Hallo zusammen,

ich schreibe wegen meiner Mutter und hoffe, dass vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

Meine Mutter ist 67 Jahre alt und hat seit etwa 20 Jahren Multiple Sklerose. Die Erkrankung ist über die Jahre langsam fortgeschritten. Sie sitzt im Rollstuhl und kann Arme und Beine nur noch sehr eingeschränkt bzw. gar nicht mehr bewegen.

Seit mehreren Wochen hat sie starke Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und gleichzeitig im Unterbauch. Die Schmerzen werden von ihr als brennend und ziehend beschrieben.

Das Besondere ist, dass die Schmerzen nicht jeden Tag auftreten, sondern seit Wochen in einem sehr auffälligen Rhythmus: genau jeden zweiten Tag.

An den guten Tagen hat sie überhaupt keine Schmerzen (0/10).

An den schlechten Tagen beginnen die Schmerzen morgens, werden im Laufe des Vormittags stärker und erreichen etwa 8 von 10 Punkten. Dann halten sie praktisch den ganzen Tag an. Am nächsten Tag sind die Schmerzen wieder komplett verschwunden. Dieses Muster wiederholt sich seit Wochen.

Die Ärzte in der Neurologie haben selbst gesagt, dass sie sich diesen exakten Zweitagesrhythmus nicht erklären können.

Bisher wurden sehr viele Untersuchungen durchgeführt:

  • Blasenuntersuchung unauffällig
  • Frauenarzt unauffällig
  • CT des Bauchraums unauffällig
  • MRT durchgeführt
  • Röntgen der Lendenwirbelsäule ohne Bruch
  • stationäre Aufnahme auf einer neurologischen/MS-Station in Innsbruck

Im CT bzw. MRT wurden lediglich ältere Veränderungen an der Wirbelsäule gesehen, die laut Ärzten von einer früheren Entzündung stammen könnten. Eine aktive Entzündung wurde jedoch ausgeschlossen.

Folgende Medikamente wurden bisher ausprobiert:

  • Novalgin (Tropfen und Infusion)
  • Diclofenac
  • Psychopax

Novalgin und Diclofenac haben praktisch nicht geholfen.

Nach Psychopax wurde sie sehr müde, konnte kaum noch sprechen, ihre Augen fielen zu und sie schlief mehrere Stunden. Die Schmerzen waren danach etwas besser, aber nicht dauerhaft verschwunden.

Die Ärzte haben bisher keine klare Ursache gefunden. Ein Neurologe hat die Möglichkeit von muskulären Beschwerden erwähnt.

Meine Frage an euch:

Hat jemand mit langjähriger oder fortgeschrittener MS schon einmal ähnliche Beschwerden erlebt – insbesondere diesen ungewöhnlichen Rhythmus mit starken Schmerzen nur jeden zweiten Tag?

Falls ja:

  • Was war letztlich die Ursache?
  • Welche Untersuchungen haben weitergeholfen?
  • Welche Behandlung oder Medikamente haben geholfen?

Vielen Dank für jede Rückmeldung. Jede Erfahrung könnte uns weiterhelfen.

Herzlich willkommen.
Habt ihr mal an Morbus Bechterew gedacht? Ist nur so ein Gedanke, aber der Rhythmus von zwei Tagen ist schon seltsam. Liebe Grüße

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Hallo Marco!

Lass mich zuerst sagen, wie schön ich es finde, dass du dich so lieb um deine Mutter kümmerst!

Zu deiner eigentlichen Frage:

Ich bin selbst langjährige MS-Patientin (45 Jahre alt, 24 Jahre MS).

Die Beschwerden deiner Mutter kommen mir nicht bekannt vor; der Rhythmus der immer wieder auftretenden Schmerzen ist tatsächlich merkwürdig.

Ich wünsche dir und deiner Mutter alles Gute!

Liebe Grüße
Parichehr

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Nein, der Rhythmus ist schon sehr seltsam. Normalerweise starke Nervenschmerzen, das sind Brennen in den Beinen. Über 24h. Medikamente können das lindern, aber nicht komplett abstellen. Ich habe meistens sehr oft ein Problem mit dem ISG Gelenk. Das bereitet dann auch sehr viele Probleme im Sitzen bzw. auch im Liegen. Starke Schmerzen an der Lendenwirbelsäule. Versucht doch einfach mal Physio. Vielleicht kann durch Physio etwas verbessert werden.

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Hi Marco,

es könnten z.B. auch eine Art neuropathischer Schmerz nach einer nicht eindeutigen Gürtelrose Infektion sein, aber für MS sehr ungewöhnlich ist auch meine Meinung.

Ich fürchte da wirst Du auf diesem Weg wenig erreichen, aber ich finde Deine Initiative super!

Viel Glück :four_leaf_clover: :four_leaf_clover: :four_leaf_clover:

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Das einzige was mir zu dem Rhythmus einfallen würde, wären Medikamente, wo der Spiegel halt nach einiger Zeit nachlässt bis man die nächste Dosis nimmt. Aber wenn sie ca alle 48 Stunden irgendwas nehmen/bekommen würde, wärt ihr wahrscheinlich schon selbst auf sowas banales gekommen. :thinking:
Ich drück die Daumen, dass die Ursache fix gefunden und beseitigt werden kann. Richtig blöd sowas.

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Ich habe die Erkrankung auch schon lange und kenne diese Schmerzen nicht. Da die Neurologen nichts gefunden haben, könnte es auch etwas aus dem rheumatologischen oder orthopädischen Bereich sein. Wie zum Beispiel schon erwähnt Bechterew oder eine Störung am Iliosakralgelenk.

Mehr fällt mir dazu leider nicht ein. Euch alles Gute und gute Besserung.

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Wie ist der Stuhlgang Rhythmus deiner Mutter? Geht sie selber aufs WC oder trägt sie Windeln oder wird sie aktiv ausgeräumt?

Ich denke nur vor mich hin: So starke Schmerzen koennen eigentlich nur Nerven verursachen. Der Rythmus liesse sich durch Entspannung und Spannung eines Muskels/Lage erklaeren.

Schmerzen = Verlagerung = Entspannung. Entspannung - in die alte Lage = Schmerzen. Meine Sicht: Durch falsche Haltung wird ein Muskel angespannt, der auf einen Nerv drueckt.

Ich wuerde einen Physiotherapeuten konsultieren.

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MB/AS verlaeuft wie MS in Schueben. Die Schmerzen sind waehrend eines Schubs andauernd.

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Hi, danke für die Antwort.
Sie war schon beim Rheumatologen.
Da ist nix rausgekommen

Hi

Ja genau das ist ja das merkwürdige. Allerdings hat sie mir gestern gesagt wenn sie sich hinlegt und die Beine auf einen Ball z.b hochlagert dann ist das Schmerz viel viel besser.
Und der Physiotherapeut hat das letzte Mal schon gesagt dass da unten alles total verhärtet ist.
Danke ich wünsche dir auch alles Gute

Das macht alles mein Vater. Er hebt sie aufs Klo und muss mit Massagen mithelfen dann geht es

Hallo, ich habe jetzt kein richtiges Krankenbett. Aber ich lege unter meine Kniekehlen ein Kissen. Das tut mir gut. Weil mein Physio das auch immer macht während der Behandlung. Anders kann ich gar nicht mehr schlafen. Wenn sie nur noch sitzen und liegen kann, klar kriegt sie da auch orthopädische Probleme.

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Hallo Marco,

ich hab mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen.

Ich tippe auf ausgeprägte Spastik. Für den eigentümlichen 2-Tages-Rhytmus hab ich keine Erklärung.

Liebe Grüße
Parichehr

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Sind das vielleicht Koliken?

Denn ein träger oder gelähmter Darm oder eine gestörte Peristaltik kann ganz schöne Bauchschmerzen verursachen. Und nur weil regelmässig Stuhlgang ausgeschieden wird heisst das noch lange nicht, dass der Darm leer ist bzw. ein träger Darm kann ganz schön überfüllt sein.

Wenn deine Mutter einen Entleerungsrhythmus von 2 Tagen hätte, dann wäre das ein Hinweise, dass ihre Schmerzen nicht nur korrelieren sondern vielleicht auch kausal damit zusammenhängen.

So eine Beobachtung würde die Vermutung unterstützen.

Hallo Marco01,

mit Diclofenac und Novalgin hat deine Mutter bisher nur peripher am Ort des Schmerzes angreifende (leichtere) Schmerzmittel erhalten. Diese wirken bei neuropathischen Schmerzen nicht.
Psychopax, sprich Diazepam oder auch Valium genannt, ist dosisabhängig ein Beruhigungsmittel oder Schlafmittel, das auch auf die Muskulatur entspannend wirkt.

Vielleicht sollte der behandelnde Neurologe deiner Mutter versuchsweise ein speziell für neuropathische Schmerzen bestimmtes Schmerzmittel verordnen, das zentral im Gehirn angreift.

LG und deiner Mutter gute Besserung

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@Marco01
Hallo Marco,
Diese rythmischen Schübe lassen mich an eine chronische Schwermetallvergiftung denken. Bei einem Schub mit Schmerzen hält man sich zurück. Der Schub durch mobilisiertes Schwermetall wie Quecksilber oder Blei lässt nach. Am nächsten Tag ist man beschwerdefrei und aktiver. Das bewirkt wieder eine Ausschüttung von dem oder den Schwermetallen was zu Nervenreizungen mit Schmerzen führt. So etwas habe ich seid dem Jahr 1997 immer wieder erlebt. Ab dem Jahr 2001 habe ich das Antidot “DMSA” (Dimercapto Bernsteinsäure) verschrieben bekommen, musste es jedoch selber bezahlen. Nachdem ich in Schweizer Krankenhaus Unterlagen die korreckte Einnahmevorschrift gefunden hatte ( 20 milli Gramm Pro Kg Körpergewicht) war ich wieder arbeitsfähig. Ich habe dazu zwei Beiträge hier im Forum Geschrieben. Ich habe alle Symptome von MS. Jedoch hat mich kein Arzt daraufhin untersucht. Habe also von Ärztlicher Seite keinerlei Hilfen erhalten. Nur diverse Diagnosen ohne Therapieangebote. Mir wurde jedoch von meiner Betriebsärztin eine Chronische Quecksilbervergiftung und in einem Umweltmedizinischen Institut eine Quecksilber und Thiomersal Allergie bescheinigt. Habe als Elektronikentwickler seid meiner Kindheit Bleihaltiges Lötzinn verarbeitet und deshalb auch eine Chronische Bleivergiftung weswegen ich seid kurzem auch das Antidot “E385” (Kalzium-Dinatrium-EDTA) einnehme. Eine Bleivergiftung konnte man sich auch aus den Bleirohren einer Hausinstallation oder dem Straßenverkehr durch das Antiklopfmittel im Benzin “Bleitetraäthyl” holen. In der Nähe von Kraftwerken ist wieder das freigestzte Quecksilber das Jährlich bis zu einer Tonne pro Jahr frei wird die Vergiftungsursache. Allerdings ist in letzter Zeit der Fischgenuss eine Hauptursache da das von den Fischen mit der Nahrung aufgenommene Quecksilber fast nur noch als Methylqucksilber das 100-1000 mal so giftig ist wie metallisches Quecksilber vorliegt. Die Fische enthalten inzwischen ähnliche Konzentrationen wie die in der Japanischen “Minimata Bucht” die unter den dortigen Menschen zur Katastrophe geführt hatte. Es waren mehrere Tausend Menschen betroffen die zum Teil verstarben zum Teil schwerste Schädigungen erlitten. Ein Indiez das ein Schwermetallproblem vorliegen kann ist auch die Abscheu gegen Knoblauch oder Zwiebeln die eine Art Antidot enthalten, das aber meist zu wenig ist um eine Ausscheidung zu bewirken aber Schwermetalle im Körper mobilisiert, die Beschwerden und Schäden verursachen.
Buebchen