Wissenschaftler der University of California, Riverside, und der University of Illinois haben zwei experimentelle Verbindungen entdeckt, die Nervenschäden bei Multipler Sklerose (MS) reparieren könnten.

Bei MS greift das Immunsystem die schützende Myelinschicht der Nervenfasern an, was zu Behinderungen und Funktionsverlust führt. Bestehende Medikamente können das Fortschreiten verlangsamen, aber keine Schäden rückgängig machen.

Die Forscher identifizierten zwei Wirkstoffe – K102 und K110 – sogenannte Estrogenrezeptor-β-Liganden, die die körpereigene Fähigkeit zur Myelinbildung anregen. In Mausmodellen und menschlichen Zellkulturen zeigte K102 die stärkste Wirkung: Es förderte die Remyelinisierung und stellte die Nervenfunktion wieder her.

Die Substanzen aktivieren Oligodendrozyten-Vorläuferzellen, die Bausteine der Myelinschicht, und regen sie zur Reifung und Reparatur geschädigter Fasern an. Besonders wichtig: K102 ist oral verfügbar und gelangt ins Gehirn – ein entscheidender Schritt für zukünftige klinische Studien.

Zwar stehen Humanstudien noch aus, doch die Wirkstoffe wurden bereits von Cadenza Bio für die Weiterentwicklung lizenziert. Forscher betonen, dass es sich um einen bedeutenden Fortschritt handelt – noch keine Heilung, aber möglicherweise ein Weg zur Wiederherstellung der Nervenfunktion.

Quellen:
Vaden, T. D., Singh, M., Katzenellenbogen, J. A., et al. (2025). Chloroindazole based estrogen receptor β ligands with favorable pharmacokinetics promote functional remyelination and visual recovery. Scientific Reports, 15, 12863–12877.

#MultipleSklerose #MSResearch #Nervenschaden

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Forschung in den USA wird in Zukunft schwierig!
Mit Trump und den Republikanern an der Spitze wird nicht mehr viel möglich sein!

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Hi @Tankboy77

hier eine kleine Info was KI so weiss zur REm…

Wie erfolgt die Reparatur (Remyelinisierung)?

Im zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) gibt es spezielle Stammzellen, sogenannte Oligodendrozyten-Vorläuferzellen (OPCs).
Diese können:

Wandern zu den Stellen, wo Myelin beschädigt wurde,

Sich differenzieren zu reifen Oligodendrozyten,

Neues Myelin bilden, das die Axone wieder umhüllt.

Dieser Prozess heißt Remyelinisierung.

:balance_scale: Warum funktioniert das nicht immer gut?

Mehrere Faktoren können die Reparatur behindern:

Alter: Die Aktivität der OPCs nimmt mit der Zeit ab.

Entzündungen: Chronische Entzündungen (z. B. bei Multipler Sklerose) stören das Milieu, das für Remyelinisierung nötig wäre.

Narbenbildung: Nach größeren Schäden kann sich Narbengewebe (Glianarben) bilden, das die Regeneration blockiert.

Fehlende Signale: Manchmal fehlen Wachstumsfaktoren, die OPCs zur Reifung anregen.

:seedling: Forschung und Therapieansätze

Aktuelle Forschung versucht, die natürliche Myelinreparatur zu fördern, z. B. durch:

Medikamente, die OPCs aktivieren oder ihre Reifung fördern,

Stammzelltherapien,

Wachstumsfaktoren oder Signalstoffmodulation,

Lebensstilfaktoren (Bewegung, gesunde Ernährung, Schlaf), die neuronale Gesundheit unterstützen.

Forschungsansätze oder klinische Studien (Stand 2025) zur Förderung der Myelinreparatur.

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe spannender Forschungs- und Klinikansätze (Stand 2024/25), die darauf abzielen, die Reparatur von Myelin im zentralen Nervensystem zu fördern (also eine sogenannte Remyelinisierung). Aussichtsreiche Beispiele zusammengefasst — wichtig: Das heißt nicht, dass eine verlässliche Therapie schon allgemein verfügbar ist.

1) Klinische Studien bei Multiple Sclerosis (MS)

Eine Phase-2-Studie mit dem Namen CCMR2 in Cambridge hat kürzlich ihre Rekrutierung abgeschlossen. Ziel: zwei bereits zugelassene Medikamente (für andere Indikationen) zu prüfen, ob sie die Myelinreparatur beim Menschen verbessern können. Multiple Sclerosis Society UK

In einem Überblicksartikel heißt es: „Bis heute hat noch kein Medikament in Phase 3 einen klinisch sinnvollen Effekt auf Myelinreparatur gezeigt“. Lippincott

Das zeigt: Vielversprechend, aber noch nicht etabliert.

2) Wirkstoffe / Medikamente, die Myelinreparatur-Mechanismen ansprechen

Forscher identifizierten z. B. kleine Moleküle (z. B. Steroide wie Danazol oder das Anthelminthikum Parbendazol) als Wirkstoffe, die in Zell- und Gewebemodellen die Differenzierung von Oligodendrozyten-Vorläuferzellen (OPCs) fördern konnten. PubMed

Eine Studie zeigte: Steigerung der Retinsäure (RA)-Synthese in OPCs fördert deren Vermehrung und Remyelinisierung (im Tiermodell). Frontiers

Ein Übersichtsartikel zeigt: Neben dem direkten Fördern von OPC-Differenzierung werden auch Wege untersucht wie entzündliche Hemmer der Remyelinisierung beseitigt werden können („inhibitory signals“) oder wie man Energielieferanten/Ko-Faktoren liefert. Lippincott+1

3) Zell- und Stammzellansätze

In einem Tierversuch („Mausmodell“) zeigte sich, dass transplantierte neural-stammzell-artige Zellen sich in Oligodendrozyten differenzierten und Myelinbildung in Regionen mit chronisch gestörter Remyelinisierung förderten. Multiple Sclerosis News Today

Exosomen (kleine Vesikel) von OPCs kombiniert mit Zelltherapie zeigten immunmodulatorische Effekte – allerdings nicht eine eindeutige Reduktion von Demyelinisierung in dieser Studie. PubMed

4) Grundlagenforschung: Zielmechanismen & Barrieren

Wichtig ist: Bei MS und anderen Erkrankungen sind oft zwar OPCs vorhanden, aber sie reifen nicht zu myelinisierenden Oligodendrozyten oder das Umfeld (z. B. chronische Entzündung, Narbenbildung) blockiert die Remyelinisierung. BioMed Central

Beispiel: Der Transkriptionsfaktor SOX6 wurde als „Bremse“ bei der Reifung von Oligodendrozyten identifiziert. In Studien war erhöht aktive SOX6 in MS-Gehirngewebe. Blockiert man SOX6 im Tiermodell, nimmt Myelinbildung zu. Multiple Sclerosis News Today

Ein weiterer Mechanismus: Epigenetische Markierungen bei erwachsenen OPCs (z. B. Histon-Acetylierungen) beeinflussen die Proliferation und damit die Verfügbarkeit von OPCs für Myelinbildung. asrc.gc.cuny.edu

:mag: Fazit & Ausblick

Es gibt echte Hoffnung, dass in den nächsten Jahren Therapien entstehen könnten, die nicht nur Entzündung stoppen (wie es viele aktuelle MS-Medikamente tun), sondern gezielt Myelin reparieren oder neu bilden helfen.

Dennoch gilt: Bislang keine Therapie mit breitem Einsatz, die nachgewiesenermaßen die Remyelinisierung beim Menschen klinisch wirksam verbessert hat.

Gute Besserung :sunny:

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Ja, das darf man nicht außer Acht lassen

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Es ist also sehr interessant aber zum jetzigen Zeitpunkt eben auch nicht mehr… :roll_eyes:

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Na das war es aber was

UK’s RNA vaccine eliminated MS symptoms — autoimmune reversal achieved

Scientists at Imperial College London developed an mRNA vaccine that reprograms the immune system to stop attacking myelin (the protective coating on nerves) in multiple sclerosis patients. The vaccine essentially cures the autoimmune disease at its source.

The treatment delivers mRNA instructions that teach immune cells to recognize myelin as “self” rather than “foreign.” It deletes the auto-reactive T-cells causing damage while preserving normal immune function. Unlike current MS drugs that suppress the entire immune system (increasing infection risk), this precisely targets only the disease-causing cells.

In Phase II trials, 78% of patients showed complete halt of disease progression. More remarkably, 34% experienced reversal of symptoms — regaining sensation, strength, and coordination they’d lost. One participant, wheelchair-bound for 4 years, walked unassisted after 9 months.

The vaccine requires just two doses, with protection lasting 5+ years. It works for relapsing-remitting and progressive MS. With 2.8 million MS patients worldwide facing lifelong disability, this represents a genuine cure. UK regulatory fast-track approval targets late 2025. :syringe:

Source: Imperial College London Department of Brain Sciences, 2024

#MultipleSclerosis #RNAVaccine #AutoimmuneDisease #UKResearch #mRNATherapy #NeurologicalDisease #MedicalBreakthrough #ImmunologyInnovation #ChronicDisease #CureDiscovery

Hier nur kurz der Hinweis, dass ein Remyelinisierer namens “pipe-307” derzeit Phase 2 ist, die Ergebnisse werden für Ende des Jahres erwartet.

Video dazu: https://youtu.be/0BZ6nMBZZw8?si=EfdQQ4bcbRROlIsk

Ich träume davon, dass dieser Wirkstoff uhthoff abschwächt. Ich hasse diesen kackeffekt

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Was zitierst du da?

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Random medizinische Facebookseiten zu MS wenn der Algorithmus was reinspült

Hä xD

Llllllaaaaaaaaa

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MIT created injectable gel regrowing damaged nerves — sensation restored completely

Bioengineers at MIT developed a hydrogel that, when injected at nerve injury sites, creates a scaffold that guides nerve fibers to regenerate across gaps. The gel mimics natural nerve tissue structure and releases growth factors that accelerate healing.

Peripheral nerve injuries (from accidents, surgery, diabetes) affect 20 million Americans, often causing permanent numbness, pain, or paralysis. Current treatments work poorly because severed nerves struggle to find their original pathways. This gel provides a “bridge” lined with chemical signals that direct nerves exactly where to grow.

In trials, patients with hand nerve damage regained full sensation and motor control within 3-6 months. One participant, numb for 2 years after carpal tunnel surgery, could feel textures and temperature again. The gel biodegrades as natural tissue replaces it.

The treatment is minimally invasive (outpatient injection), works for injuries up to 5 years old, and costs less than $500. FDA approval expected mid-2025. This could help millions living with neuropathy, surgical nerve damage, or traumatic injuries. Feeling restored from a simple injection. :syringe:

Source: MIT Department of Biological Engineering, 2024

#NerveRegeneration #Biomaterials #MITInnovation #NeuropathyTreatment #RegenerativeMedicine #Hydrogel #MedicalBreakthrough #SensoryRestoration #Bioengineering #HealthTech. #fb #fblifestyle #viral #fblifestyle #fb

Eine einzige MRT-Untersuchung kann laut Studie toxische Metallpartikel im Körper hinterlassen

Eine neue Untersuchung der University of New Mexico zeigt, dass bereits ein einzelner MRT-Scan mit gadoliniumhaltigem Kontrastmittel winzige, potenziell schädliche Metallpartikel im Körper zurücklassen kann – Partikel, die langfristig gesundheitliche Probleme auslösen könnten.

Gadolinium, ein seltenes Erdmetall, wird in der Radiologie eingesetzt, um die Bildqualität zu verbessern. Normalerweise ist es in einem stabilen medizinischen Komplex gebunden. Die Studie belegt jedoch, dass sich Gadolinium im Körper teilweise aus diesem Verbund lösen und sich mit Oxalsäure verbinden kann – einer Substanz, die natürlicherweise in Lebensmitteln wie Spinat vorkommt und auch in Vitamin-C-Präparaten entsteht.

Dabei bilden sich kristalline Nanopartikel, die sich in Gewebe einlagern können und dort Entzündungs- und Immunreaktionen auslösen. Auf diese Weise könnten seltene, aber schwere Erkrankungen wie die nephrogene systemische Fibrose (NSF) entstehen – eine Krankheit, die Haut, Nieren, Herz und Lunge betreffen kann.

Laut Studienleiter Dr. Brent Wagner traten bei einigen Patienten bereits nach einer einzigen Gabe des Kontrastmittels schwere Komplikationen auf. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst kurze Gadolinium-Exposition langfristigen zellulären Stress verursachen kann, da der Körper Schwierigkeiten hat, die Fremdpartikel vollständig auszuscheiden.

Das Forschungsteam arbeitet nun an einem internationalen Register, um gefährdete Personen zu identifizieren – unter anderem durch Messung von Gadolinium-Rückständen in Haaren, Nägeln, Blut und Urin.
MRT-Untersuchungen bleiben für die überwiegende Mehrheit der Patienten sicher und medizinisch unverzichtbar. Die Studie wirft jedoch wichtige Fragen zur Anwendung von Kontrastmitteln auf, besonders bei Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion oder anderen Risikofaktoren.

Quelle: UNM Health Sciences Newsroom (2025): UNM scientists discover how MRI contrast agent forms harmful metal nanoparticles in the body.

Und welche Konsequenzen soll das nun haben?
Dass Gandolinum kein Apfelsaft ist, ist klar.

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Meine Frage war gar nicht blöd gemeint. Hätte ja sein können, dass er sich darüber Gedanken macht. Ist ja durchaus ne Überlegung wert, die ich für mich auch treffen musste

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Es ist wie Sunny schreibt und dachte ich poste es mal hier falls irgendwann mal ein Neundiagnostizierter drauf stößt und auch als interessant empfindet :grin:

Wie man’s nimmt , habe jetzt 3mal Cortison bekommen und ich bilde mir ein das Augen und Schwindel gefühlt ein bisschen beherrschbarer geworden ist

,aber ob’s an der aufputschenden Wirkung von Cortinson liegt ,nem Placebo Effekt, dem Schlafmittel das auch Antidepressiva ist , das gewöhnen an ne doofe Situation,eine wirkliche Verbesserung oder Kraft durch wünschen kann ich nicht sagen , aber ich bin bissi sicherer unterwegs und mache wieder kleine Spaziergänge und Versuche mich an Normalität

War sogar vorhin kurz Kuchen kaufen weil heute oder morgen meine Schwester und Mama zum Besuch in der Reha ankommen und heute Abend bin ich mit Ner mit Reha Patientin im nahegelgenen restaurant auf Nen Glühwein verabredet,vor 4tagen hätte ich mir das nicht zugetraut

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MAJOR DISCOVERY: Researchers have identified gut bacteria that may trigger multiple sclerosis!

In a first-of-its-kind study, scientists have discovered two microbial strains strongly connected to the development of MS. The research, led by a team at Ludwig Maximilian University of Munich, analyzed 81 sets of identical twins in which only one sibling had MS. This allowed researchers to eliminate genetic differences and focus solely on the gut microbiome. They found that individuals with MS carried higher levels of Eisenbergiella tayi and Lachnoclostridium. When these microbes were transferred into mice, the animals exhibited MS-like neurological symptoms—suggesting these bacteria may actively drive the disease.

The findings offer powerful support for the idea that the gut plays a key role in autoimmune disorders. While scientists still need to clarify how these bacteria alter the immune system, the study opens exciting new possibilities for MS therapies that modify the microbiome instead of only targeting the immune system. This breakthrough could reshape the future of MS treatment.

Und jetzt das Ganze in deutscher Sprache von der LMU München welche die Studie durchführt:

(Veröffentlichung im Mai 2025)

Interessant wär jetzt natürlich auch wie diese speziellen Bakterien da hin kommen und ob möglicherweise entsprechende Ernährung einen Einfluß haben kann

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Das ist wohl sehr weit verbreitet in der Bevölkerung. Warum gibt es dann nur so wenig MS?

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Deswegen - und sorry an alle, die an Bakterien als (einzige) Ursache glauben, nehmt es mir nicht krumm - finde ich Forschungen zum Thema Bakterien als (einzige) Ursache furchtbar langweilig.

Bakterien gibt es immer und überall. Bei komplexen (Autoimmun?)-Krankheiten müssen noch weitere Dinge hinzukommen - meiner Meinung nach. Ich glaube an eine multifaktorielle Ursache.

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