Hallo zusammen,
ich befinde mich derzeit in der Diagnostik, befürchte jedoch, dass es in einer Fehldiagnose münden könnte.
Kurz die Hintergründe:
Schädel-MRT weist ca. 20 Läsionen auf, keine davon aktiv, also keine Aufnahme von Kontrastmittel. Kriterien nach McDonald räumlich formal erfüllt. Kleinhirn, Hirnstamm nicht betroffen. Liquorräume altersgemäß (bin 49 J.).
Befund Lumbalpunktion:
Keine OKG, keine Zellen, keine intrathekale Immunglobulin-Synthese (0%),
Einzige Auffälligkeit: Schrankenstörung, der Albumin-Quotient liegt bei 14,7. Also mittelgradig undichte Blut-Hirn-Schranke.
MRT LWS ohne Befund. MRT HWS vor 7 Monaten: Bandscheibenvorfall, Bandscheibenvorwölbung, Fehlhaltung, und leichte knöcherne Foramenstenose. Keine Myelopathie. Keine Läsionen.
Neurologische Symptome seit ca. 2 Jahren: Sensibilitätsstörungen in den Beinen (vor allem links), in beiden Händen und allen Fingern, Druckgefühl in beiden Waden, pelzige Lippen, Wortfindungsstörungen, Vergesslichkeit…alle Symtome mal mehr, mal weniger.
Nun unterliege ich aufgrund eines genetisch bedingten sehr hohen Lp(a) Wertes, und dadurch bereits Plaques in beiden Halsschlagadern und der Bauchschlagader, einem sehr hohen kardiovaskulären Risiko.
Meine Frage:
Könnte eine bestehende Mikroangiopathie oder andere vaskulär bedingte Phänomene, in bildgebenden Verfahren mit MS-spezifischen Läsionen “verwechselt” werden? Die Behandlungsansätze wäre zum Teil grundlegend verschieden, ob vaskuläre oder entzündliche Ursachen angenommen werden. Zum Teil auch sicher kontraproduktiv.
Vorab herzlichen Dank für Eure Gedanken.
Liebe Grüße
Robert

