Hallo Ihr,

ich habe mal eine Frage an die Rolli-Nutzer unter Euch: Hat jemand höhenverstellbare Küchen-Oberschränke? Ich habe gerade mit einer Freundin überlegt, wie man so etwas einigermaßen günstig bauen könnte, da alle Systeme, die man in Barrierefrei-Läden findet, doch heftig teuer sind.
Hat vielleicht jemand einen Eigenbau und kann Tipps geben - oder eine Adresse, wo man für nicht allzu viel Geld für eine vernünftige Lösung bekommen kann? Sie ist gelähmt, also zu 100% im Rolli.

Danke für Tipps + liebe Grüße

Tanja

Hast Du einen Plegerad???.. Da können die das glaube ich bezuschussen Oder-Neiße-Linie der Stadt gibt es da auch Mittel…

Hallo Idefix,

sie hat zwar einen Pflegegrad, aber momentan keine Nerven mehr auf das Gezerfe mit der Kasse (neuer Rolli ist nach ewigem Hin und Her endlich bewilligt).
Und da haben wir eben eher an einen Eigenbau mit Seilwinde, Umlenkrolle und Stabilisator-Wandschiene gedacht. Im Moment steht eben die Arbeitsplatte ziemlich voll, da Unterschränke eben auch nicht überall möglich bzw. komplett befüllbar sind …

LG
Tanja

Versucht es trotzdem mal bei der Stadt,bei uns in BT kann man 10000EUR bekommen für barrierefreie Umbauten…

Da muß man nicht mit der Kasse verhandeln…

Mit barrierefreie Umbauten sind sicher Umbauarbeiten wie bodengleiche Dusche, breitere Türen etc gemeint.

Möbel gehören meines Wissens nicht dazu.

Solche speziellen Küchen sind immer individuell zu planen und damit auch immer sehr teuer.

Viele Küchen bei Rollifahrer (es ist immer w und m gemeint ) sind nicht unterfahrbar. Die Tiefe der Arbeitsplatte ist 60 cm oder bei einer Ikea Küche 70 cm. Damit kann der Rollifahrer nicht bis nach hinten hin greifen, sondern Hotel mit einem Krückstock oder einer Suppenkelle Sachen von hinten nach vorne.

Die Schränke sollten Schubladen haben, damit man die von oben beladen kann, das steht aber dem der Freiheit für das unterfahren im Weg.

Der Kühlschrank oder Gefrierschrank haben auch das Problem, das man nicht bis an die Rückwand greifen kann.

Da Steckdosen für die Kaffeemaschine und Toaster etc. In die Wandsteckdose gesteckt werden müssen und das kommt auch kein Rollifahrer hin.

Dann sind die meisten Küchen für Rollifahrer zu klein und kann den Rolli nicht in der KÜCHE drehen.

Dann kommt es auf den Grundriss der Küche an und wo die Anschlüsse liegen. Die alten Wohnküchen unserer Vorfahren wahren dazu schön geeignet.

Vielleicht baut man auch die Küche aus einem Regalsystem mit 40 cm Tiefe ohne Schranktüren.

Das hätte eine ganz Menge Vorteile.

Läßt uns doch alle zusammen neue Ideen entwickeln und Ideen zusammentragen, denn was feuriges wird es nicht geben.

Gruß Paps

Ich würde es einfach probieren. Früher hätt ich mir sowas zugetraut. Heute ist meine Feinmotorik zu bescheiden. Mein Mann hat bei handwerklichen Geschichten die tragende Rolle… der Verantwortung ;D

Idefix

Hallo Paps,

danke für Deine Gedanken - Du hast Recht, das ist alles nicht so einfach.

Es gibt zwar inzwischen durchaus einige “fertige” Lösungen bzw. Systeme, die dann individuell angepasst werden, aber der Spaß ist wahnsinnig teuer, und so haben wir eben überlegt, ob und wie man für kleines Geld hinkriegen kann.

Ist natürlich nicht ganz trivial, zumal absenkbare Oberschränke ja auch noch verstärkt werden müssen, damit die durch die Bewegung auftretenden Scherkräfte sie nicht instabil machen.

Es geht auch nicht darum, fragiles Gut darin zu lagern, sondern eher selten benutzte Teile wie leere Gefrierdosen und anderes Zeug aus Plastik.

Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der schon gebastelt hat, sonst müssen wir es einfach mal mit einem Prototypen ausprobieren …

Liebe Grüße

Tanja