Moin zusammen,

erstmal find ich super das es dieses Forum gibt, und wie es aussieht wird es auch regelmäßig mit neuen Inhalten gefüllt.

Ich habe mir ein paar Foreneinträge bereits durchgelesen, viele Eindrücke gewonnen und Erfahrungswerte gelesen und finde es super, dass hier ein respektvoller Umgang gepflegt wird.

Ich stehe am Anfang meiner “Karriere” mit MS. Seit mehreren Monaten immer wieder Symptome, die auf eine MS hinweisen. Ich bin Mitte 20 und in meiner Familie gibt es keine MS-Vorgeschichte.

Am Anfang hatte ich gedacht, dass es ggf. an fehlenden Vitaminen oder sonst was liegen würde. Aber der Schubähnliche Verlauf hielt trotz allem an.

Ich habe kurzfristig einen Termin bei einem Neurologen bekommen, und hoffe, dass dieser auch stattfinden wird. Natürlich hofft man nicht auf eine MS-Diagnose, aber ich hoffe, dass der Neurologe meine Symptome ernst nimmt und schnell eine Diagnose finden kann. Mein Hausarzt wollte die Verdachtsdiagnose nicht einmal laut aussprechen sondern hat mich gefragt, was ich denn vermuten würde, was es sein kann. Und dies war nicht einer fehlenden Kompetenz geschuldet.

Meine Hauptsymptome sind Kribbeln, elektrisierender ziehender Schmerz und seit kurzem kleine Lichtblitze im Gesichtsfeld, die ich paar mal pro Tag wahrnehme.

Wenn jemand motiviert ist, würde ich mich freuen, wenn ihr von eurer Erfahrung beim Neurologen berichtet, z.B. welche Diagnostik angewandt wurde etc.

Respekt habe ich vor der Lumbalpunktion, die ja viele scheuen. MRT ist für mich kein Problem. Wie und ob Nervenleitgeschwindigkeit gemessen wird, damit habe ich mich zum Beispiel noch gar nicht wirklich mit beschäftigt.

Ich hoffe ich bin nicht zu neugierig und das solch ein Eintrag im Forum ok ist. Für mich ist es der erste Schritt, mit einer möglichen gesicherten Diagnose umzugehen (Coping).

Gruß vom Rhein

Zett

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Hallo Zett!
Herzlich Willkommen hier. Ich selbst bin erst seit ca. einem Jahr dabei und war damals frisch diagnostiziert. Seitdem habe ich hier viele nützliche Antworten und Tipps bekommen.
Zur Diagnose: Erst einmal ist es ja an sich gut, dass dein Wegnach “nur” wenigen Monaten mit Beschwerden in die Neurologie führt. Ich hatte viele Jahre lang Symptome bis zur Diagnose. Dein Arzt wird dich wahrscheinlich befragen und dann eventuell zum MRT überweisen. Erst wenn sich dort der Verdacht erhärtet (Läsionen gefunden werden) wird dir wahrscheinlich eine Lumbalpunktion angeraten (weil das Auffinden von olikonalen Banden im Liquor die Diagnose absichert). Also mache dir erst Sorgen, wenn es so weit kommen sollte.Dann kannst du hier auch noch einmal nachlesen/nachfragen.
Ich drücke dir die Daumen. Vielleicht sind die Ursachen deiner Beschwerden harmlos, das wünsche ich dir. Und wenn nicht: Hier findest du Unterstützung;-) Alle Gute!

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Danke dir. Ich war der Auffassung, dass MS auch ohne Läsionen existieren kann. Habe nochmal geschaut, und tatsächlich wäre das sehr ungewöhnlich.

Update:

Falls mal wer über die Google Suche auf diesen Thread trifft, hier die Ergänzungen von heute:

Ich war beim Neurologen und wurde Erstuntersucht. Die Körperliche Untersuchung bestand aus:

  • Krafttests (z.B. überkreuzte Arme, Hände fest drücken vom Gegenüber)
  • Augenkontrolle bezüglich der Pupillen
  • Reflextests
  • Empfindlichkeitstest wie z.B. Reize am Fuß
  • Vibrationsempfinden am Fuß
  • Lauftests wie z.B. auf einer Linie laufen

Anschließend ging es zur Blutentnahme. Die genauen Werte, die entnommen wurden, weiß ich noch nicht.

Danach ging es zu Test der Nervenleitgeschwindigkeit. Dazu wurde ein EMG genutzt. Dieses hat mal schwache, mal starke elektronische Impulse abgegeben. Tat tatsächlich teilweise weh, aber man kann sich da gut durchkämpfen und auch sagen, wenn es zu stark ist.

Abschließend noch ein EEG, wo ein Haarnetz die Hirnströme misst. Dazu musste ich 20 Minuten in einem Raum ruhig sitzen bleiben, mit verschlossenen Augen aber durfte nicht einschlafen. Bisschen langweilig und zieht sich, aber man kommt ins Träumen und dann geht das auch.

Jetzt heißt es warten auf das MRT morgen.