Guten Tag in die Runde,
mich würde interessieren, bis zu welchem Level Ihr chronische Schmerzen ignoriert oder nur noch als “Hintergrundrauschen” wahrnehmt. Ist es evtl. auch möglich, dass das Schmerzbewusstsein bzw. -empfinden mit fortschreitender Krankheit oder generell altersbedingt nachlässt?
Zum Verständnis: ich bin neulich mit einem vorgeschädigten Sprunggelenk mal wieder umgeknickt. Als junger Mensch ist mir bei Bänderriss u.ä. immer schlecht geworden vor Schmerz. Vorgestern jedoch habe ich weiter meinen Alltag machen können. Die Verletzung hat sich gelohnt, gestern früh starke Schwellung und Bluterguss, doch der erwartete Schmerz geht einfach unter, versteht Ihr?
Und das macht mich unsicher: Ist da wieder was Zentrales ausgefallen? Bin ich (51) einfach in einem Alter, wo sich die Wahrnehmung ändert?
Eigentlich spüre ich Schmerz, dank MS und diagnostizierter ME/CFS tut mir ständig alles weh. Medikamente dagegen nehme ich nicht. Ich tue Muskel- und Gelenkschmerzen mit einem Schulterzucken ab und beiße bei Bewegung die Zähne zusammen, bis der Körper “ins Rollen gekommen” ist. Aber dass das Grundlevel so hoch sein soll, ist mir unheimlich.
Kennt das jemand? Muss ich das abklären lassen?
Danke für Euren Rat. Viele Grüße
Anja


Hurra 