Ein großes Wort in Zeiten wie diesen…
Ja, das ist richtig. Aber auch in diesem Fall gibt es nicht nur schwarz und weiß. Auch bei wichtigen Verpflichtungen gibt es zum Glück meistens die Möglichkeit, dieses “Tun” für uns so zu gestalten, daß das Überlastungsrisiko geringer wird. Wir haben also gewisse Spielräume.
So daß zum Beispiel trotz Verpflichtung Pausen eingeplant und auch eingefordert werden. Auch wenn wir unsere Pflichten erfüllen, dürfen wir trotzdem für uns sorgen. In einem gewissen Spielraum sollte das immer möglich sein. Also auch hier zwischen Geben und Nehmen einen gewissen Ausgleich schaffen.
Wann Stress schädlich werden kann ist wenn man aus seiner gezwungenen Lage/Situation die einen unter Druck setzt, nicht raus kann, da gibt es etliche und da ist ein guter Freund/ Freundin sehr sehr wichtig.
Bei Gesprächen kann sehr viel Last abgeladen werden, das sollte nicht unterschätzt werden wie wertvoll das ist.
Denn jeder hat irgendetwas zu berichten was einen belastet da man ja auch Mensch ist und was fühlt. Emotionale Menschen benötigen mehr Aufmerksamkeit denke ich.
VG
Ich glaube, wir reden von verschiedenen Dingen. Bei langanhaltendem Dauer-Stress nützen bei mir Pausen und Aufmichachten nichts, da davon diese Daueranspannung, Alarmstimmung nicht weggeht. Das löst sich erst einige Zeit, nachdem die Situation gelöst ist.
@MiaH Bei mir war es ähnlich, die MS Diagnose bekam ich vor 10 Jahren ungefähr ein Jahr nachdem es zur Lösung einer lang andauernden Dauer-Stress Situation gekommen war.
@Andy345 Ja, Gespräche oder auch Austausch in Foren entlasten, auch wenn sie keine Lösung bringen.
Es müssen aber Menschen sein, die die Situation verstehen. Als es um unseren Sohn ging, haben mir Gespräche mit Leuten nichts genützt, die nur Musterkinder zuhause sitzen hatten und mir unbrauchbare Tipps gaben. Das gleiche galt für Mitarbeiter in Ämtern, die auch noch mir die Schuld an der Situation gegeben haben.
Es ist so, wie auch hier im Forum viele berichten, dass sie bei anderen in ihrer Umgebung auf wenig Verständnis stoßen.
Jetzt haben mir Mitarbeiter des Flüchtlingsrats sehr geholfen.
Das sehe ich ein bisschen anders. Meiner Meinung nach ist es auch in langanhaltenden Stresssituationen möglich, zwischendrin gezielt abzuschalten. Durch Pausen zum Beispiel, durch einfach mal was anderes machen oder anderes denken. Oder auch ganz grundlegend durch eine Änderung der Perspektive, also die Dinge mal aus einer ganz anderen Warte zu betrachten. All das kann Druck herausnehmen und kann einen die stressige Lage besser überstehen lassen.
Ich habe aus meinen vergangenen Stressphasen gelernt. Jetzt im Nachhinein ist mir klar, durch eine Änderung meiner Einstellungen und meiner Perspektive hätte ich mir viel Stress ersparen können. Mit einer anderen Umgangsweise und einem anderen Verhalten hätte ich diese Phasen wahrscheinlich besser meistern können. Für die Zukunft will ich versuchen, diese Erkenntnisse umzusetzen. Ich weiß noch nicht, ob es mir gelingt, aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg und schon um einiges “geschulter” und “stressbewusster” als früher.
Aha. Glückwunsch, wenn Dir gelingt, z. B. schwerste Erkrankung und nahenden Abschied Nahestehender oder andere schwerwiegende Problemsituationen in Familie oder Umfeld „zum Abschalten einfach mal aus ´ner anderen Perspektive zu sehen“.
Soweit bin ich leider nie gekommen, in solchen Situationen „einfach mal die Perspektive zu wechseln“.
Ich glaube wir müssen nochmal drauf schauen, von welcher Art Stress wir reden.
Das was @Nalini sagt, kann, wenn auf emotionalen Stress angeraten wird, komisch ankommen.
Wenn es drum geht, beim Umzug die Nerven zu behalten, kann es hilfreich sein.
Vielleicht nochmal kurz jede für sich klären, damit es hier nicht zu Reibereien kommt
Ich will nicht sagen, daß das von mir Geschriebene für jede schwere Lebenskrise gilt, die einen ereilen kann. Für die mittelschweren und schweren Stressphasen, die ich hatte, hätte das aber gut angewendet werden können. Ich spreche von meiner Erfahrung mit meinen unangenehmen Stressphasen.
Nach meiner Erfahrung gibt es auch bestimmte Formen emotionalen Stresses, dem mit Entspannung, Abschalten und dem Versuch eines Perspektivwechsels begegnet werden kann. Ein Beispiel ist das Loslösen aus einer unschönen Partnerschaft, wie ich es schon einmal schmerzhaft erleben musste.
Hi Paule,
bin bei Dir.
Zwischenmenschliches ist sicherlich eine andere Kategorie als etwas zu Erledigendes, bei dessen Umsetzung man sich gern selbst unter Druck setzt.
Und da hat sicherlich jeder sein eigenes Rezept im Umgang damit.
Mir hilft immer Innehalten und die Frage: „wie wichtig ist das in 10 Jahren noch?“
Ein Perspektivwechsel geht nie “einfach mal” so. Das ist etwas, das länger dauert und mit viel innerer Auseinandersetzung verbunden ist.
Zum Beispiel bei so etwas:
Ja, da reden wir schon von unterschiedlichen Dingen.
Es ist immer noch wichtig und war ‘alternativlos’. Ich würde es wieder genau so machen.
Ich weiß nicht, zu welcher Perspektive ich hätte wechseln können. Es gab und gibt für mich in diesen Situationen keine andere als dass ich tue, was ich kann.
Zum Thema Perspektivwechsel: Ich schrieb ja nur von meiner Erfahrung und meiner Meinung. Das muss nicht für jeden gelten.
Wie du erzählst, war dein Fall für dich zwar sehr stressig, aber du musstest es tun und es hat sich für dich richtig angefühlt. Du würdest es wieder so machen. Dann ist doch alles in Ordnung.
In diesem Fall würde ich dir nichts anderes empfehlen wollen.
Jede und jeder von uns darf seinen eigenen Weg gehen.