Man sollte sich nicht auf das Konzentrieren, was nicht (mehr) geht und andere können, sondern auf das, was geht.
Auch wenn ich einiges nicht mehr kann, was ich gern machen wollte, habe ich immer noch Erfahrungen und Fähigkeiten, die andere so nicht haben und zu schätzen wissen.
Das habe ich gerade jetzt wieder erfahren.

Wenn man ein netter, umgänglicher Mensch ist, ist man das immer noch, wenn man sich an sportlichen Aktivitäten nicht mehr beteiligen kann.

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Ja, an manchen Tagen, wenn man schon am Anfang merkt, es geht nicht, dann geht es einfach nicht. Am besten das Ganze beenden dann.

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Oder reduzieren und anpassen auf das, was geht.
Weniger ist ja nicht gar nichts gemacht.

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Ich freu mich, dass ich gerade 300 Meter auf meinem Laufbahn mit Exoskelett und Festhalten hinbekommen hab :slightly_smiling_face:

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Vier Stunden Kindergarten geschafft :sweat_smile:
Jetzt Mittagessen und dann wartet mein Sofa auf mich… Freu mich für eine Stunde die Augen zu schließen und Stille genießen… :relieved:

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Ich hätte dich für älter gehalten :wink:

Gute Erholung!

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Danke @Idefix, dass du dieses Thema aufgemacht hast. Eure Erfahrungen und Erlebnisse machen etwas mit mir. Sie ziehen mich mit.

Gestern hatte ich ja einen guten Tag. Heute früh dachte ich nur “gestern hui, heute pfui”. Das wird ein gebrauchter Tag.

Zum Glück hatte ich um 8 Uhr einen wichtigen Termin. Danach ist mir der Bus vor der Nase weggefahren. Was mach ich jetzt? 30 Minuten warten oder Richtung Busbahnhof laufen? Hab mich für das Laufen entschieden. Von dort mit dem Bus nach Hause. Ich habe mich da schon besser gefühlt, als morgens.

Heute Nachmittag hatte ich Ergotherapie. Gutes Wetter, also zu Fuß. Hirnleistungstraining, was mich ordentlich gefordert hat.

Ich hätte heute früh nicht gedacht, dass der Tag so wird. Erschöpft, aber stolz. Nun ist Feierabend!

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Die kleinen Pausen sind mir als Pacing von CFS her bekannt, leider
nach 30 Jahren immer noch nicht vertraut.
Mein Tag teilt sich in 2 Hälften: die Erste geht bis circa 14 Uhr. Dann ist erst mal wieder 4 Stunden Schlaf angesagt. Und dann so nach und nach ein bisschen Bürokram - sofern der Kopf mitmacht.
Also nix mit kleinen Pausen. Ich schaffe es einfach nicht, dann aufzuhören und eine kleine Pause zu machen wenn ich gerade so schön im " full swing" bin.

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So heute war bei mir ein Hakentag… Ein Tag zum Abhaken.
Ich bin um fünf aufgewacht. Dann bin ich auf die Couch mit Bobby und bin nochmal eingeschlafen. Irgendwie war mein Kreislauf unerlaubterweise auf Wanderschaft. Ich kam so gar nicht in die Gänge. Außer Hörbücher hören und Küchenschlacht gucken gin gar nix. Ich bin nur durchdie Gegend geschwankt…
Alles ziemlich gaga….
Jetzt bin ich a bissele fitter und lese Zeitung und Zeitschriften…
Ich trinke Schwarztee um später schlafen zu können…
Eigentlich hab ich wenigstens Frühstück gemacht, Mittagessen und später mach ich noch die Spülmaschine fertig…

Ich bekomme nächste Woche Corti. Ich bin fällig…. Ich war die ganze Wo kaputt…
Aber morgen ist ein neuer Tag. … also auf einen neuen Tag.
Wen heute nix ist, dann morgen wieder….

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Solche Tage dürfen/müssen auch sein, und meiner Meinung nach darf man auch stolz sein, wenn man diese “durchhält” ohne schlechtes Gewissen, negativen Gefühlen

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Stimmt. Va sind wir nicht die Einzigen.
Manchmal muß man sich umschauen und man erkennt daß wir nicht die Einzigen sind. Meine frühere Mitarbeiterin meinte als ich jammerte. Ruf mich an. Auch jmd der gesund ist ein junge Familie hat har schlechte Tage. Das ist ganz normal. Es ist ne Illusion daß die Leute meinen alles ist immer easy und alle sin immer so topfit… Schau Dir nur die Werbung für NEMs

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Richtig, man darf nicht vergessen, dass jeder solche Tage hat, warum also sollen ausgerechnet wir MSler damit hadern?

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Weil wir alle gelernt haben, wie „gesund“ und „leistungsfähig“ in einer Welt funktionieren, die Behinderung abwertet.

Da musst du erstmal rauskommen

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Ja, hat Jahre gedauert :relaxed:

Genau. Meine Mami hat am Mo ihre Antikörpertherapie bekommen ihr gings auch net so toll.
Hey mit Ü80 ist das alles nimmer so easy. Da helfen keine NEM‘s.
Und ehrlich mir geht auf den Nerv, wenn so Dumpfbaccken meinen mam wäre ein Simulant weil man nicht so funktioniert wie alle anderen!!!

Mir ist es egal, was irgendwelche Dumpfbacken meinen.
Wenn ich ihnen sage, woran es liegt, dass ich nicht immer so funktiere wie andere und die es nicht kapieren, kann das nicht mein Problem sein.
Ich tue, was ich kann und will, mehr geht nicht.

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Normalerweise schaffe ich das aber diese Woche bin ich voll neben mir. Und ich muß mit mir selbst kämpfen meine Schutzschilde hochziehen…

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Brauchst du Schutzschilde? :flushed:

Das tut mir sehr leid. Das ist nicht gut.

Das ist mal gut zu hören dass es anderen auch so geht…
Meine Familie sagt immer nur zu mir ich soll mich nicht so anstellen…
Nur weil man es mir auf den ersten Blick nicht anmerkt dass ich MS habe heißt das nicht das die Krankheit voll zuschlägt.
Ich bin voll berufstätig und habe zwei Kinder und einen Haushalt…Ich stoße sehr oft an meine Grenzen. Aber ich soll mich ja nicht so anstellen….:roll_eyes:

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Ich hoffe für dich das dein Schutzschild wie Teflon ist und alles negative an dir abperlt! :wink: