Ich war ja seit meiner Diagnose 3 Jahre bei nem netten Neuro. BT oder ähnliches hab ich nie gemacht. Jetzt verschlechtern sich meine Beine seit einigen Monaten. Das kam ohne merklichen Schub angeschlichen. Merke es bei Treppensteigen hauptsächlich. Erste Stufen ok, dann wird es schleppender. Bin Dauerkaputt habe aber auch einiges zu tun. Sport bisher gleich 0. Versuche gingen böse nach Hinten los. Muskelkrämpfe und Muskelkater ohne Ende vom quasi Nichtstun. Habe jetzt KG nach Bobath angefangen. Wenig tun, viel Muskelkater…
Jetzt muss ich ab Dezember eben zu einem anderen Neuro und weiss nicht was mich da erwartet . Was ist richtig , was falsch?
Hallo Lillyfee,
auf diese Frage gibt es nur eine Antwort: Kommt drauf an! Kommt drauf an, was du für einen Verlauf hast, was du für Symptome hast … Es sollte (hoffentlich) eher so sein, dass du etwas von dem neuen Neuro erwartest, nicht er von dir. - Wenn du etwas genauer wissen möchtest, solltest du deine Frage konkretisieren.
Wenn man den Arzt wechseln muss, ist einem immer ein bisschen mulmig. Es dauert schließlich eine Weile, bis man an ihn gewöhnt ist. Aber es kann ja auch eine Verbesserung sein!
Viel Glück mit dem Neuen und LG!
Renate
Habt ihr euch besser gefühlt nach Beginn einer BT ???
Hallo Lillyfee,
ich habe 2 Tage nach der Diagnose mit Betaferon angefangen, das ich mir schon vorher selbst ausgesucht hatte. Ich habe mich generell besser gefühlt nach der Diagnose! Noch am Tag, als ich mit dem Diagnose-Schub in die Klinik einzog, bezichtigte mich meine Schwester der Hypochondrie: “Du bist ja hysterisch, in deinem Alter kriegt man keine MS mehr!”
Sie erwartete, dass ich noch am selben Tag wieder entlassen werde - es wurden 2 1/2 Wochen daraus, und meine Selbstdiagnose MS war zutreffend gewesen. Das Spritzen ging mühelos, und ich habe im ersten Jahr keine 20 von den 100 Ibuprofen 400 mg gebraucht, die ich gegen die Nebenwirkungen verschrieben bekam. Vielleicht wirkte der Cortisonstoß, den ich zur Behandlung des Diagnose-Schubs bekommen hatte, auch noch nach (obwohl es Prednisolon gewesen war, das ich sehr schlecht vertrage).
Also kam einiges zusammen, was dazu beitrug, dass ich mich nach der Diagnose und dem Therapiebeginn so viel besser fühlte. Ich will immer gerne wissen, woran ich bin, Ungewissheit vertrage ich nicht gut. Das Betaferon spritze ich immer noch, inzwischen seit 5 Jahren und 8 Monaten. Jährlich lasse ich eine Kernspintomographie machen, vierteljährlich ein kleines Blutbild. Meine Leber verkraftet das Betaferon problemlos (ich trinke allerdings auch keinen Alkohol). Ich würde mich wieder für Betaferon entscheiden.
Aber natürlich sind meine Erfahrungen nicht übertragbar. Ich habe für mich die passende BT gefunden, aber der nächste macht vielleicht ganz gegenteilige Erfahrungen. Das weiß man eben vorher nicht, sondern erst, wenn man es versucht hat.
Liebe Grüße
Renate