Wie schon oft vermutet aber nie bestätigt.
Progesteron ist ein vorsichtiger Forschungsansatz zumindest bei Mäusen.
Die Sexualhormone sind nicht ganz zu unterschätzen, welche Wirkung, und zu was diese bei organischen Reparaturprozessen befähigt sind. Da es natürliche Stoffe des Körpers sind ist es finanztechnisch nicht anspruchsvoll mit diesen Hormonen Forschungsgelder auszugeben, aber nur meine Meinung.

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Progesteron wird auch in der Schwangerschaft in der DNA des weibl. Körpers erhöht. Warum wohl?
Das Immunsystem würde den Embryo als körperlichen Erreger ansehen und den zerstören. Progesteron ist wohl das wichtigste Hormon um Leben zu schaffen.
Deshalb sind die Schübe wahrend der Schwangerschaft - (Lutealphase) stark gemindert, weshalb macht sich die Medizin diesen natürlichen Effekt nicht zu nutze?
Erhöhte Krebsgefahr ist absoluter Schwachsinn, MS Medikamente haben kein kleineres Risiko.
VG

Es gibt mindestens 1 Studie dazu, nämlich von Prof. Friese und Dr. Engler vom UKE in Hamburg. Darauf bezieht sich der folgende Artikel, der auch den Link zur Studie enthält:

Ansonsten gibt es eine Reihe theoretischer Arbeiten. Ich hatte - hab es gerade wiedergefunden - schon im Mai 2017 hier dazu ein Posting geschrieben:

Zwei Dissertationen zum Thema “Progesteron & MS” sind von Victoria Tüngler (Refubium - Progesterone's activity in the central nervous system) und von Thomas Goldschmidt (Multiple Sklerose: Einflussfaktoren von Oligodendrozytendichte und Remyelinisierung, Östrogen und Progesteron als Protektiva?).

Alles schon etwas älter, aber wenn man sucht, wird sich sicherlich noch mehr finden.

Ich nehme übrigens seit über 10 Jahren naturidentisches Progesteron in Form der sog. Rimkus-Kapseln.

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Hast du eine Verbesserung/Stop der Krankheit dadurch bemerkt ?

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Danke Dir für deinen Post @Michael27,

ich habe nie von der kompletten Ärzteschaft,
etwas von der Schubreduzierung und möglicher Einwirkung auf die MS bezüglich Progesteron erfahren.

Ich denke das wird kein Gamechanger sein sonst wäre das ja ein Skandal in der MS Medikation.

Ich selbst spiele schon lange mit dem Gedanken dass Hormone einen sehr grossen modulierenden Einfluss auf die MS Krankheit haben könnten. In Bezug auf die MS wird kein Arzt eine Empfehlung bestimmter Hormontherapien geben, da dies nicht in den med. Leitlinien beschrieben ist. Sei wie es ist. :blush:

Vielen Dank und guten Verlauf.

… ich habe nie von der kompletten Ärzteschaft,
etwas von der Schubreduzierung und möglicher Einwirkung auf die MS bezüglich Progesteron erfahren.

Ich denke das wird kein Gamechanger sein sonst wäre das ja ein Skandal in der MS Medikation.

Heilen tut es die MS natürlich nicht, aber Symptome verbessern schon. Und ob es wirklich zur Remyelinisierung beim Menschen beitragen kann ???

Ich bin da vielleicht skeptischer als du, was pharmazeutische Studien angeht. Was potentiell Gewinne einspielen kann, wird erforscht. Ansonsten lässt man die Finger davon.

Ein schönes Beispiel ist das hochdosierte Biotin bei progredienter MS - oder heute muss/sollte man eher sagen: “was den progredienten Verlaufs-Anteil der MS angeht”. MedDay mit seinem hochdosierten Biotin namens MD1003 ist ja in seiner Phase-3-Studie SPI2 nicht gescheitert, sondern hatte praktisch dieselbe Erfolgsquote von 12 % wie die vorherige Phase-2-Studie SPI sowie mehrere Kohortenstudien in Frankreich mit jeweils mehr als 1.000 Teilnehmern. Das Problem war, dass man - nachvollziehbarerweise - in der Studien-Konzeption von einer Placebo-Erfolgsquote von 2 % ausgegangen ist. Die reale Placebo-Erfolgsquote betrug dann (warum auch immer) etwa 9 %. Damit war das weiterhin erfolgreiche Abschneiden der Verum-Gruppe (12 % mit Symptom-Verbesserungen) nicht mehr signifikant. Man hätte natürlich die Phase-3-Studie mit angepasstem Studiendesign wiederholen können. Das wurde auch von Neurologen angeregt. Aufgrund einer zunehmenden Skepsis bzgl. der weltweiten Patentierbarkeit von hochdosiertem Biotin und dem Rückzug des französischen Staats als Ko-Finanzierer kam es nicht mehr dazu. Es fanden sich keine Geldgeber mehr …

Ich selbst bin nach wie vor der Überzeugung, dass hochdosiertes Biotin etwa jedem achten von progredienter MS Betroffenen helfen kann (weil vielleicht etwa 1/8 eine spezielle genetische Ausprägung hat). Ich selbst (PPMS) habe es etwa 5 Jahre lang genommen. Dann habe ich aufgehört und im nachhinein akzeptiert, dass ich zu den sieben Achteln gehöre - und nicht zu dem einen Achtel.

Was ich spannend finde (vielleicht hat es etwas damit zu tun ?), ist, dass Biotin nach Vitamin D (das ja eigentlich ein Hormon ist) den größten epigenetischen Effekt aller Vitamine hat. D.h., Biotin kann sehr viele Gene an-, bzw. ausschalten.

Ich hatte nach etwa 1 Woche keine Fatigue mehr - und seither (über 10 Jahre - mit 1 Ausnahme, siehe unten) nie wieder. Das war tatsächlich das einzige Mal, dass ich sehr konkret das Gefühl hatte, die Einnahme eines bestimmten Produkts/Nahrungsergänzungsmittels verbessert ein oder mehrere Symptome bei mir.

Ich habe übrigens vor etwa 3 Jahren mal ein halbes Jahr ausgesetzt nach dem Motto “jetzt ist mein Progesteron-Spiegel ja hoch genug”. Dabei ging es mir nach ein paar Monaten zunehmend schlechter und auch die Fatigue kam zurück. Bei der anschliessenden Blut-Untersuchung war mein Progesteron-Spiegel nur noch weniger als 1/30 des vorherigen jahrelangen Wertes. Dann habe ich natürlich schnellstens wieder mit Progesteron angefangen … und kurze Zeit später war wieder alles gut.

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Da der Studien-Link im von mir eingestellten Link frauenaerzte-im-netz.de nicht mehr funktioniert, hier ein direkter Link zur damaligen UKE-Studie (auf englisch):
Progesterone modulates the T-cell response via glucocorticoid receptor-dependent pathways - PubMed

Eine etwas ausführlichere Besprechung findet sich hier:

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Klingt eigentlich Interessant,magst du mal einen Link reinstellen von wo du diese Kapseln beziehst ?

Hallo Tankboy77,

ich habe Andy345 gestern gegen 18 Uhr ausführlich darauf geantwortet. Leider ist meine Antwort im Progesteron-Thread nicht mehr sichtbar (Zensur ?). Daher kopiere ich sie hier noch einmal rein:

https://www.amsel.de/multiple-sklerose-forum/t/aw-progesteron-verstaerkte-die-remyelinisierung-und-reduziert-schuebe/22954

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Wißt ihr was ich lustig finde…. Man liest hier nur von Männern.
Ich war gerade beim Gyn und habe ihn spontan gefragt was er bei meiner hormonellen Brustkrebs Vorgeschichte in Kombi mit Progesteron bei MS hält… Er meinte bei hormonellbedingtem Tumor sind hormonelle Therapien nur in begrenztem Ausmaß sinnvoll…
Irgendwelche Hormonexperimente und womöglich Eigentherapien extrem riskant… Hormone werden total unterschätzt, bei ihren Auswirkungen…
Ich habe mal zu einem Abnehmvideo, das ich gesehen hab recherchiert. Es wurde so sehr gelobt wie erfolgreich das ganze funktioniert…. Es waren Wachstumshormone… Krebsrisiko inklusive…
Das wird in dem Werbevideo natürlich nicht gesagt…
Ein Freund von mir war Bodybuilder, er hat natürlich abgestritten, daß er jemals gedopt hat. Aber mit 40 ist er an einem Herzinfarkt verstorben…. Nicht nur Anabolika….

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Ja Idefixi,
auch Männer haben Hormone und müssen auf deren Haushalt kucken. :blush:
VG

Ich will einfach die MS mundtot machen , und ich nehme ja nicht einfach Hormone und hoffe auf das beste ,ich belese mich intensiv ,dann spreche ich mit meinem Neurologen und höre auf seinen Ratschlag

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Das war meine Antwort dazu im anderen Thread: Hallo Andreas,

:v::joy:, danke dass du so ausführlich über die hormonellen Probleme und Migräne bei Frauen redest.
Genauso ein Thema hatte ich über Jahrzente mit meinem männlichen Frauenarzt. :sunglasses:

Geholfen haben mir dann die weiblichen Frauenärztinnen in der Uniklinik. Da wurde den Problemen auf den Grund gegangen und durch radikale Schritte kam auch die MS zum Stillstand.
Und bitte bloß nicht in jedem Fall eine Hormon Ersatz Therapie anfangen.
__------_------------------+±—

:sun_with_face::grin:

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Hi Hekate,
das wäre im Detail interessant wie, was, wieviel dosiert wurde, die MS zum Stillstand zu bringen. Das wäre eigentlich Sinn und Zweck nach der Suche der Nadel im Heuhaufen :wink:
VG

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Gucke Neugierig auf die Antwort :crazy_face:

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Ach Jungs, alle relevanten Organe Gebärmutter und Eierstöcke wurden 2023 entfernt. Ich habe nie Ersatzhormone genommen und werde das auch niemals.
Die MS wurde auch durch hormonelle Ungleichgewichte immer wieder getriggert. Nur wusste ich da noch nicht, dass es MS war.
1 Jahr vor der MS Diagnose stand ein hormonell verursachter Brustkrebsverdacht im Raum, mit kleiner OP. Zum Glück war es nur eine Vorstufe.
Dann gabs auch weitere MRT’ s vom Bauchraum. Also die Entscheidung alles raus und der Rat, keine Hormone zu nehmen.
Also so gesehen ist der Schutz durch Progesteron und Östrogen weg. Der Testosteron- wert ist im natürlichen Verhältnis höher.
Es kam vor der Diagnose auch großer mentaler Stress auf der Arbeit dazu.
Das waren dann wohl alles zusammen die Auslöser für den Diagnoseschub, der sich über 6 Monate hingezogen hatte.
Schübe hatte ich seitdem nicht, nur den Eindruck von leichten Verschlechterungen.
Mit Kesimpta habe ich sofort angefangen und ja, es wurde auf ein Krebsrisiko hingewiesen bzw. für gut befunden, dass nun nicht mehr soviele risikobehaftete Organe da sind.
Meine Schilddrüse hat seit 1995 ein Hashimoto und ist ja normal auch an der Hormonbildung beteiligt. Wahrscheinlich stimmt da schon lange was nicht.

@Andy345 , ich kenne mich wirklich nicht gut aus😁. Und ich finde es gut, dass du dich da so mit beschäftigt hast. Bei mir ging es eher über mein Bauchgefühl.

LG

Danke für deine ausführlichen Infos!
Ich habe auch Hashimoto und muss die L-T…schlucken.
Alles Gute weiterhin! und Grüsse :four_leaf_clover:

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Wie hoch sind bei euch die tpo AK ?
Ich habe manchmal den Eindruck ärzte schieben alles auf die ms, andere Krankheiten werden etwas zu wenig ernst genommen …

2 als mann: senkt progesteronzufuhr nicht libido, antrieb etc.?

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Bin Single , aktuell Brauch den trieb eh für nix , das würde mich nicht hindern lol

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