Hallo,
“dazu stehen”? Inwiefern? Über die Suchfunktion findet man ja etliche, die es hier nehmen, das ist weder Mutprobe noch peinlich.
Ich konnte nur mit Saras Anfrage so wenig anfangen. Nehme ichs? Ja. Was interessiert dich? Ich hab mich nach der Ankündigung von Ocrelizumab, als es noch nirgends auf der Welt zugelassen war, intensiv beschäftigt, viel in US-Foren gelesen, als es da dann raus war. Ich finde, Medikamente dieser Schublade bedürfen einer sehr sorgfältigen Überlegung, ob man das will, für mich jedenfalls.
Hat mich Monate gekostet, bis ich dann vor der Deutschlandzulassung beim meinem Neurologen war, um Bescheid zu geben, dass ich gerne starten würde, wenns losgeht. Dazwischen hab ich eine Zweitmeinung eingeholt und mich von anderen Ärzten bzgl. des Krebsrisikos beraten lassen. Ich muss voll hinter dem stehen, was ich nehme, bzw. mir verabreichen lassen, denn ich muss ja auch mit den Konsequenzen und Nebenwirkungen klarkommen, nicht die Ärzte. Und schon gar nicht entscheide ich mich nach Pharmaheftchen, denn da muss man ja in den Broschüren für Ocrevus den Eindruck bekommen, dass besser jeder ein bisschen MS haben sollte, so einfach wie das alles ist.
Klar entstehen dann dennoch Unsicherheiten hier und da, aber holter di polter würde ich das nie entscheiden, aber so bin ich nunmal und wenn Sara das von jetzt auf gleich gegen ihren eigenen Plan entscheiden kann, sind wir offenbar ganz unterschiedlich gestrickt.
Ich bin in Kürze mit der nächsten Dosis dran und bin gespannt, ob ich genauso wie zuletzt die kommenden 2 Monate auf minimalem Energielevel funktioniere und weder in Berufs- noch Familienleben voll startklar bin.
Grüße, Knusperkeks