Diese Story klingt für mich nach einem Workaholic, der tatsächlich eine Meningitis, ein Aneurysma und einen Schlaganfall hatte. Im Nachgang entwickelte sich eine psychosomatische Komponente, womöglich ergänzt um einen Burnout. Die “Heilung” ist ein Placebo-Effekt und auch arbeitstechnischem Kürzertreten geschuldet.

Was mich stutzig macht: Kann man überhaupt 120 Stunden pro Woche arbeiten? Ist es möglich, als Familienvater täglich 17 Stunden zu arbeiten an 7 Tagen die Woche? Klingt für mich unglaubwürdig oder muss ja zwangsläufig krank machen.

Weshalb fragt er seinen Chatbot nicht einfach konkret nach den Gründen für dessen Medikamentenauswahl? Da sollte eigentlich schon mehr herauszubekommen sein als die nichtssagende, kurze Begründung.

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Diese ChatGPT Erfolgsgeschichte steht in einem gewissen Widerspruch zum 1. Artikel in Zeit online.

Es hat ja laut Bericht Monate und viele Chats gedauert, bis ChatGPT die Lösung gefunden hatte und auf welcher Logik sie beruht, bleibt unklar.
Also nicht ‘wissenschaftlich’.

Ein Zufallserfolg oder Placebo?
Ist das vergleichbar damit, wenn durch alternative Mittel, Homöopathie, deren Wirkmechanismus nicht nachweisbar ist, Symptome verschwinden?

@Cosmo Eine mögliche Erklärung.
Er hat nicht immer so viel gearbeitet, das kann ja wohl auch auf Dauer nicht gut gehen.
Auf den Schlaganfall hätte man anhand der Symptome und der Vorgeschichte auch ohne ChatGPT kommen können.

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Dieser Fall wäre kein Zufallsprodukt wie die Homöopathie, sondern das Ergebnis von Datenanalyse. Im Gegensatz zu Kügelchen ohne Wirkstoff, korreliert KI zumindest echte medizinische Fakten und Studien aus dem Netz.

ChatGPT versteht zwar keine Biologie, aber es erkennt statistische Muster über Fachgrenzen hinweg besser als spezialisierte Ärzte.

Letztlich füllte die KI hier wohl die Lücke eines überlasteten Systems und ermöglichte dem Patienten – im Stil von „Lorenzos Öl“ – die Rettung durch Eigeninitiative.

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Ja, KI kann eine Chance sein. Die Frage ist für mich auch, wie weit vertraue ich der KI, wenn ich das, was sie mit Überzeugung vorschlägt, nicht mehr überprüfen oder nachvollziehen kann.
Wie es in dem ZON Artikel (vielleicht verkürzt) dargestellt wird, spukt ChatGPT ohne Diagnose oder logische Begründung nach Monaten des Chattens diese Medikamentenempfehlung aus.

Einem Arzt muss ich auch ein Stück weit vertrauen, da ich nicht das Wissen habe um alle seine Empfehlungen im Detail zu verifizieren. Aber seine Überlegungen beruhen auf der gleichen Logik wie meine. Ich kann sie im Prinzip nachvollziehen und entweder zum gleichen oder für mich zu einem anderen Ergebnis kommen.

Ein spannendes und schwieriges Thema.

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Ja mit der Gesundheit und medizinischen Informationen sollte man schon aufmerksam sein und sich nicht zu 100% auf KI verlassen.

Ob KI nun zur Verdummung neigt bezweifle ich sehr, im Gegenteil. Ich gehe oft von einen extrem ins andere da ich wissens durstig bin.

Da gibt es unzählige Dinge auf der die KI immer eine Antwort hat, was 1 Person nie wissen kann.

Sei es komplexe Berechnungen in Mathe,
Sei es komplexe Berechnungen in der Steuer, ALG1,
vor allen Rechtsauskunft, Verdienst, Abzüge, alles wird in sekunden berechnet mit hintergründigen Paragraphen, Vorschriften…

Man muss das Ding nur mit Daten Füttern.

Das Leben ist einfach, kann aber im komplexen Berufsleben kompliziert werden mit der MS als Bremse.

Selbst ausprobieren wer will, :blush:

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Hatte hier nicht schonmal jemand geschrieben, die KI ist nur so dumm wie der der sie nutzt?
Fortschritt und Entwicklung ist lebensnotwendig.
Genauso wie das eigene denken und handeln.

Ich nutze gerne KI, verlasse mich aber dabei auf mein eigenes Kopf und Bauchgefühl.
Und ich habe Vertrauen in meine Ärzte die mich behandeln. Kein blindes Vertrauen, weder in Ärzte noch in KI.
Mitdenken, abwägen, Entscheidung treffen und wenn es gut war freuen, wenn nicht, daraus lernen… :wink:

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Wie du aber selbst weißt, kann man über einen entsprechenden prompt die jeweilige Begründung und Quellen der KI Empfehlung erhalten.

Generell geht diese Frage aber auch zurück auf eine Diskussion vom vergangenen Sommer über ein pharmafinanziertes Whitepaper, in welchem Patienten vernünftige Prompts empfohlen wurden.

Das Fazit war damals:

„… Dieses Whitepaper dient als praktischer Leitfaden, um Künstliche Intelligenz (KI) sicher in die gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient einzubinden. Es bietet konkrete Anleitungen und Prompt-Beispiele, damit Patienten sich besser vorbereiten und Ärzte mehr Zeit für das persönliche Gespräch gewinnen. Wichtig bleibt dabei, dass die KI den Menschen nicht ersetzt, sondern als Werkzeug für eine informierte und empathische Behandlung genutzt wird."

Wäre also wahrscheinlich ein guter Startpunkt, wenn man KI für die eigenen Zwecke vernünftig einsetzen wollte.

Was mich an KI wirklich nervt, ist Folgendes:

Beim Einsatz von KI geht es doch weniger um die Sache an sich (z.B. ein spezielles Problem zu lösen), als vielmehr darum, teures Personal einzusparen, nicht wahr?

Der dazugehörige Soundtrack rund um teure Lohnnebenkosten, die bald nicht mehr zu stemmen sein werden (bei interessanterweise steigenden Gewinnen (nicht überall, schon klar)), ist uns nur zu bekannt.

Daneben das Gejammer, dass wir nur “so kurz” arbeiten. Wir sollten viel länger arbeiten und nicht diesen Mickeymouse-TZ-Jobs, sondern “richtiger”, 40-Stunden-Arbeit nachgehen (können vor Lachen, wenn Kitas immer noch nicht ausreichend vorhanden sind etc.).

Gleichzeitig wird nonstop KI propagiert. Was soll das alles? Was will man von uns? Sollen wir jetzt alle umsatteln und einen auf Programmierer*in/KI-BeauftragteN machen?

Oder schau ich das alles von der falschen Seite her an? Geht es lediglich um die Konsument*innenperspektive?
Weil es - Hausnummer - zu wenig Ärztinnen gibt, die sich entsprechend kümmern, BRAUCHT es KI, einfach um den Bedarf zu decken.

Kommt das eigentlich nur mir absurd vor?

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Da kann sich jeder seine Meinung bilden.

Beispiel aus der Praxis:

Die Erreichbarkeit eines Steuerberaters oder Rechtsanwaltes lässt sehr oft zu wünschen übrig.
Ich war neulich beim Steuerberater und fragte den um einige steuerlichen Details, 90% der Zeit und Geld hätte ich mir sparen können, da ich durch KI bereits viel Vorwissen hatte zu den Themen.

Geschweige schnell einen Termin zu wichtigen Fragen zu erhalten. Die sind alle zugebucht.

Oft kann die KI helfen viele Fragen und Vorgehensweisen
zu erörtern, und strategisch seinen Fahrplan erstellen zu lassen.
Ich denke die Fachkommunity muss sich zukünftig warm anziehen, da KI kostenlos ist.

Nur meine pers. Meinung.

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Aber danke für die Antwort :wink:

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Das sollte man in der Kindheit mitbekommen das sich Erziehung nennt. Das Einschätzen was man tut und was man besser sein lässt, ist zum grössten Teil das Resultat der Erziehung.

Ich habe noch nie jemand für dumm erklärt der in die Bibliothek geht und dort wissensdurstig in den Büchern kramt. Das unterschätzte Problem mit welcher Geschwindigkeit man sich Wissen aneignen kann, ist noch nicht bekannt und wird noch unterschätzt denke ich.

Hey, ich wollte niemanden für dumm erklären!
Vielleicht habe ich mich komisch ausgedrückt, kommt vor. Damit meinte ich, das es immer darauf ankommt für was man KI nutzt. Und selber mitdenken schadet nicht…
:hugs:

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Ich habe dieses verlinkte Whitepaper gerade noch einmal quergelesen. Ja, ich denke, das kann ich anwenden.

Wenn es aber um einen vielstufigen Chat geht, wie in dem ZON Artikel, wo am Schluss ein bestimmtes Medikament steht, könnte ich das nicht mehr nachvollziehen, weil keine menschliche Logik dahinter steht, sondern Wahrscheinlichkeiten, die ich nicht kenne und nicht einschätzen kann. Ab einem bestimmten Punkt müsste ich der KI einfach vertrauen und das tut der Patient ja auch, wie es in dem Artikel beschrieben wird, mit Erfolg.

Du führst als analoges Beispiel Laurenzos Öl an, wo die Eltern über ein Experiment mit Rapsöl, von dem sie in medizinischen Fachbüchern lesen, die entscheidende Entdeckung machen. Ohne jetzt im Einzelnen zu wissen, wie das genau war, kann ich das nachvollziehen.

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Nutzungskompetenz spielt eine Rolle, aber eine untergeordnete. KI ist darauf trainiert, mit weniger KI-affinen Nutzern richtig umzugehen.

KI ist aber tatsächlich so dumm, wie die Quellen, die sie einbezieht und wie gut oder schlecht der Algorithmus programmiert ist. KI neigt zu Halluzinationen. Dann werden frei erfundene Märchen mit völliger Selbstsicherheit als unumstößliche Fakten präsentiert, für die es nicht einen Beleg gibt. Außerdem werden auch minderwertige oder widerlegte Studien, widerlegte Erkenntnisse, Hörensagen und anekdotische Erzählungen aus Foren und Blogs, zweifelhafte Berichte aus Medien und Alternativmedien, Falschinformationen auf Webseiten und andere, qualitativ fragwürdige Quellen von KI verarbeitet.

Der Fall, über den die Zeit berichtet, ist kein Beleg für eine Heilung, noch für eine überhaupt vorliegende, wirkliche Erkrankung. Es könnte sich um einen Placebo-Effekt bei einer psychosomatischen Geschichte mit Burnout-Komponente handeln.

Laut Artikel wurden die Symptome ausgelöst durch eine tatsächlich stattgefundene Hirnhautentzündung. Die wurde dann behandelt, die Symptome blieben kurioserweise und es folgte ein Schlaganfall. Der aber sehr wahrscheinlich einfach nur Ergebnis eines hochgradig ungesunden Lebenswandels. Wer 17 Stunden täglich als Berater arbeitet, 7 Tage die Woche ohne freien Tag, hat keine Zeit mehr für Erholung, körperliche Ertüchtigung / Ausgleichssport, ausreichend Schlaf und anderes Essen außer ungesundem Fast Food. Da sind Infarkt oder Schlaganfall vorprogrammiert.

Der Mann wurde krank und schwach durch eine Meningitis, extrem ungesunden Lebenswandel, vermutlich auch durch Burnout und schließlich noch zusätzlich geschwächt durch Schlaganfall. Seine ominöse Erschöpfungs-Krankheit, von der völlig unklar ist, was es sein soll und ob es sie überhaupt gibt, könnte psychosomatisch entstanden sein, im Nachgang an Meningitis, Schlaganfall, Burnout. Da helfen dann auch mal ein Placebo von ChatGPT und eine Änderung des ungesunden Lebenswandels.

Laut Artikel hat der Mann über Monate ein inniges Vertrauensverhältnis zu seinem Chatbot aufgebaut, nimmt schließlich dessen einzige Medikamenten-Empfehlung ein, die der Bot auch noch so präsentiert, dass eine mögliche Unrichtigkeit dieser Empfehlung gar nicht erst überprüfbar ist. So ist jedem potentiellen Aufkommen von Zweifeln vorgebeugt. Der Mann vertraut also, nimmt die Pillen ein, erwartet eine Wirkung auf seine psychosomatische Krankheit und voilà, es funktioniert.

Eine "Rettung durch ChatGPT’ ist durch diesen Fall nicht belegt. Im Gegenteil, da sind Zweifel angebracht.

BTW:

Ein Screenshot, wo Google Gemini mir selbstsicher verklickern möchte, dass eine Postleitzahl für verschiedene Ortschaften gelten kann. Klassisches Beispiel, wie eine KI aus vernünftigen Quellen in Kombination mit eigenen, falschen Annahmen völligen Unsinn halluziniert. In dem Fall wenigstens sofort offensichtlich, in anderen Fällen halt leider überhaupt nicht erkennbar. Z. B. wenn es hoch fachspezifische Themen sind.

Hi Cosmo,

den live Test hab ich gerade getestet.

Ergebnis…ChatGPT…

Die Postleitzahl 94436 gehört zum Ort Simbach in Bayern, Deutschland.

Simbach liegt im Landkreis Dingolfing-Landau in Niederbayern.

Die includierte KI Abfrage unter Google scheint haluziniert zu sein :upside_down_face:

Da wird es wohl ratsam sein die Finger lieber weglassen von KI, Gemini etc. wenn es viele mehr verwirrt und haluziniert.

Hier mal ein Artikel, das zeigt wieso GPT4o eigentlich keine gute Wahl ist und am Anfang das alte Modell schnell wieder ausgerollt wurde war letztlich, zumindestens für mich, darauf zurückzuführen das sie ein wirklich aggressives Routing gefahren sind auf das der User keinen direkten Einfluss hatte. D.h. die Modellstabilität war bei GPT5 am Anfang noch nicht so gegeben wie sie heute ist.

Andererseits birgt es jetzt auch den Vorteil das derartige Artikel wie hier in dem Thread verschwinden werden.
Gerade bei ChatGPT bin ich sehr, nunja, Eigen. Sprich mit jedem neuen Modell testet man schon, was geht, was hat sich verändert, uvw. Aktuell ist es eigentlich nur das Anthropics Claude viele hochgeladene .py/Scripte anders verarbeitet und entsprechend konsistent bleibt. Einmal hochladen bei GPT und der gesamte Chat ist für die Katze… Es springt als hätte es einen “Sprung in der Platte”. Andererseits, gerade wenn’s um eine entsprechende Ausarbeitung, z.B. bei meinem Use-Case geht merkt man schnell das es deutlich besser trainiert wurde als alle anderen LLMs. Ich vergleiche das gerne mit einem lallenden Besoffenen, das Ding würde verstehen was du von ihm willst, die anderen würden total abweichen und dazu führen das man denkt “was soll der Müll?!”.

Dann sieht man noch solche Videos

Ich glaube, es war schon ganz gut das GPT4o abgeschaltet wurde. Der Palmer würde größenwahnsinnig werden.

Ziehe entspannt das neue Script auf/Patch, wobei nicht mehr als 30min Unterbrechung sein darf, und höre dabei das:

Lese anschließend die Beiträge hier, während ich abschließend eine Stunde warte um zu sehen ob der Bot/Datenkrake ordentlich weiter läuft, irgendwelche Daten vermüllt wurden, ob das “Gehirn” des Bots/Algorithmus läuft, uvw.
Sau entspannend für mich. Sowas war bis vor wenigen Jahren noch total undenkbar.