Ich kann mir ein Leben ohne meinen Kleinen nicht vorstellen und die anstrengenden Momente werden für mich durch sooo viel entschädigt. Die Schwangerschaft schützt vor Schüben, aber nach der Entbindung besteht ein erhöhtes Risiko :woman_shrugging:
Wenn du dich dagegen entscheidest oder es nicht mehr klappt, kannst du trotzdem ein wunderschönes und erfülltes Leben haben und für dich andere Herzensmomente schaffen :heart: da bin ich mir sicher :people_hugging: und wenn du dich für einen kleinen Fratz entscheidest wird es auch klappen und du wirst erstaunt sein wie viele Kräfte du völlig natürlich mobilisierst :blush:

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Man kann auch ehrenamtlich kleine Menschen beim Aufwachsen begleiten, ohne z.b. schlaflose Nächte und ohne 24/7 Präsenz

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Ja, habe ich. Und ich bin sehr dankbar dafür. Es muss nicht jeder Kinder haben. Aber wenn das Hauptargument (kommt zumindest für mich so rüber, kann natürlich auch anders sein) die Reaktion der anderen ist… Dann finde ich das einfach schade.

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Lieben Dank ihr ganzen Herzensmenschen !!! Ich fühle mich ein Stück leichter …
Leider habe ich diesen Kinder Wunsch früher nicht so gehabt - erst jetzt wo der richtige Mann da ist kann ich’s mir vorstellen …
Und ja das ist eine Entscheidung die man ganz für sich als Paar treffen muss , natürliche habe ich auch Angst und Bedenken , ob dieser Wunsch egoistisch ist wenn man krank ist
Aber ich habe bereits so viel geschafft - hei wir alle stehen jeden Morgen wieder auf und kämpfen gegen diese Krankheit

Ich hatte immer gehofft ich werde einfach schwanger und entscheide mich dann dafür
Bisher ist das aber ausgeblieben

Natürlich habe ich Angst , dass sich die Krankheit verschlimmert - hat sie aber in 5 Jahren bisher auch nicht und das kann sie auch ohne Kind ….

:heart::heart::heart::heart::heart::heart::heart::heart:

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Ich hab einfach Angst , dass sie sich verschlimmert
Was ist denn wenn ich zu wenig Kraft hab für
Ein Kind ??
Finde arbeiten ja manchmal schon hart an der Grenze mit Vollzeit
:confused:

Was ist denn wenn du morgen von einem Bus angefahren wirst?
Sorry, klingt hart, ich meine damit : Herz über Kopf :kissing_heart:

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Ja sehe ich ganz genauso
Dann habe ich wie immer mein Leben zerdacht und nicht gelebt …

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Wenn du diesen Kipppunkt schon erreicht hast,wär Antrag auf Erwerbsminderungsrente eine gepflegte Schwangerschaftsvorbereitung. :wink:

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Tja, ein Kind ist anstrengender. Fulltime-Job.

Du scheinst weiter hin und her gerissen zu sein und dir scheint der nötige Zuspruch deiner Umgebung zu fehlen um deine (berechtigten) Bedenken zu überwinden.

Was mir aus deinen Beiträgen nicht klar ist: Verhütet Ihr oder versucht Ihr, schwanger zu werden?
Du hast mehrmals geschrieben, für wie unwahrscheinlich du es hältst, mit 40 schwanger zu werden. Versucht Ihr es deshalb gar nicht erst?

Diese Statistik entspricht nicht meiner Erfahrung, sondern:
Wenn es sein soll, wird ein Kind auch unter theoretisch ungünstigen bis unmöglichen Voraussetzungen zu euch finden, wenn Ihr ihm die Möglichkeit gebt.
Und dann werdet Ihr es auch schaffen, es liebevoll großzuziehen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob du im Rollstuhl sitzt, sondern ob du mit deinem Leben, so wie es ist, klar kommst.

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Das hast du so rührend geschrieben , ich bin ganz ergriffen …
Nein bisher haben wir es nicht drauf angelegt schwanger zu werden , aber mit NFP würde man da ja schonmal eher ein Risiko eingehen wenn man sich einig ist
Ich frag mich , ob ich mir diese ganzen Fragen auch gestellt hätte wenn ich gesund wäre
Glaube nämlich nein
Und ja du hast recht mein Umfeld bestärkt mich nicht gerade in der Entscheidung Mama zu sein - so nach dem Motto „ viel zu anstrengend für dich „

Ja, mit meinen Kindern gab es einiges, was eigentlich viel zu anstrengend für mich war und ich mir vorher nicht vorstellen konnte, dass ich das kann. Aber ich habe es geschafft.
Ich denke, so geht es vielen in Situationen, die sie sich so nie ausgesucht hätten.

Auch du würdest, wenn es sein muss, einiges schaffen, was du dir jetzt nicht zutrauen würdest.
Konntest du dir vorher vorstellen, mit einer Krankheit wie MS zu leben?

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Genau das, man ist doch überrascht wie viele Kräfte man für sein Kind hat.
Mein Kleiner war ursprünglich nicht geplant. Meine Bipolare Störung ist sicher da bei mir schwerwiegender als die MS und auch diesbezüglich gibt es im Umfeld sicher viele Gegenstimmen mit so einem Krankheitsbild Mama zu sein :woman_shrugging:
ich war ja schon in der Erwerbsminderungsrente, weil ich die Arbeit nicht geschafft habe und dann ein Baby :scream:
aber ich bin medikamentös gut eingestellt, war jahrelang in Therapie (aktuell auf Warteliste zur Fortführung) und bin psychiatrische gut angebunden. Und ich hätte nicht gedacht wie viel Spaß es macht und wie sehr es den Alltag bereichert. Mein Kleiner ist witzig und süß und ich genieße es so ihm beim wachsen zu zu schauen. Dieser kleine Mini me :heart: und ich glaube, dass die Gegenstimmen manchmal falsch liegen, auch wenn ein Krankheitsbild vorliegt, was nicht optimal zum Elterndasein passt. Wichtig ist was man daraus macht.

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Hallo
Der Artikel ist mir grad passender weise begegnet

Ich habe 4 Kinder drei jung bekommen lang vor der Diagnose Es hieß dan lehnen sie sich zurück da kann nix mehr nach kommen. Aber :wink: live is a B…
Und padauz kurz nach meinem 39 Geburtstag passierte das Wunder. Es ist möglich und es passiert viel schneller als du denkst mit 40 Schwanger zuwenden. Es gibt keinen Grund warum du ihr es nicht versuchen solltet mann weiß erst ob mann es packt wenn mann es an geht und so ein Kind macht dir schon klar was es braucht und Wie du es am besten “servierst”

Die wichtigste Frage ist wirst du es immer mit deiner Liebe überschüttet können komme was da wolle? Wenn ja gibt es keine Krankheit Die Euch als Paar davon abhalten kann Eltern zu werden.
Den es gibt nichts was einem soviel Kraft Kampfkraft Durchhaltevermögen und Wärme im Herzen schenkt wie die strahlenden Augen des Eigenen Kindes.

Ihr müsst euer Leben dan sowieso neu zu sammeln setzen dan lasst all die besser wissenden dummschwätzer einfach hinter euch.

Viel Erfolg und Kraft dir auf deinem neuen Weg

Lieber glücklich Scheitern
Als daran zuscheitern das Glück zufinden

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Meine Oma hat mir wollene füsslinge gehäkelt,die wärmen physisch und emotional,so eine liebe Omi :heart:

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Hallo,
ich habe seit 2013 Ms und wollte ein Kind! Hätte dann 2014 eine Eileiterschwangerschaft.

Und 2016 bekam ich meinen Sohn mit 3460gramm und 51 cm. Nach der Geburt bekam ich keinen MS Schub.
Ich musste mir das auch von allen Leuten anhören das man mit Mr keine Kinder bekommt auch von meinem damaligen neurologen. Die Schwangerschaft mit mein3m Sohn war sehr anstrengend auch hätte ich nach der Schwangerschaft 260 neue entzündungshemmende. War mir aber persönlich egal ich könnte noch laufen und mich wie eine gesunde Mutter um mein Kind kümmern, und genau das was ich WOLLTE!

Die neuen Herde machten mir keinen Ärger bis heute nicht!

Ganz im Gegenteil 2017 bekam ich leider ein Sternenkind und da war überhaupt keine Veränderung beim Kontrolle MRT.

2018 im Mai bekam ich dann noch meine Tochter gesund 3560 gramm schwer und 50 cm groß. die Schwangerschaft war sehr schön und angenehm! Bei meinem Sohn war sie sehr anstrengend ich musste 30 Wochen liegen. Es blieb beim Kontrolle MRT alles beim Alten und ich funktionierte immer noch genauso wie vor den beiden Geburten. Ich muss dazu sagen ich habe beide Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht.

Heute glaube ich das das die richtige Entscheidung für mich war! Weil ich seit dem 25.05.2025 keine weiße Substanz mehr im Gehirn habe laut radiologe sieht mein Gehirn aus wie das eines gesunden Menschen ohne MS.

Ich bin mit meinen beiden Kindern glücklich ich tobe, lache spiele mit ihnen solange es meine Energie zulässt.
Ich muss noch dazu sagen ich bin 1979 geboren und war 37 Jahre alt bei meinem Sohn und 39 Jahre alt bei meiner Tochter und mit 46 Jahren 2025 das MRT bekommen das keine weißen Herde mehr sichtbar sind auch nicht mit flureszierendem Mittel.

Für mich persönlich waren meine Kinder die beste Entscheidung die ich für mich selbst entscheiden konnte.
Ich bin selber ein Kind von einer MS Patientin bei ihr ist die Schwangerschaft mit mir und der MS nicht so gut verlaufen. Meine mutter hatte in der schwangerschaft mit mir zwei schübe und danach hat sich die krankheit in primär und dazu richtig argesiv verschlechtert, sie erlebte nur noch meinen 13 Geburtstag, das ist bei der krankheit die andere Seite. Ich muss noch sagen ich nehme avonex Pen seit 2013 und habe bei jeder Schwangerschaft mit dem Medikament Medikament unterbrochen und erst nach der Stillzeit wieder angefangen. Habe bis heute keinen Schub mehr.

Mein Rat höre auf dein Herz und dein Gefühl. Das habe ich auch gemacht.

Liebe Grüße

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Hallo Zusammen, habe seit ich 23 Jahre alt bin MS, jetzt bin ich 56. Habe meine Tochter auch erst mit 40 bekommen. Hatte eine wunderbare, problemlose Schwangerschaft - aber kontrolliert. Muss sagen, das ich zum Zeipunkt meiner Schwangerschaft noch völlig symptomfrei war…Heute bin ich es nicht mehr und glaube, ich würde ein kleines Kind nicht mehr schaffen. Einschränkungen beim Gehen, Gleichgewichtsstörungen und oft müde…schwierig mit einem kleinen Kind…Du musst selbst entscheiden ob du im Moment fit genug bist, im Falle einer plötzlichen Verschlechterung (was ja immer passieren kann) braucht es einen 150%-Papa! Wenn du beides hast dann ist ein Kind das Schönste und Erfüllendste was dir passieren kann. Meine Tochter ist heute 16, ein Super-Mädchen, Oberstufen-Schülerin, spielt Klavier, spielt Fussball und macht mich jeden Tag glücklich, ich kann dir also nur dazu raten :slight_smile:

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:frowning: Sorry, wie kann man die Bilder seiner Kinder im Internet hochladen…

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Lieben Dank dir die ganzen antworten :slight_smile:
Das ist wirklich eine Entscheidung die man bzw. ich überdenken sollte

Dennoch bin ich voller Hoffnung : mein aktuelles MRT zeigt einen stabilen Befund und keine Veränderung :slight_smile: das freut mich sehr

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Zusammenfassend lässt sich also sagen:
Nur wer gar nicht erst geboren wird, hat keine Probleme im Leben.
Im folgenden muss ich mir einiges von der Seele reden, nicht nur um meiner selbst Willen.
Wem es viel zu viel Text ist, ignoriert es oder lest es in kleinen Häppchen. Es gibt auch Vorlesefunktionen und Möglichkeiten über KI zusammenfassen zu lassen.
Ich kann und will es nicht abkürzen, denn es geht hier um Menschenrechte. Da reichen keine Stichworte oder ein besonders treffsicher magischer allumfassende Satz.
Ich finde es so anmaßend über anderer Individuens Lebenswege und Familiengründung ja/nein zu urteilen. Dh nicht, dass ja bei der Frage nach eigener Erfahrung, eben diese -ob nun pro oder contra oder neutral - frei geäußert werden dürfte.
Mich macht einiges daran sehr traurig, sehr wütend, da viel zu viele Menschen immernoch meinen, einem chronisch-unheilbar Erkrankten Menschen müsste per se das Recht auf freies, selbstbestimmtes Leben so stark beschnitten werden. KEINER STECKT IN DEINER HAUT. HALLO??? Krankheit der 1000 Gesichter… alles ist möglich! (Gut wie schlecht bewertet) Dennoch macht es insbesondere auf unser so schützenswertes vegetativen Nervensystem einen gewaltigen Unterschied, ob wir uns fremdbestimmt, wie ein willenloser, ohnmächtiger Spielball des Schicksals und Vorherbestimmung fühlen und unterwerfen, oder die Weichen selbst so stellen, als könnten wir tatsächlich alles beeinflussen und Wege ebnen, die uns zu einem Ziel ausrichten.

Für mich geht es immer um den eigenen Umgang mit Problemen. Ich möchte dafür einstehen, weil Mensch Probleme leider nicht als 100% häufigste und selbstverständlichste Begleiterscheinung des Lebens sieht, an denen jeder entweder wächst oder zerbricht. So lange habe auch ich mich selbst gehasst für mein vermeintliches Versagen “warum kriege ich das alles nicht so einfach hin, wie die anderen?” Heute weiß ich, dass all das Leid und die Widrigkeiten, die ich überlebt habe mich zu der immensen Stärke und Resilienzfähigkeit gebracht haben, die mich auch in meiner aktuellen Notlage darauf vertrauen lässt, dass ich es schaffe. Und ja, es darf doch keine Schande sein, Unterstützung jedweder Art zu erfragen und anzunehmen. Wer glaubt “doch”, hat meiner Meinung nach ein ganz schweres Trauma und Probleme sich selbst zu lieben. Da sehe ich es aus eigener Erfahrung viiiiiel kritischer, sich für Nachwuchs zu entscheiden.

Will ich, wenn ich es mir wünschen könnte, lieber Eltern, die ganz genau wissen, wie nah Freud und Leid beieinander liegen, die super darin geübt sind Probleme als Herausforderung zu sehen, anstatt als Schandflecken, die schon 1000 mal dafür Lösungswege mutig und zuversichtlich beschritten haben, daraus wieder neue Techniken erlernt, gesund mit Stress umzugehen, an einem wichtigen Energiemanagement ständig alle Stellrädchen bedienen und feinjustieren? Eltern, die sagen können, “ja mein Liebes, ich weiß, das macht dir Angst, ich hatte auch Angst, aber ich weiß, dass es immer weitergeht. Du darfst darauf vertrauen!”

Es gibt nie eine echte Sicherheit und keine nochsoguten Vorraussetzungen garantieren irgendwem die eigene Unverwundbarkeit oder die lebenslange psychische und physische Gesundheit eines Kindes.
Wer noch nie Probleme hatte, die er glaubte keinesfalls bewältigen zu können, wird erstmal mit der Realität konfrontiert, wenn diese dann doch auftauchen im Leben, dann stehen sie da, wie die Kuh, wenns blitzt, völlig ungeübt mit unerträglichen Ungerechtigkeiten im Leben umzugehen…
WER NOCH NIE SCHWIERIGE PROBLEME LÖSEN MUSSTE, sollte besser keine Kinder kriegen… wäre der Umkehrschluss. Es ist nichts wirklich beständig außer die Unbeständigkeit selbst!
Wer anderes glaubt, erlebt früher oder später das Gehenteil.
In meinem Fall werde ich einerseits mein Leben lang als schwach und wenig leistungsfähig betrachtet, andererseits wurde mir von klein an immer massiv mehr aufgelastet als ich in Kindes- und Jugendalter hätte stemmen sollen. Habe ich aber. Heute bin ich stolz darauf. Innere Stärke ist deutlich beständiger als körperliche Leistungsfähigkeit!!! Das musste ich jedoch erst so annehmen lernen. Dabei haben mir viele Menschen geholfen, besonders die lautesten Schreier, die mich mit ihren zermürbenden Zeigefingern der Labilität beschuldigten, wurden häufig im Laufe meiner 38 Jahre Lebenserfahrung zu dankbaren Ratsuchenden, die ICH unterstützen konnte mit Rat und Tat, mit offenem Ohr, die sich an MICH und meine Souveränität umd mein Know-how stützen konnten, als sich deren Lebenswege “völlig unerwartet” mal in extreme Belastungen und harte Schicksalsschläge, Diagnosen und Verlusten von der stabilen Pluslinie in leidvolle, überfordernde Minusbereiche umlenkten.
Ja, wer soll denn da stabiler und besonnener reagieren können, als “Profis” mit verinnerlichtem Stressbewältigungsmechanismus?
Wir wissen doch schon sehr gut, wer wo wann wie helfen könnte, falls etwas schiefläuft!

Ich studiere mittlerweile Soziale Arbeit da ich als Goldschmiedin mit Fatigue, schubweiser MS, Residuum aus Sehnerventzündungen plus BSV HWS mit Teilzeit nimmer genug zum minimalistischen Leben erwirtschaften kann. Auch ich spüre durch meinen mittlerweile vorhandenen Seelenpartner (8J jünger) wieder meinen unerfüllten Kinderwunsch.
Menschen, die mich sehr gut und lange kennen, sagen ich wäre eine wundervolle Mutter, und dass sie es mir mehr zutrauen würden, als sonstwem.
Es liegt auch in der Natur der Sache, dass gerade diejenigen, die alles zu bedenken versuchen und sooo umsichtig sind Zweifeln oder es sich verbieten, sich fortzupflanzen oder im Karriereplan rumwuseln, wann der ideale Zeitpunkt sein könnte… und dann je nach weltpolitischer und/oder wirtschaflicher Lage dann doch ihrem geliebten Wunschkind in Spe nicht das wundervolle Leben schenken, das sie verdient hätten.
Wohingegen weltweit gerade die Ärmsten mit den wenigsten Chancen und Möglichkeiten für sozialen Aufstieg die meisten Kinder in die Welt setzen…

Ich kann trotzdem leider nachempfinden, wie es sich anfühlt, den eigenen Eltern vorzuwerfen einen selbst überhaupt gezeugt zu haben. Doch ein gut erlernter integrierender Umgang mit Leid, Selbstmitgefühl und Selbstliebe lohnt sich, um diesen unerträglichen Schmerz zu heilen und sich selbst “nachzubeeltern” um das Leben als Geschenk zu sehen und wirklich als solches zu erleben!!! Egal wie tragisch und schrecklich dein bisheriger Weg war. Du hast es überlebt, und du bist sooo stark, genieße alles so gut es geht, lebe für etwas nicht gegen dich selbst! “Ich wünschte, ich wäre nie geboren” wie furchtbar, ich kenne das Gefühl!!!
Irgendwann bist du er-wachsen, du kannst das Blatt wenden, dich von Altlasten befreien, die dich schon in der Wiege erdrückten, und das wünsche ich jedem Menschen der Welt. Selbstverantwortlich sein können zu erfahren und zu etablieren… irgendwann zieht das nichtmehr, dass die Eltern an allem Schuld sind… ändere es lass es los, befreie dich von diesem schweren Leid…
(Achtung übertriebene Verdeutlichung: “tja, ich bin jetzt eben ein psychopatischer Amokläufer und füge mir und anderen Leid zu, weil ich ne schwere Kindheit hatte”)
Dir und anderen zu Liebe:
Erkenne, was du beeinflussen kannst und was nicht. Egal was Unbehangen auslöst, du hast drei Möglichkeiten damit umzugehen:
1.) LOVE IT (sinngemäß: mach das Beste draus, verstehe Zusammenhänge und deine Mitmenschen wohlwollend und einfühlsam, nehme Herausforderungen dankbar an, da du nur so wächst und innere Stärke kultivierst! Aus Fluch, Segen machen und Talente ausbauen, nur die Stärksten bekommen die Allerschwersten Aufgaben)
ODER
2.) LEAVE IT (Loslassen, Kämpfe nicht gegen Unabänderliches, das frisst all deine Energie, das ist wie gegen eine Wand zu rennen. Es wird immer weiter weh tun und du wirst keine Erfolge erleben, also zermürbt es dich bloß, lass das nicht zu. Verlasse die Situation ob äußerlich oder wenigstens innerlich. Kein "ich bin nicht genug, ich bin es nicht Wert, doch das bist du! Tu dir das ewige sinnlose Selbstzerfleischen nicht an, kein Bereuen, kein Resignieren, wähle selbst, positiv zu denken, lass die überheblichen Klugscheißer stehen, wähle dein Umfeld selbst und mach dich unabhängig, es ist dein Leben, was dir geschenkt wurde, nimm es dir und befreie dich von Energievampiren, egal wie sehr du das wünschst und dich verbiegst wie die Fahne im Wind, du wirst es nie allen rechtmachen, jeder darf anderer Meinung sein, was du draus machst ist deine Sache und glaub nicht alles, was andere von dir denken!!!)
ODER
3.) CHANGE IT (Du begegnest deinen Gefühlen auf Metaebene dh. Identifiziere dich nicht als eins mit deinen Emotionen, sie sind lediglich deine inneren Anteile beeinflusst von Sozialisierung, Prägung, und eigenen erlernten Bewältigungsmechanismen…Wie Schauspieler auf einer Art inneren Bühne.
Oft scheint sich da zB der innere Kritiker viel zu viel Raum zu nehmen, erlerne, wie du selbst das Drehbuch schreibst, strenge selbstfürsorgliche Regie führst, und dein Leben mit Liebe Hoffnung, Glauben (egal an wen oder was, solange du keinem anderen damit schaden möchtest) Zuversicht und Mut gestalten magst.
NIMM ES IN DIE HAND, Empowert, füge dich keiner erdrückenden Ohnmacht. Bestimme und gestalte selbst! Ändere was dir nicht passt. Jeder kann das lernen, versuche das nicht bei unabänderlichen Dingen, und hinterfrage dennoch, immerwieder, ob alles was du für unabänderlich hältst nicht doch veränderbar ist, sowie andersrum… zumindest im Umgang und dem Annehmen, achte auf dein inneres Kind, hör zu wenn es schreit, gib ihm was es braucht, umarme es, tröste es, heile alte Wunden.)

Das umzusetzen ist natürlich leichter gesagt als getan, mir hilft stets enorm mich daran zu erinnern, mit mir selbst wie mit meinem besten Freund umzugehen.

Damit hat man allein soviel (selbst-/)Vertrauen was an die eigenen Kinder weitergegeben werden kann, anstatt sich vlt supidupi unbelastet als Supermama/Papa zu sehen, doch durch Lernen am Modell seinen Kids vermittelt, habt Angst vor allem was passieren kann, wenn ihr mal gesundheitlich ob psychisch oder physisch beeinträchtigt sein werdet, bringt euch besser um, bleibt Kinderlos, alles andere ist schwächliches Versagen, eine Belastung der Gesellschaft!
So wurde mein Lebenspartner erzogen “guck dir die Assis an, Leben von der Stütze und kriegen dann auch noch Kinder, eine Schande!” Ohne mich kennengelernt zu haben hieß es von Oma und Mutter “wie kannst du dich bloß mit einer älteren kranken Frau einlassen, du stürzt dich ins Unglück, warts ab, in 2 Jahren schiebst du ihren Rollstuhl, sie kann dir ja noch nichtmal gesunde Kinder gebären.”
Ich wünsche mir so sehr, dass wir in Deutschland mal ganz weit davon wegkommen “Leistung und Existenzberechtigung” nur nach körperlicher Konstitution im Sinne eines gesunden Volkskörpers, und wachstumsorientierter Wirtschaftlichkeit zu bemessen und das Leben gottgleich dem einen zu-, dem anderen absprechen ob ganz oder teilweise.
Für alle, die es nicht wussten, es ist nichtmehr Neunzehnhundert-Hitler!!!
Mein Cousin ist Professor in Politikwissenschaften, seine Frau ist ebenfalls erfolgreiche Dozentin… Sie haben jetzt das 3.Kind und würden es ohne Omas, die zT. 800km fahren um die “Aufzucht” (was ein kaltes Wort!) zu betreuen nicht schaffen alles zu leisten, was gefordert ist.
Jeder erfolgreiche Mensch hat ein riesen Netzwerk an Managern und deligiert. Da schämt sich komischerweise niemand dafür. “Unsere Reinigungskraft ist eine unverzichtbare Perle” ohhh wooow bewundernswert… die haben es geschafft! Und du? Schämst du dich, wenn du mit dem Haushalt mal nicht nachkommst und glaubst irgendein Mensch wäre eine autarke Insel, proud selfmade man?
Ja fantastisch, dass diese Menschen das Glück haben und durch bezahlte Steuern mit dafür sorgen, dass alle zusammen abgesichert sein sollten… wer weiß wann die merken dürfen, dass diejenigen, die dem Menschen in Not am nächsten sind (Bsp Pflege, Erzieher, Ehrenämtler, Tagesmütter und Väter, Seelsorger, Sozialberuflerinnen…) unglaublich viel unbezahlbar gutes leisten und dafür am wenigsten monetären Lohn erhalten…?!
Am besten noch, dürfen sie sich zwar gerne auf eigene Kosten professionalisieren und weiterbilden, trotz MS o.ä. zusätzlichen Hürden im Schichtdienst für die Gesellschaft ausbrennen lassen, und dann bitte zwar die volle Verantwortung für andere Menschenleben tragen, sich aber bitte ausreichend dafür schämen es nicht “zu was besserem gebracht zu haben” und sich keinesfalls so verabscheuend egoistisch azu erdreisten sich selbst das natürlichste der Welt zu wünschen:
Selbst Kinder zu bekommen… geht’s noch???
Was kommt als nächstes, Wiedereinführung der Zwangssterilisation?
Wenn jemand so denkt, tut es mir einfach nur in der Seele weh, denn es zeugt auch davon, was diese armen Menschen selbst für überhöhte utopische destruktiven ungnädig kaltherzigen Erwartungen an sich selbst und ihre Mitmenschen stellen.

Ich habe schon vor der MS-Diagnose den Wunsch verspürt mir keinen Druck machen zu wollen, nicht in erster Linie auf die biologische Uhr hören, bzw mich nicht verrückt machen zu wollen, wenn die Umstände für ein “lets try it” nie gegeben waren.
Ich würde am allerliebsten wenn, dann adoptieren,
da mein Papa selbst mit 5 die Mama beim Autounfall verlor und im Heim aufwuchs.
Doch umsomehr ich mich belesen habe, desto unwahrscheinlicher wird es, dass man mir nach durchschnittlichen 6-7Jahren hartem Kampf in der bürokratischen Hölle mit bestehenden Diagnosen und nicht vorweisbaren soundsoviel qm Wohnraum, soundsoviel Bruttojahreseinkommen, soundsoviele Ehejahre… je ein Kind anvertrauen würde.
ACHTUNG: Um das für andere zu leisten habe ich hervorragende, sogar auch wieder Vollzeit-Berufsprognosen erhalten. Wo ist die Logik dabei bittesehr???
Eine biologische Mutterschaft sei laut meiner Oberärztin einer DMSG-zertifizierten neurologisch-beruflichen Fachklinik in meinem Fall bis 45 ohne medizinisch bedenkliche Einwände möglich.
Ich würde eher Pläne machen, “was passiert falls…” "wer kann mich unterstützen, wenn… nicht nur Familie, gerade Profis von Fachbereichen der Familienhilfe etc.
Mit allen Sorgen und Ängsten eine/mehrere Beratungsstellen aufsuchen!
UND Immer mehrere Meinungen einholen!!! Ich hatte mich schon soo schmerzlich von meinem Kinderwunsch verabschiedet, Geheult, getrauert, geschrien… nur weil ich mich stets für andere aufgeopfert hatte, konnte ich meine Kräfte nicht für mich nutzen, sind die Umstände bisher nie unter einem guten Stern gestanden, früher den Kinderwunsch überhaupt zu hören, zu beachten, es mir selbst zuzutrauen… "wie willst du dich um ein Kind kümmern, du kriegst es ja selbst nicht auf die Reihe… " scheiß auf solche Meinungen!!!
Lass Profis ran, oder wahre Freunde, wohlwollende Familie, die dich nicht verurteilen und meinen, Leistung kann man nur auf einer unbefleckten Gesundheisakte oder auf nem dummen Kontoauszug sehen, da diese Menschen keine Vorwürfe machen und Anschuldigungen anstellen, denn die Berufsethik sagt, Menschenwürde und maximale Selbstbestimmung ist ein Grundgesetz (!!!) Würde steht jedem einzelnen zu, vor jedweder Leistung und trotz aller möglichen Schuld!

Eine Gynäkologin sagte auf meine Frage der Realisierbarkeit “Ich bin ehrlich: jede Schwangerschaft ü30 ist auch ohne ihre MS schon eine Risikogeburt!”
Ja was heißt das? Das kannst du vielleicht von einem guten Team aus Neuro und Gyn etc pp errechnen lassen… aber nur, wie es statistisch in anderen Fällen aussieht… treffen denn deren genaue Umstände mit deren 1von 1000 Gesichtern und einzigartigem Organismus uns Stoffwechsel auf dich zu?
Wie es wirklich kommt, siehst du erst wenn es soweit ist.

Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.

Und es geht um das Leben deines möglichen Kindes.
Du gibst es von vornherein auf, aus Angst, es könnte etwas schlimmes passieren?
Schlimme Dinge passieren immer. Nur durch das Leben selbst lernen wir diese in Relation zu setzen und zu bewältigen. Beispiel frage dein Kleinkind:
"Was ist schlimmer, wenn dir der Luftballon aus der Hand fliegt, den du dir auf dem Jahrmarkt so hart erquängelt hast und der nieee wieder zurückkommt, oder dass deine liebevolle Mama/Papa ggf zumindest zeitweise gesundheitlich eingeschränkt ist und darauf vertraut, dass man sogar auch trotz Rollstuhl glücklich leben und so viel Wert sein kann für die Gesellschaft?

Wer ohne Risiko leben will, kann ja nichtmal versteckt vor der Welt im Bett liegen bleiben, denn laut Statistik ist das Bett der Ort, andem die allermeisten Menschen zu Tode kommen.
Gemeinsam gegen Stigmatisierung!!! Teilhabe am Leben in Freiheit. Und Freiheit beginnt im Kopf. Gedanken steuern Gefühle, die beeinflussen unser Fühlen und Handeln.
Und ich glaube, keiner kann seinen Kindern stets alles recht machen, nur wer nichts macht, macht keine Fehler!
Fehler sind prinzipiell erstmal nichts schlimmes sie können selbstreflektiert dazu dienen: Erkenntnis und den Prozess zu fördern, die bestmöglichste Variante seiner selbst zu werden.
Hätte ich weiter meine Eltern belangt dafür trotz bestem Wissen und Gewissen und eigener Fähigkeiten “versagt zu haben” mir aisreichend Sicherheit, Geborgenheit und Urvertrauen zu vermitteln, statt mich unbeabsichtigt immer wieder zu traumatisieren, hätte ich dem tiefen Wunsch nach Erlösung im Auslöschen meiner Existenz nachgegeben, den ich von 13-24 in mir verzweifelt toben spürte und mich nicht zu wehren wusste, tja, da wär mir all mein immaterielles Glück versagt geblieben. Dann könnte ich damit auch keinem anderen helfen oder Mut machen durchzuhalten.
Meine schrecklichen Durststrecken und Überwindungen von tiefsten seelischen Abgründen, Sinnlosigkeit, heftigen Schicksalsschlägen, Kämpfen für meine Rechte als Mensch zu Sinn und Mehrwert zu erhöhen.
Ich entscheide mich dazu, das alles hat mich zu dem gemacht der ich bin und sein werde, das Alles soll doch zu etwas gut gewesen sein, zu was eignet sich das besser als authentisch andere darin zu bestärken, es anderen leichter zu machen, weil ich daraus gelernt habe! Wahren Beistand, Unterstützung bieten zu können… hätte es solche Menschen nicht immer wieder in meinem Leben gegeben, wäre ich längst tot.
Ich möchte allen die verzweifelt sind und denken, ihnen blieben ihre sehnlichst Wünsche verwehrt Mut machen!!! Ihr habt es verdient! MS macht euch nicht weniger Wert, nur wenn ihr es selbst zulasst. Sucht Zusammenhalt und Hoffnung, umd ihr werdet fündig!
Aus tiefstem Herzen dankbar, meine Eltern zu haben, die mich unbewusst auf die Härte des Lebens nicht besser hätten vorbereiten können, überhaupt zu leben und weiteres Leben mit guter Qualität zu ermöglichen.

Als Goldschmiedin kam mir letztens dieses Bild: " eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied, sagt man und glaubt daran… doch die prächtigsten Schmuckstücke glänzen durch Anhängerelemente in einer zusätzlichen Fassung auch ohne tragende Funktion, können vielleicht zerbrechlich wirken wie ein Opal, doch wenn man mit ihnen zu arbeiten weiß, zieren sie das Gesamtwerk, denn erst ihre Einmaligkeit macht sie so besonders und ihre Träger präsentieren diese stolz!" Der Diamant ist zwar das härteste Material der Welt, aber gerade durch fehlende Flexibilität und Weichheit, ist er auch ganz leicht spaltbar. Wie Glas zwar härter ist als Stahl, aber schneller bricht. Stahl fängt zwar nicht so einfach Feuer wie Holz, aber wenns brennt, knicken Stahlträger ein, wohingegen ein Gerüst aus Holz auch in verbrannten Trümmern oft als letztes noch stehen bleibt! Usw.
Denkt drüber nach. Was bedeutet “stark und leistungsfähig” genug für ein Kind zu sein? Liebe ist das A und O.

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