geliefert wurden, als meine Mutter gerade zu Besuch war - Sie fing dann damit an, wie schlimm es ja ist, dass ich immer mit Allem allein bin., und keiner hilft… - als ich dann sagte, dass mir dieses Thema grad zu viel ist, weil es mich immer runterzieht und mir den Resttag versaut, und ich deswegen über etwas anderes reden möchte, ignoriert sie das, wie oft, komplett und redet weiter darüber wie blöd das ja Alles bestimmt für mich ist…

Seit Jahren versuche ich ihr klarzumachen, jedesmal wenn das vorkommt, dass ich mich mit meinen Bedürfnissen ignoriert fühle, und mich das traurig macht… und darf mir dann noch anhören, das wäre ja nicht so schlimm, man hätte doch nur kurz nicht nachgedacht, Blabla - und jedes mal bin ich wieder so doof, das ich versuche mich und die Situation zu erklären, anstatt einzusehen, das selbst nahestehende Menschen nicht davor schützen ignorant behandelt zu werden.

Ich glaube ja, dass es mal wieder ein “Versehen” war, aber nach jahrelangen Versuchen durch Erklärungen mehr Verständnis zu bekommen, erscheint selbst das aussichtslos, egal wie man es sich wünscht…

Sorry für den Roman… sollte eigentlich kürzer werden.

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scheint vielen Menschen völlig unbekannt zu sein - vielleicht fehlt da Gehirn… :man_shrugging:

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Ja, das ist immer das Problem. Die verstehen die Fatigue nicht. Ich würde deinem Vater doch noch mal irgendwie klar machen, dass er das bitte sein lassen soll. Ich glaube, dann wird’s irgendwann echt nervig. Es gibt eben die geistige und die körperliche Fatigue.

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