Hey ihr Lieben,
ich bin neu hier und noch gar nicht sicher ob ich betroffen bin. Ich war die letzten 5 Tage zur Abklärung in einer Klinik und es wurde u.a. ein MRT, diverse Nervleittests, und eine Lumbalpunktion gemacht. Gestern wurde ich entlassen, mit Migräne mit Aura, chronisches Fatigue-Syndrom und einem vorläufigen Entlassungsbericht für meinen Neurologen.
Es wurde mir gesagt dass noch nicht alle Werte der Punktion vorliegen und diese nachgereicht werden. Soweit so gut. Zuhause angekommen, hab ich mir natürlich die Unterlagen angeschaut und war nicht schlecht erstaunt, als ich in den Laborbefunden gelesen habe “entzündlicher Prozess im ZNS”. Außerdem ist der Kappa Index Wert bei 187,65. Der soll wohl unter 3,43 liegen.
Habe auch schon in der Klinik angerufen und gefragt was es damit auf sich hat und warum mir das niemand gesagt hat, aber natürlich ist am Wochenende kein Arzt dafür zu sprechen und die Schwester meinte nur “… wenn es was AKUTES gewesen wäre, hätte man sie nicht entlassen…” und ich solle die ausstehenden Werte (OKB und noch was… ) abwarten, das dauert 4 Wochen!!! Deshalb meine Frage hier: Hat jemand von euch vielleicht Erfahrungen damit?
Vielen Dank dafür und liebe Grüße 
4 Wochen?
Meine letzte LP lieferte am Folgetag die Ergebnisse, ohne die hätte man mich nicht entsprechend behandeln können. Eigenartig.
Bei Laborbefunden sollte das am nächsten Tag vorliegen… war bei mir so. Wo schicken die das denn hin wenn das 4 Wochen dauert. Unser Blut der Familie wurde mal in ein Speziallabor nach göttingen geschickt. Da waren alle Befunde nach 3 Tagen da. Kann Mir das nur so erklären das die im Zuge des Klimawandels auf Ochsenkarren umgestellt haben statt Auto. Was anderes fällt mir da nicht ein.
Der Befund liegt ja teilweise vor. U.a der Kappa Index usw.
Aber weiter unten heißt es dann:
Ausstehend: oligoklonalen Banden sowie Reiber-Schema; Aquaporin- und MOG-Antikörpern
Meine Blutwerte lagen auch am nächsten Tag vor. Ich war in einer Uniklinik.
So unbefriedigend es für dich ist und wahrscheinlich für uns alle hier zu Beginn war, jetzt heißt es abwarten. Um die Diagnose MS stellen zu können Bedarf es nunmal die Erfüllung einiger Kriterien und vor allem der Ausschluss anderer ZNS Erkrankungen ( z.B. Guillain Barre syndrom, Neuroborreliose, u.s.w ). Eine endgültige Diagnose kann daher erst nach vorliegen aller Ergebnisse, insbesondere der LP gestellt werden. Das es in deinem Fall 4 Wochen dauern soll ist allerdings kaum zu glauben oder zumindest mal ungewöhnlich lange, vielleicht haben die eher gemeint, das dein Neuro in vier Wochen den Bericht bekommt, denn die dauern in der Regel lange bis die Klinik die an die niedergelassenen Ärzte schicken.
Ich drücke dir die Daumen und bis dahin nicht verrückt machen, auch ein besonders hoher einzelner Wert muss noch nichts heißen, hatte ich auch schon mal beim Endokrinologen. Bei dem einzigen den wir haben sieht man grundsätzlich kein Arzt, man bekommt beim Termin lediglich Blut abgenommen und Wochen später bekommt man dann die Ergebnisse per Post plus einen kurzen Befund von dem Arzt. Bei mir war ein Wert der kleiner als 10 sein sollte im vierstelligen Bereich, im Befundsbericht war dieser Umstand mit keiner Silbe erwähnt oder erklärt worden und natürlich hat mich das auch sehr verwundert und habe in der Praxis angerufen, die Dame am Telefon meinte dann nur, wenn es eine Rolle gespielt hätte oder es Grund zur Besorgnis gäbe hätte dazu was im Bericht gestanden, da dort nix steht wird das wohl alles in Ordnung sein. Später habe ich dann erfahren, das der Wert aufgrund einer bestimmten Erkrankung ( die mir bereits bekannt war ) bei mir so außergewöhnlich hoch ist, aber das alles in Ordnung ist. Also nicht aufgrund eines Wertes beunruhigt sein, das muss nicht immer was heißen und selbst wenn braucht es vielleicht auch da zur näheren Einordnung noch die restlichen Ergebnisse aus der LP .
Was sagt das MRT?
Der komplette Befund der lumbalpunktion hat bei mir auch einige Zeit gedauert.
"MR Craniell nativ uhd n. KM (lnjektomat) vom 13.10.26
Befund: cMRT vom 16.10.2008 zum Vergleich DWI/ADC-Map ohne Nachweis einer fokalen Diffusionsstörung im Sinne einer frischen Ischämie. Mittelständiger Interhemisphärenspalt. Vereinzelte punktförmige Gliosen des Marklagers bihemisphärisch supratentoriell in unspezifischer Lokalisation sowie prominente Gliose, rundlich, im Marklager links frontal von ca. 3\mm. Kein Nachweis einer Raumforderung des Kleinhirnbrückenwinkels. Retention in Mastoidzellen links. Freie Belüftung der Nasennebenhöhlen bei Schleimhautschwellung des Sinus maxillaris bds. sowie im Sinus sphenoidalis. Retrobulbärraum
soweit beurteilbar seitensymmetrisch unauffällig. SWI ohne Nachweis von pathologischen Suszeptibilitätsartefakten. Unauffällige Signalgebung des miterfassten zervikalen Myelons. Diskrete Protrusion des hinteren Längsbandes im Bandscheibenfach HWK\3/4 und HWK 4/5. Nach Kontrastmittelgabe kein Nachweis einer zerebral pathologische KM-Affinität. Vereinzelte
Gefäßanschnitte. Beurteilung: Bei starker Platzangst trotz Gabe von Tavor erfolgte die Untersuchung ohne Kopfspule mit der Körperspule. Dementsprechend gering eingeschränkte Bildqualität.
Kein Nachweis einer zerebralen Akutpathologie. # Vereinzelt punktförmige Gliosen des Marklagers bihemisphärisch supratentoriell sowie
singuläre rundliche prominente Gliose im Marklager links frontal neu zu 10/2008 DD unspezifisch-mikroangiopathisch DD Z.In. migränösem lnfarkt # Kein Nachweis einer pathologisch KM-affine Raumforderung oder entzündlichen Floridität der
Läsion links frontal."
Klingt unauffällig.
Ja, wahrscheinlich hast du Recht. Aber es ist gar nicht so einfach sich nicht an diesem einen Wert aufzuhängen 
Klingt nach einer wenig aktiven MS. Offenbar gab es Bilder von 2008 zum Vergleich, wenn ich das richtig verstanden habe ist eine einzige größere Läsion dazugekommen.
Der Befund von der lumbalpunktion ist wichtig. Diese Kappa leichtketten waren erhöht, ja?
Anmerkung, du bist ein klaustrophobischer tropf der was nicht in die Röhre will 
Die OKB dauern paar Tage und aqp4 und mog schicken sie nach Lübeck zum Labor Stocker/ Euroimmun. Dat kann etwas dauern
Genau, ich war damals wegen Kopfschmerzen in der gleichen Klinik zur Behandlung, deswegen liegt noch ein altes MRT vor.
Richtig, einmal steht da dieses hier:
L/S-Quotient IgG (I) (x1000): entzündlicher Prozess im ZNS
Ich sehe welche Zahlen fett markiert sind:
4,87/H (IgG Liquor)
0,88/H (IgG Index)
9,62/H (fr. Leichtketten)
1,01/H (L/S Quotient Kap)
187,65/H (Kappa Index QKa)
Und ja, ich brauche da schon mehr als eine Schmelztavor um mit dem Helm in dem MRT liegen zu können 

Aber grundsätzlich ist doch was gefunden worden, oder bin ich jetzt komplett falsch?
Ein entzündlicher Prozess im ZNS klingt für mich nicht nach “Migräne mit Aura und chronisches Fatigue-Syndrom”
Gliosen hat man je nach Alter sowieso, bei Migräne erst recht, soweit ich weiß.
Bei MS sind die etwas anders, an bestimmten Stellen.
Versuche ruhig zu bleiben, wenn alle Ergebnisse da sind, ggfl mit Neurologen sprechen