Ich bin behindert bzw. ich habe eine Behinderung. Ich will nicht, dass Nichtbetroffene sich nette Wörter ausdenken, weil sie denken dass das Wort ,behindert" eine Beleidigung ist. Richtig schlimm finde ich auch: ,Mensch/Person mit besonderen Bedürfnissen" Wie sehr ihr das und welche Umschreibungen fallen euch noch ein?

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Letztens hat ein schwarzer schweizer Comedian sein Publikum als sehr schwach pigmentiert bezeichnet. Das Publikum lachte mit Knödel im Hals

Heißt doch schon lang " Menschen mit Beeinträchtigungen", meine ich.
Mir ist das mittlerweile egal.
Es sind nicht meine Mitmenschen, die mich nicht gut behandeln. Es ist eher das System. Von denen fühle ich mich schon diskriminiert, weil ich seit 2 Jahren ein Hilfsmittel beantragt habe und jetzt erbärmlich vorm Sozialgericht stehe. Mußte jetzt erst Stellungnahme zu einem Gutachten abgeben. Das ist so armselig…Das macht was mit Dir und ja ich bleibe sachlich, freundlich.
Ist nicht mein erstes Erlebnis in Bezug auf krank/behindert(beeinträchtigt)

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Ja es ist das System was uns schlecht behandelt.

Wir sind einfach nichts mehr wert weil wir dem Staat nicht mehr dienen können.

Es wird uns vieles mit Absicht schwer gemacht.

Aber wir lassen uns nicht unterkriegen.

:shushing_face:

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In irgendeiner Sendung hat irgendwo (ich weiß es echt nicht mehr) mal eine Betroffene gesagt, behindert sei schon das richtige Wort. Allerdings sei sie nicht behindert, sie wird behindert. Ich denke das trifft ganz gut, was du meinst.

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Ja man wird halt trotz der riesigen Menge an “Behinderten” nicht mitgedacht bei Städte- oder Bauplanung, sonst gäbe es nur Rolltreppen und Fahrstühle flächendeckend. Alles ist auf “Gesunde” ausgelegt, obwohl wir genauso Steuern zahlen…

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Ja, ich finde auch, dass DAS das eigentliche Problem ist und nicht irgendwelche Bezeichnungen und ob auch jeder die aktuell korrekte Bezeichnung draufhat. Wichtiger ist, dass alle am Leben teilhaben können und Gehwege nicht permanent zugeparkt sind, oder dass Alternativen zu Treppen bestehen und auch dass nicht dauernd vorausgesetzt wird, dass jeder ganz easy Formulare am PC ausfüllen oder ein Handy nutzen kann (mittlerweile eine echte Plage).

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Das sehe ich auch so. Ich brauche auch keine blumigen oder komplizierten Wortausschweifungen. ‘Menschen mit Behinderung’, damit kann ich leben und habe damit keine Probleme.

Aber das Wort “Krü…” finde ich unmöglich. Wenn das jemand benutzt, reagiere ich mit :face_with_symbols_over_mouth:

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Krümel kann ich ohne Probleme hören, sagen und schreiben

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Am schlimmsten sind Innenstädte, die nur aus Kopfsteinpflaster bestehen, und man selbst mit Umwegen immer noch darüber rappelt

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Absolut. Ist Alles nicht förderlich. Inklusion findet leider oft auf anderen Ebenen statt und muß hart erarbeitet werden.
Das Gute daran, Du lernst irgendwann aus Nichts was zu machen.

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Ich finde es manchmal schwierig, dass viele bei Behinderung immer nur an Gehbehinderungen denken. Wenn ich sage, dass ich ein Grad der Behinderung habe, bekomme ich häufig als Reaktion: “aber du läufst doch gut” oder wenn ich sage, dass ich MS habe “aber noch geht es dir ja gut, denn du sitzt ja nicht im Rollstuhl”.
Viele Behinderungen sind nicht sichtbar, das ist Vor- und Nachteil zugleich.
Barrierefreiheit finde ich auch total wichtig. Ich würde es aber auch schön finden, wenn ein Einkaufsladen oder Kleidungsgeschäft weniger Reize hätte (grelle Licht, Musik, vollgestellt), bei viele Behinderungen spielt Überreizung eine große Rolle :thinking:

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Ohja Reize runterfahren wäre so wichtig.
Mittlerweile machen manche Geschäfte zu bestimmten Zeiten bei der “stillen Stunde” mit, wo genau das gemacht wird. Leider noch viel zu wenige, aber immerhin ein Anfang

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Mein ehemaliger Friseur hat schon vor Jahren eine „silent night“ eingeführt. Fand ich einen Segen. Wenig ist nerviger als lautes Geschnatter + laute Föhne gleichzeitig, dazu klingelnde Telefone etc.

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Ich gebe Dir und den anderen hier recht. Behindert ist nicht beleidigend sondern beschreibt eine simple Tatsache. Ob man jetzt sagt man ist behindert oder wird behindert lässt sich diskutieren und ist letztlich dank der präzisen deutschen Sprache auch eine interessante Betrachtung.
Das mit der Wokeness treibt sehr seltsame Blüten. Weiße Menschen mt zu viel Zeit definieren wie Menschen mit anderen Hautfarben genannt werden sollen, sagen wie wir unser Essen nennen sollen, und erfinden Umschreibungen für Begriffe, die sie generell eher nicht betreffen. Und schon sind wir eben anders begabte Menschen mit besonderen Bedürfnissen etc.
Lasst Euch nicht ärgern!

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