Dr. Brandon Beaber, amerikanischer Neurologe, MS-Spezialist und Buchautor hat aktuelle Daten der laufenden Phase-III-Studien zu Fenebrutinib analysiert. Bisher gab es 2 Todesfälle in den Kontrollgruppen und 15 Tote in den Verumgruppen. Mit anerkannten, in der Medizin gängigen Formeln zur Wahrscheinlichkeitsberechnung will er auf eine äußerst niedrige Wahrscheinlichkeit von p = 0,0016 bzw. 0,0019 kommen, dass die hohe Todesrate in den Verumgruppen nur Zufall wäre.
Achtung: Der p-Wert ist keine Prozentangabe! Er ist ein Evidenzmaß für die Glaubwürdigkeit der Nullhypothese. p kann Werte zwischen 0 und 1 annehmen. Ist der Wert kleiner als ein vorgegebenes Signifikanzniveau (allgemein < 0,05), lässt sich die Nullhypothese ablehnen.
Im hier vorliegenden Fall lautet die untersuchte Nullhypothese “Kein Zusammenhang mit dem Medikament”. Die niedrigen p-Werte (sofern korrekt ermittelt) unterhalb des allgemeinen Signifikanzniveaus würden bedeuten, dass die Nullhypothese hier nicht erfüllt wäre, dass also wahrscheinlich ein Zusammenhang zwischen Fenebrutinib und der erhöhten Todesrate in den Verumgruppen bestünde.
In der Fachpresse oder von Roche liest man noch nichts. Bin gespannt, ob da noch etwas kommt und ggf. was.
Quelle: https://x.com/Brandon_Beaber/status/2031627476275966332
