Doch Marion, ich bin schon da ,wenn auch meist mit kleineren oder größeren Abständen das stimmt. Und dass ich deine Antwort jetzt erst gelesen habe tut mir leid. Nun melde ich mich.
Und ja ,irgendwie ist das schon so dass man alleine durch vieles muss aber das war z.b. in meinem Leben auch vor der MS so, all die wichtigen Dinge für mich selbst wie Berufswahl und dann Vorstellungsgespräche, Partnerwahl,Familiengrundung etc etc da habe ich immer in erster Linie auch mich selbst ganz alleine entscheiden müssen was will ich? Was mach ich? Was traue ich mir zu? Was nicht? All solche Lebensfragen. Mit der MS ist das für mich nicht anders. Man kann sich informieren, an die dmsg, an ärzte, an Foren an Selbsthilfegruppen an den Physio oder ergo wenden…aber Therapieentscheidungen, einstellungen wie man mit der MS umgeht, all so was muss und musste ich zumindest immer letzendlich alleine treffen. Auch wenn Freunde oder den Partner fragen kann um seine Meinung muss man ja doch letztendlich schauen was man selbst will, kann, oder eben nicht.
Ich kann mir vorstellen dass wenn man langjährig einen Partner hatte der vielleicht vieles an Entscheidungen mitgetragen hat dass das dann vielleicht eine große Umstellung ist wenn man alles alleine tragen muss. War es denn so bei dir? Was würdest du dir denn wünschen?
Liebe Grüße
Hallo Zora,
Danke für deine Antwort.
Es ist schon schwierig für alles alleine die Entscheidungen treffen zu müssen. Immerhin war ich ja 30 Jahre verheiratet.
Ich fühl mich aber auch noch für meine beiden Töchter verantwortlich, denn ihr Vater ist ja nicht mehr da.
Meine jüngere Tochter hat sich jetzt nach 21 Jahren von ihrem Partner getrennt, 2 Kinder.
Das ist Stress, den mann mit MS nicht gebrauchen kann.
Hast du Kinder?
Gruß Marion

Liebe Marion, das verstehe ich gut. Wenn man Kinder hat ist man immer mit diesen verbunden und kommt wohl nie aus der Mutterrolle ganz raus, auch wenn sich das Verhältnis je nach Alter der Kinder wohl zwischen ihnen und einem ändert, was ja auch gut und gewollt ist.
Und ich glaube auch dass es nach 30 Jahren schwer ist erstmal gefühlt " ganz alleine" dazustehen. Das ist bestimmt eine schwierige Situation für Dich. Das klingt anstrengend. Es gibt zwar in allen Orten Trauergruppen aber das hilft dir nicht wegen dem nicht mobil sein Könnens. Ich kenne mich leider selbst Zuwenig aus als dass ich sagen könnte, dies oder jenes könntest du beantragen …ich glaube ich würde mich wirklich mal an die dmsg wenden telefonisch und deine Situation schildern. Das sind doch sehr kompetente Berater dort die auch wissen ob es Hilfeleistungen für dich eventuell gäbe.
Und ja ich bin auch Mama -von einem Grundschulkind .
Und der Stress…irgendwie ist das ganze Leben immer wieder zeitweise stressig:sweat_smile: ich habe aufgehört zu versuchen Stress zu vermeiden. Weil irgendwie hat mich die Angst vor dem Stress ( und damit eventueller verbundener Verschlechterung der MS)mehr gestresst als der normale alltagsstress. Momentan fahre ich ganz gut damit mir immer wieder bewusst auch Zeit für mich zu nehmen die ich dann so gestalte wie ich mag.meist ist es profanes sitzen im Sessel und einfach Mal nichts tun und auszuruhen
kein tolles Hobby oder so. Augen zu und sich erlauben sich auszuruhen. Aber es tut mir in dem Moment gut und ich brauche es also mache ich es wenn es zwischendurch geht. Und dann bleibt halt mal was im Haushalt liegen z.b. aber es ist alt so.
Eben.
Und genau damit haste ja schon Stress vermieden.

Loslassen ist große Kunst!
@shitman Man kann bzw. ich will nicht immer alles loslassen. Das Leben ist nun Mal nicht immer stressfrei.
Wenn ich heute Dinge im Haushalt liegen lasse und sie morgen immer noch da liegen, zusätzlich zu dem, was morgen anfällt, hilft mir das nur begrenzt.
Was du empfiehlst, Allerweltsernährungstipps, exzessive Physiotherapie und vor allem Stress vermeiden, klingt für mich manchmal wie Hohn. Ich gönne dir, dass es dir damit gut geht, aber es ist nicht für alle das Patentrezept für einen günstigen MS Verlauf, und dann noch, dass sich diejenigen, die sich nicht so voll auf ihre MS konzentrieren wie du, nur zu bequem sind, wie du immer wieder durchklingen lässt.
Ich bin heute extrem angespannt und gestresst, das habe ich mir nicht ausgesucht. Nein, es war nicht meine Entscheidung, mich diesem Stress auszusetzen, manchmal ist das Leben eben so.
@Marion22 Ich kenne das, dass man manchmal nicht weiter weiß, auch wenn ich nicht allein lebe. Ich muss trotzdem Entscheidungen allein treffen, manchmal gegen die Meinung des Anderen. Das Zusammenleben ist auch nicht immer stressfrei.
Ich bin in einem ähnlichen Alter wie du, noch 2 Jahre älter, und mir hilft, dass es bis jetzt, auch wenn ich manchmal verzweifelt war und nicht weiter wusste, es immer irgendwie weiter ging.
Manchmal tun sich überraschend neue Wege auf, die man gehen kann. Das wünsche ich uns.
Ich schreib weder Immer noch Alles.
Jede(r) darf die eigene Dosis finden
Man kann die Dosis nicht immer selbst bestimmen.
Jupp, jetzt habe ich gerade meinen Ehemann mitten im Haushalt losgelassen
, dafür chille ich an der Stadtreviera auf einer Liegebank mit dem Handy und gleich laufe ich die 20 min zurück.
P. S. wenn ich zuhause bin, dann gehört der Haushalt für heute mir immer noch nicht.
im Zweifelsfall bleibt der sogar bis zum Wochenende liegen.
Na du traust dich aber !!! 
? Du hast oben geschrieben:
Dann ist das für dich so.
DEINE Entscheidung.
Ich hab einige Ehrenämter nach langen Jahren abgegeben, weil ICH mir wichtig bin.
MEINE Entscheidung.
Und Termine bei Ärzten und Ämtern mach ich nicht wann es dort passt, sondern wann es mir damit gut geht.
Morgens vor 10 braucht mich da keine(r) erwarten.
MEINE Vorgabe.
Und es klappt. Ich sag schon bei der Terminvergabe warum und wieso und treffe im Regelfall auf Verständnis
Natürlich kann ich Ehrenämter aufgeben, aber ich will nicht Menschen in einer sehr schwierigen Situation im Stich lassen, auch wenn ich MS habe und der Stress mir vielleicht schaden könnte.
Vielleicht sind wir uns einig dass jeder von uns seinen eigenen Umgang finden muss und wir mit Stress der nun mal in irgendeiner Form immer zum Leben oder zumindest zeitweise immer dazugehört umzugehen. Wie das der einzelne dann macht bleibt jedem selbst überlassen. Dem einen ist es z.b. wichtig integer zu bleiben und verlässlich für andere auch wenn er vielleicht weiß dass er selbst dann belasteter durch Stress ist, dem nächsten ist es wichtiger dass auch die eigenen Bedürfnisse Platz haben in seinem Leben und nimmt sich da den Raum für. es kann doch beides passend und sich für den einzelnen richtig anfühlen! Das kann man doch einfach so stehen lassen. Verschiedene Menschen, verschiedene Wege, verschiedene Meinungen. Wer sind wir dass wir uns da anmaßen würden zu richten was da " besser" oder " richtiger " ist?!..eben.
Ich find’s immer interessant zu lesen wie es andere machen. Ich überlege mir dann wie sich dies oder jenes für mich anfühlen würde ,so bilde ich mir dann meine eigene Meinung und probiere aus was sich dann letztendlich für mich gut und " richtig" anfühlt. Denn genau darum geht es: es soll ja jedem einzelnen gut gehen damit und darf es ja auch.
Ja, manchmal tun sich neue Wege auf die mann nicht erwartet hätte.
Nur ohne eigenes handeln passiert nichts.
Also immer wieder Ideen haben um Probleme zu lösen.
Wichtig ist, dass man entscheiden kann wie sehr man sich vom Stress vereinnahmen laesst. Der groesste Teil vom negativen Stress kommt nicht von mir sondern von anderen.
Ich habe eine Mauer um mich aufgebaut und entscheide ganz bewusst, welchen Stress ich reinlasse und welchen nicht. Das verletzt andere oft, aber das nehme ich in Kauf. Klappt nicht immer, aber so langsam verstehen alle, dass ich nicht die Feuerwehr bin, die immer aushilft wenn es brennt.
Meine Trauer ist längst vorbei nach 14 Jahren.
Inzwischen kenne ich mich mit vielen Sachen gut aus und weiß was machbar ist.
Habe Pflegestufe3 und beziehe EU Rente.
Es ist nur nicht schön alleine zu leben und mit MS nochmal einen Partner zu finden ist unrealistisch.
Manchmal brauch man nur eine helfende Hand, die kann man aber auch ohne Beziehung finden.
Bin früher viel gereist, hab viel von der Welt gesehen. Das fehlt mir jetzt sehr.
Es ist nicht unrealistisch mit MS einen Partner zu finden.
Ich war 15 Jahre alleine und habe mich dann bei Parship angemeldet. Dort habe ich tatsächlich den tollsten und verständnisvollsten Mann in meinem Leben kennengelernt. Er hat auch ein kleines Handicap und wir ergänzen uns dadurch super.
Vor drei Jahren haben wir sogar, mit Ü50, geheiratet.
Nicht aufgeben… vielleicht ist ist der passende Mensch schon ganz in der Nähe.
Hallo Micki,
Da warst du sehr mutig aber es hat sich gelohnt.
Ich hatte auch einige Bekanntschaften nur war nicht der richtige dabei.
Wünsche euch eine glückliche gemeinsame Zeit.