Hallo allerseits,

das Thema wurde zwar schon wirklich ausführlich diskutiert, dennoch wollte ich einmal gerne wissen, wie andere Betroffene mit diesem Risiko umgehen. Ich werde nun knapp über zwei Jahre mit Tysabri behandelt und die Wirksamkeit könnte eigentlich nicht besser sein. Heute habe ich allerdings gelesen, dass das Risiko, unter Tysabri an einer PML zu erkranken, nun doch sogar noch höher als 1:1000 sein soll.
“Während bislang kein MS-Patient mit einer Behandlungsdauer von weniger als einem Jahr an PML erkrankte, schätzte der Hersteller das PML-Risiko Anfang 2011 auf 1:534 bei einer Behandlungdauer von einem Jahr oder länger beziehungsweise auf 1:415 für eine Behandlung über zwei Jahre oder länger.[9] Die deutsche Arzneimittelbehörde ging 2010 von einem Risiko von 1:263 innerhalb von drei Jahren nach Therapiebeginn aus.[10]”
JIch mache mir jedenfalls große Sorgen aufgrund dieser Zahlen. Wie geht es euch damit? Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen.

LG,
aeiou

Das Zitat stammt übrigens von der folgenden Seite: http://de.wikipedia.org/wiki/Natalizumab
Dort finden sich auch die Verweise zu den beiden Aussagen.

LG,
aeiou

Hallo!
Auch für mich ist im Moment das Thema Tysabri und PML brandheiß.
Ich habe jetzt 59 Infusionen hinter mir und meine Ärztin hat mich auf J.C.-Viren, die ja PML verursachen getestet.Das Ergebnis war positiv, sprich, ich trage diese Viren in mir.
Nun wird mir das Risiko zu heikel und ich erwäge Tysabri zu beenden, wenn auch mit einem weinenden Auge, weil es mir äußerst gut getan hat und ich keine Schübe oder Krankheitsverschlechterung mehr hatte.
Nun habe ich Angst davor wie es weiter gehen wird.Muss wieder auf eine “alte” Basistherapie umwechseln.
Wie gesagt, mir ist das Risiko zu hoch, jetzt wo ich weiß dass ich diese Sch…-Viren in mir trage.
LL

Liebe LL,
erst einmal herzlichen Dank für deine Antwort.
59 Infusionen…Du warst also eine der ersten mit Tysabri. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse würde ich aber an deiner Stelle ebenfalls die Therapie abbrechen. Hast du deine Ärztin gefragt, ob eventuell nach ein paar Monaten Pause ein Umstieg auf die neue orale Behandlung (Fingolimod) denkbar wäre? Die Nebenwirkungen sind, soweit ich weiß, nicht ganz so schlimm wie bei Tysabri, die Wirksamkeit jedoch angeblich hervorragend. Vermutlich hält sich deine Begeisterung bei dem Gedanken, wieder Interferon spritzen zu müssen, auch sehr in Grenzen.
Sag doch bitte Bescheid, wenn du mehr weißt.
Schöne Grüße,
Stefan

Also wenn Ihr Euch Gedanken über die NW’s von Tysabri macht solltet IhrEuch genauso über die NW’s von Fingolimod informieren. Krebs u Epilepsie sind bei allen positiven Wirkungen keine Bagatelle. Zudem sollte man mit einem verantwortungsvollen Neuro sprechen ob das Medi mit der bisehrigen Therapie vereinbar ist. Bei hat der Neuro gestreikt. Ok bei meinem körperlichen Zustand bekomm ich sowieso nix schärferes als Corti… (Spargeltarzan)
LG Idefix

hallo,

mich hat deine aussage, dass dich deine ärztin auf JC Virus getestet hat, interessiert.
Wie kann man sich da testen lassen? Reicht da eine blutabnahme?

Wie sicher ist dieser test?

Lg