Hallo liebe Community,

Leider hat mir gerade als ich eine passende private Krankenversicherung suchte, mir mein erster MS Schub einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Seit ca. einen halben Jahr suche ich vergeblich und hab leider schon einige Absagen gesammelt. Ich habe derzeit keine Einschränkung und absolut nichts deutet auf einen schweren Verlauf hin, abgesehen davon habe ich eine sehr gesunden Lebensstil und gehe 5 mal die Woche zum Sport.

Die Versicherungen checken meinen Fall nicht mal, oft bekomme ich schon bei einer Email Anfrage sofort eine negative Antwort.

Auch die MS Gesellschaft Österreich konnte mir nicht weiterhelfen, vll gibt es ja hier jemanden aus Österreich der seine Erfahrungen mit mir teilen kann.

Danke und liebe Grüße euch!

1 „Gefällt mir“

Vermutlich wirst du mit der Diagnose keine bekommen oder wenn dann mit erheblichem Risikoaufschlag.
Die PKV will Geld verdienen und kein unkalkulierbares Risiko einkaufen.
Sorry

Stimmt, dem kann ich nur zustimmen. Da Ms nicht heilbar ist und der Verlauf nicht prognostizierbar. Forget it…

Kann mich meinen Vorschreibern hier nur anschließen. Egal wie gesund du dich ernährst, egal wieviel Sport du treibt und egal wie es aktuell mit Einschränkungen aussieht, das sagt absolut nichts über die Zukunft aus, abgesehen davon nimmst du doch bestimmt schon jetzt Medikamente, damit das so bleibt und die dürften auch in Österreich nicht wirklich preiswert sein…

Dankeschön für eure Rückmeldungen.

Hallo, wie das Leben so spielt. Ich dachte justament auch 3 Wochen vor meinem allerersten klinisch relevanten MS Schub an eine private Krankenversicherung.
Ich kann Dir viell. nun eine andere Sichtweise geben. Ich bin jetzt strikt gegen eine private Krankenversicherung.
Aus ideologischen, intellektuellen Gründen, aber auch persönlichen.
Wir, ich zahlen genug Sozialversicherungsbeiträge. Das Thema Vermögensteuern für die “Reichen” lassen wir mal weg. Ich sehe es schlichtweg nicht ein, warum ich monatlich bei der Gehaltsabrechnung was abgezogen bekomme, und dennoch eine private Krankenversicherung bezahlen soll.

Mir gehen auch die Weisheiten von Denen auf die Nerven, die meinen " ach das rechnet sich, ich bekomm das zurück, was ich zahle" .Das ist natürlich Blödsinn. Einzelfälle mögen aus dem versicherungsmathematischen Gemeinprinzip profitieren. Der Rest zahlt. Und nicht wenig.
Schau die mal die Prämien für gesunde Personen an. Das ist ja Irrsinn.

  1. Da es nicht anders geht, habe ich auch private Wahlärzte. Ich reiche die Honorarnote dann ein. Man bekommt mal mehr, mal weniger zurück.

Meine privater Neurologe verlangt mittlerweile satte 350,- für eine Stunde. Ich gehe zu Ihm 1,2 mal Im Jahr.
Dazu ein privater HNO, Psychiater.
Hausarzt, Zahnarzt, Hautarzt machen ich alles noch auf Kasse. Wartezeit ja, kürzere Behandlung, aber nicht immer sind Wahlärzte besser.
Ich will damit sagen, reflektiere mal deine Situation. Viell. steigst du so e besser aus, bzw. ich bin mir sicher, du tust es …

Was ich mit einem überschaubaren Risikozuschlag gemacht habe, ist eine Risikoablebensversicherung …

Und zu Deiner prinzipiellen Frage: Das sind teils automatisierte Einstellungen der Versicherer. Da kommt man schwer drüber. Aber es ist wie gesagt auch nicht wert. Ich würde sogar Jemanden kennen, der sich für eine differenzierte Betrachtung einsetzen würde …

3 „Gefällt mir“

die Situation in Österreich bezüglich Krankenversicherung ist eine etwas Andere als in Deutschland.
Es gibt in Österreich wenige Pflichtsozialversicherungsträger, welche aktuell auch im Minus sind-
Die Leistungen werden vermindert. Und die private Versicherungsindustrie sieht Geschäftsmöglichkeiten.
In Ö. ist auch die Pension/Rente höher ;.-)

Wobei ich nie verstanden habe, warum so viele “Deutsche” in der Pension das Geld für die Urlaube haben.
Da gab und gibt es wohl andere Einkommensmöglichkeiten.

Kann es sein, dass Manche(r) im Leben unterschiedliche Prioritäten haben?