Hallo ihr Lieben,

ich bin 45, nehme seit 2009 Copaxone und noch sehr viel länger die Pille. Meine ms ist soweit stabil. Soweit ich weiß, findet die ms einen stabilen Hormonspielgel gut, was für mich bisher auch immer ein Grund war die Pille weiter zu nehmen.

Jedoch habe ich noch eine andere Erkrankung, für die es nun eine Überlegung wert wäre, die Pille abzusetzen.

Ich habe jedoch Sorge, durch das Absetzen der Pille einen Schub auszulösen.

Was habt ihr für Erfahrungen?

Zudem würde mich interessieren, was ihr für Erfahrungen mit den Eintritt in die Wechseljahre und der ms gemacht habt. Wird ja bei mir auch irgendwann mal Thema werden…

Ganz liebe Grüße & euch allen die besten Wünsche

Hallo Katja!

Bin auch 45 und habe vor etwa 10 Jahren von einer Gyn. erfahren, dass bei mir Faktor-V-Leiden vorliegt, also diese genet. bedingte Blutgerinnungsstörung, die das Verhütungsmittel “Pille” de facto ausschließt.

Das daraufhin erfolgte Absetzen der “Pille” hatte keine erkennbaren Auswirkungen auf die MS (bin keine Ärztin, bin bloß Userin; Anm.).

Alles Gute Dir!

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Hallo Katja,
Ich nehme tatsächlich aus medizinischen Gründen seitdem ich 9 Jahre alt bin die Pille dauerhaft und durchgängig und für alle die jetzt aufschreien- ja, das ist tatsächlich notwendig und von vielen Ärzten und Spezialisten entschieden worden, ein absetzen im Alter von 14 Jahren ging fürchterlich schief und brachte mir eine große OP und langen Krankenhausaufenthalt ein.
Ich bin mittlerweile 45 Jahre alt und habe schon seit einiger Zeit das "Gefühl " das ich in den Wechseljahren sein könnte. Mit meiner Gyn habe ich daher das Thema Wechseljahre und Pille gerade erst besprochen und mal unabhängig von meiner anderen Erkrankung meinte sie ich sollte alleine wegen der MS erstmal keine Experimente machen und die Pille weiter nehmen wäre eher positiv als schädlich für die MS. Die Wechseljahre scheinen bei mir auch wohl schon begonnen zu haben, aber laut der Gyn ist das ein längerer Prozess und daher spricht auch erstmal nichts dagegen weiter die Pille zu nehmen, bzw.rät sie mir aufgrund der anderen Erkrankung sowieso kein Risiko einzugehen und die Pille bis zum Ende ( also bis 50 ) zu nehmen. Die Pille kann und darf wohl auch nur bis 50 verordnet werden und ihr Plan in meinem Fall ist kurz vorher eine genaue Blutuntersuchung durchzuführen und sofern ich da noch nicht "gewechselt " sein sollte ein anderes Hornonpräparat zu bekommen. Sie plädiert aufgrund der MS und meiner anderen Erkrankung den Hormonspiegel stabil zu halten, ohne MS wäre sie aber auch dafür die Pille erstmal abzusetzen , dann aber aufgrund meiner anderen Erkrankung mit sehr engmaschigen Kontrolluntersuchungen. Meine Gyn ist im übrigen keine Freundin der Pille …

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Die Wechseljahre beginnen hormonell bereits recht früh, um die 40. Vielleicht wäre es nicht verkehrt, den Hormonstatus bestimmen zu lassen.
Da meine MS erst nach dem “Stop” anfing, ist das nur eine Überlegung von mir

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Hallo,
ich hatte vor den Wechseljahre schubformige MS wo sich überwiegend die Einschränkung nach Kortisonstoßtherapie gut zurück gebildet haben.

Mit den Wechseljahre Beschwerden (ca. 2018) ist meine MS immer schleichend schlechter geworden. Ohne Schübe. Inzwischen kann ich wenige Schritte mit Rollator gehen, sonst Rollstuhl.

Vielleicht ist das aber auch ein Zufall, weil ich bis dahin meine MS schon über 20 Jahre hatte. Und da sind die Ärzte ja der Ansicht dass eine Schubform in die spms übergehen kann.

Damals hat mich keiner darauf aufmerksam gemacht dass die Wechseljahre vielleicht die MS verändert. Ich denke das weiß auch niemand genau.

Ich wünsche dir eine gute Entscheidung und alles gute.

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Ich hau jetzt mal raus, was ich über die Monate so aufgeschnappt, eingelesen hab und was mein Gehirn draus gemacht hat. Achtung: Fehlinterpretation meinerseits fast garantiert und andere dürfen gerne protestieren “Das hast du komplett falsch aufgefasst… in Wirklichkeit heißt das es ist so und so…”

Ich hab aufgeschnappt, dass Progesteron “wahrscheinlich” MS Aktivität senkt. Haben Männlein und Weiblein beide, aber dank Zyklus haben wir Frauen öfter mal einen Spike nach oben :wink:
Würde für mich erklären, warum ich schon öfter von Frauen gehört/gelesen habe, dass die MS mit den Wechseljahren sich verändert hat / einen Zahn zugelegt hat.
Und es würde auch erklären, warum männliche MSler statistisch gesehen zumindest eine schnellere Progression in der Behinderung haben.
Bitte um Korrekturen wenn ich da was falsch aufgeschnappt hab. Aber so hab ichs verstanden.
Bin gerade glaub ich selber in den Übertritt (42) und will demnächst mal Hormone ect checken lassen.

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Ich bekam die Diagnose mit 43, Zufallsbefund und ohne MS typische Beschwerden (rückblickend schon phasenweise, aber anderes Thema). Deshalb auch bis dieses Jahr keine Basistherapie.
Um die 50 rum begannen aber schon erste „Abbauerscheinungen“ (so würde ich das mal nennen). Schwäche, Belastbarkeit, abnehmende Gehstrecke (immer noch 3,4 km, aber eben keine 20 km-Wanderungen mehr), vermehrt Erschöpfung. Und es tauchten auch mehr neue Herde auf als in den Anfangsjahren.
Ob das jetzt mit zunehmendem Alter zusammenhing, glaube ich nicht. Dafür wich das Befinden zu sehr von Gleichaltrigen ab.

Ich glaube schon, das der sich ändernde Hormonstatus Auswirkungen hat. Die Pille hatte ich übrigens bereits mit 30 abgesetzt.

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Hallo,

ich wüsste nicht, warum das Absetzen der Pille einen Schub auslösen sollte.

Aber die Hormonumstellung in den Wechseljahren hat auf jeden Fall auch Einfluss auf die MS. Pregnenolon ist hier wohl wichtig und der Status sollte bestimmt werden.

Auf dieser Seite gibt es einige Infos zum Thema Hormone:

https://www.hormonzentrum-an-der-oper.de/de/hormone/hormone-von-a-z/pregnenolon.html

Insgesamt ist es sinnvoll, den Hormonstatus regelmäßig überprüfen zu lassen und gegebenenfalls mit Bioidentischen Hormonen entgegenzusteuern.

Ich persönlich habe schon vor vielen Jahren die Pille abgesetzt, da die Nebenwirkungen unerträglich waren und in meiner Familie eine Veranlagung für Brustkrebs vorhanden ist.

Wenn die Pille medizinisch notwendig ist, ist es natürlich wieder etwas anderes.

Schöne Grüße! :butterfly:

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Black Mug. Danke für den Anstoß.
Für mich doppelt interessant. Meine andere hier relevante Erkrankung ist nämlich ein Hirnhauttumor. Solche haben öfter Hormonrezeptoren, die auch auf Progesteron anspringen, allerdings im negativen Sinn.
Schöner Mist das alles…
DAnke nochmal und dir alles Gute

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Oh fuck! Das ist echt Arschkarte :frowning: Vielleicht können andere mehr dazu sagen oder andere Tipps geben.
Es gibt hier Leute, die die ganzen Studien gefühlt auswendig können, ich merk mir am Ende immer nur das Fazit, deshalb formulier ich immer mit Disclaimer :wink: Auch dir alles Gute! :crossed_fingers: