Aus der aktuellen Forschung:

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Bis jetzt gibt es nur eine präklinische Studie, also nicht mal Phase 1. Das ist ein Level, das mich nicht interessiert. Spannend wird es frühestens ab Phase 2 - und auch dann dauert es im Erfolgsfall noch mindestens 5 Jahre bis zur Zulassung eines Medikaments.

Präklinische Studien sind vielleicht interessant für forschende Neurologen - für uns MS-Betroffene nicht.

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Sprich nur für dich, ich bin auch MS-Patient und mich interessiert es sehr.

Natürlich, falls aus CN045 jemals ein zugelassenes Medikament wird, liegt das viele Jahre in der Zukunft.

Andere Remyelinisierer sind schon weiter im Zulassungsprozess, z.B sind Clemastine+Metformin sowie CNM-Au8 fertig mit Phase 2. Auskenner rechnen mit der ersten zugelassenen remyelinisierenden Therapie in 5 bis 10 Jahren.

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man muss den hintergrund verstehen, sonst ist man auf der falschen fährte. remyelisierung bedeutet vollständige erneuerung und volle funktionstüchtigkeit. schon lustig. die natur verrät uns ihre geheimnisse nicht so einfach. wenn wir verstehen warum exen der schwanz bei verlust nachwächst und wieder richtig funktioniert dann sind wir der natur auf der spur. wir sind da aber noch meilenweit entfernt. bis es soweit ist bleiben solche ansätze wunschdenken. also nix remyelisierung. macht euren kindern ein biologiestudium schmackhaft. vielleicht können die dann der spur der natur folgen. die jetzigen wissenschaftler sind da noch weit entfernt. die natur kennt die antworten und zeigt uns auch diese. aber sie ist eine harte nuss die sich nicht gern knacken lässt. die nächste kritische frage. wer fängt mit dem wisslen was an. so ein wissen bedeutet unwarscheinliche macht. wir sind leider nicht mächtig. gut das so ein wissen bei uns dadurch gar nicht zur anwendung kommt. fragen über fragen die uns die natur nicht beantworten möchte.

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Was ist denn das für ein Unsinn.

Zusammenfassend: Die Myelinschicht wird durch bestimmte Zellen, die Oligodendrozyten, laufend wieder aufgebaut. Bei MS-Patienten ist dieser Wiederaufbau aus ungeklärten Gründen gestört. Seit einem Vierteljahrhundert inzwischen weiß man dass selbst bei älteren MS-Patienten mit fortgeschrittener Krankheit diese Zellen aber nach wie vor vorhanden sind, sie werden nur “faul”.

Seit Jahrzehnten bemüht man sich Medikamente zu finden, die diesen Zellen ein bisschen Beine machen. Aus heutiger Sicht gibt es viele aussichtsreiche Substanzen, die zwei weitesten im Zulassungsprozess habe ich oben genannt.

Warum “Exen” der Schwanz nachwächst ist sicherlich interessant, bringt uns bei der Remyelinisierung aber nicht weiter.

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remyelisierung oder mein beitrag?

Hm… Nurnoch 3 Jahre, nurnoch 5 Jahre, nurnoch 10 Jahre. Ich will hier keine Hoffnungen zerstören, aber ist es nicht seit mehreren dutzenden Jahrzehnten die selbe Phrase?..

Sollte die grundlegende Frage hinter der Frage mittlerweile nicht zunächst lauten “was bringt es”?

doch. genau darum geht es. was zerstört ist muss nachwachsen. man kann etwas zerstörtes nicht reparieren. es muss sich erneuern. deshalb meine gedanken. die natur bringt es fertig einen frosch im winter in einen todesschlaf zu versetzen. herzschlag 0 über wochen und monate. wenn das wetter wieder günstig ist zum leben beginnt das herz einfach wieder zu schlagen. ohne das der frosch einschränkungen hat. das sind antworten der natur. wir wissen nicht wie die natur das macht. eine antwort auf die probleme des klimas. ich bleibe bei meiner aussage. ohne erkenntnisse des lebens. wird die remyelisierung nicht gelingen.

Wie gesagt, die Oligodendrozyten machen diesen Job.

Der Vergleich ist Unsinn. Äpfel und Birnen.

  • Die Echse repariert nichts. Sie baut neu.
  • Am Stumpf entsteht ein Klumpen Stammzellen – ein Blastem. Quasi Embryonalgewebe 2.0.
  • Kein Axon kämpft sich durch altes Narbengewebe. Es gibt kein altes Gewebe mehr, das im Weg steht.
  • Stammzellen aus dem Zentralkanal bauen ein komplett neues Rückenmark. Von Null.
  • Das ist Entwicklung, keine Heilung.
  • Und selbst das Ergebnis ist Pfusch: Knorpel statt Wirbel, ein simples Rohr statt echtem Rückenmark.

Die Echse löst also nicht das Regenerationsproblem. Sie umgeht es – indem sie einfach nochmal baut statt zu reparieren.

Interessant: Die Cleveland Klinik, die jahrelang auf mesenchymale Stammzelltherapie gesetzt hat, schwenkt jetzt auf einen direkten Differenzierungs- und Reifungswirkstoff, der die defekten körpereigenen Stammzellen umgehen und stattdessen die blockierten OPCs des Patienten direkt stimulieren soll. Tabletten sollten standardpharmamäßig hergestellt werden und nicht in teurer Einzelfertigung wie bei der Zelltherapie.

Ob die Hürden – kurze Halbwertszeit von 2,7 Stunden und Hemmung der Leber-CYP450-Enzyme – in absehbarer Zeit gelöst werden, wird sich ja zeigen.

Offenbar ist die Zeit der autologen MSC-Therapie vorbei. MSCs von MS-Patienten selbst sind wohl zu sehr durch die Krankheit beeinträchtigt, um nach der Transplantation wirksam zu sein.

Das hört sich nach Logik Schulklasse 1 an.
Aber so eifach ist das leider nicht den Regenerationsprozess zu beschreiben.

Wissenschaftler untersuchen diese Prozesse unter anderem, um besser zu verstehen, warum menschliches Gewebe nur sehr begrenzt nachwächst.

Hm… Marc hat versucht dabei etwas einfacher darzustellen damit es für den Laien verständlicher ist. So doof fand ich die Erklärung nicht und da muss ich Ihn in Schutz nehmen.

@Chys4mi
Prinzipiell ist es aus meiner Sicht nicht schlimm den Vergleich zu bringen dass bei der Echse der abgeworfene Schwanz nachwächst.

Es wurde ja nur der Vergleich gebracht, dass wenn dir das Bein oder der Arm oder Finger verloren gehen, nicht nachwächst. Was ist da bitte schlimm daran, das sind ganz normal affine Denkweisen.

Ein Wissenschaftler kann natürlich diesen Vergleich nicht anstellen. Und das ist denke ich, hier niemand.

Nichtsdestotrotz sollten die WS in ihren Labors etwas Gummi geben und nicht nur plappern was wie sein könnte sondern Ergebnisse liefern wann die MS gestoppt wird.
Man sieht ja diese Gelehrten haben sicherlich auch nicht die Weisheit mit dem Löffel dosiert… :wink:

Ich glaube, hier fehlt ein wenig das Verständnis dafür, wie langwierig solche Forschungen sind. Meine Nichte ist Wissenschaftlerin in der Grundlagenforschung, die als erstes ran müssen. Sie erforscht Zellprozesse. Wenn die nach zig tausend Versuchen was gefunden haben, was übertragbar auf menschliche Zellen sein könnte, kommen weitere Forscher, z. B. Anwendungsforschung….bis daraus, immer von Finanzierungen abhängig, Forschungen in Richtung Beeinflussung solcher Prozesse gehen, vergehen Jahrzehnte - und da sind wir immer noch weit weg von pharmazeutischer Forschung.
Mit hopphopp, „macht mal hinne“ ist da wenig.

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Ja. Wir reden hier nicht von Monaten oder 1-5 Jahren, das dauert deutlich länger. Da können wir in mehr als einer Dekade reden.
(In meinem Leben vor Rheuma und MS hab ich klinische Studien in diversen Indikationen als PM betreut und masse mir daher an, zu sagen, ich hab davon a bissl a Ahnung. ronisch halt jetzt die MRTs selbst zu haben, über die ich mit Neurologen bei Studienpatienten gefachsimpelt hab. Aber so ist das Leben.)

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Ja genau das ist das Ding. Wir müssen erst mal verstehen warum und wieso. Deshalb mein Beispiel mit der Echse. Wir müssen erst mal verstehen. Wie funktioniert Natur. Die Natur hat ja schon die Antworten. Wir verstehen nur die Natur nicht. Das ist unser Problem. Deshalb ja auch die Grundlagenforschung die sehr wichtig ist. Ohne die grundlegendsten Sachen zu verstehen gibt es eben keine Lösungsansätze. Eine tote myelinhülle kann man nicht reparieren. Sie muss sich erneuern. Das mit dem regenerieren wird so nicht funktionieren. Deshalb ein Schritt nach dem anderen. Der erste Schritt ist halt das verständnis wie macht die Natur das. Eine einfache Frage mit einer sicher sehr komplexen Antwort. Wenn wir sie irgendwann gefunden haben.

Was mich dabei beschäftigt ist: Wann war das? Wie sah es technisch aus? Was hat sich verändert? Wo waren die Probleme und Behinderungen das nicht weitergegangen wurde? Uvw.

Bearbeitung, man wird jetzt wieder die Augen verdrehen: Chemie-Nobelpreis für KI-gestützte Proteinforschung - Entwickler der KI AlphaFold und Pionier künstlicher Proteine ausgezeichnet - scinexx.de

Was ich nur aus der eigenen Nutzung, der “Forensik/Forschung” weiß ist das es möglich ist und der Weg dennoch sehr viel Frustrationstoleranz und Geduld abverlangt. Andererseits sieht man auch was anderes, und daher die Fragen: Ich kann kein Stück programmieren und habe durch eine Rückfrage entdeckt was ein Claude Code macht, die Gewichtung zu sehr auf Gegenargumentationsketten liegt, u.U. viel Geld/Tokens verbrennen und der geleakte Systemprompt darüber Aufschluss gab. Was aber bleibt ist das es die Zeit von dutzenden Jahren auf wenige Monate kürzt, sofern es nicht um den Bau des Turms zu Babel geht.