Hallo an alle,
ich weiß seit letzter Woche, dass ich wirklich MS habe. Hatte wohl vor 10 Jahren schon den ersten Schub, den hab ich aber nach Kortisonbehandlung erfolgreich verdrängt. Hatte auch keinerlei Ausfallerscheinungen. In den 10 Jahren sind lt. MRT aber weitere stille Entzündugen abgelaufen. Akuter Schub wurde jetzt mit Kortison gehandelt und ich fühle mich immer besser.
Jetzt meine Frage: wer hat eine ähnliche Geschichte und hat sich auch erstmal gegen Interferon o.ä. entschieden? Was gibt es für Alternativen? Bin auf Anregungen gespannt. Bin offen für (fast) alles.

…ich bin ganz neu hier, dennoch versuche ich dir über meine Erfahrungen zu sprechen…
Hatte meine erste Gehirninfarkt schon mit 14 Jahre… diese war wohl schwer und musste alles neu lernen… laufen, sprechen usw. alles also, hatte ich eine leeres “Festplatte” Danach bekam mehrmals etwas kleineres davon… Als ich dann über Schläfrigkeit in Fingern, Beinen, dann die Krämpfe, die viele Stiche und natürlich d Taubheitsgefühlen berichteten, da kam es wieder d Vorsichtige Hin-tasten auf d neue “Anschlag”, doch ich wusste dass es etwas ganz anderes ist… dass fühlt man doch wenn man Erfahrungen hat… bei d letzte Schub aber war klar dass es eben auch MS was eben d wichtigere Rolle übernommen hat. Dies dauerte viele Wochen, und hat sehr schwere Folgen… Es ist aber OK! Man muss nicht daran denken wie es war, sondern wie es ist… und damit klar zu kommen! Was dir nützt, das müssen immer die Spezialisten herausbekommen! dasdass ich recht hatte!

Hallo maxisam, bei mir war der Verlauf ähnlich. War nach Beinlähmung 2005 im Krankenhaus und man stellte MS fest. 10 Jahre vorher hatte ich schon mal eine Sehnerventzündung. Die Ärzte rieten mir vom Spritzen ab, da die Schübe sehr selten auftreten. Bisher hatte ich jetzt innerhalb der letzten 7 Jahre nur einen Schub ( Sehnerventzündung). Dieser war bedingt durch längeren Stress bei der Arbeit.Habe die Stelle gewechselt und es geht mir bisher sehr gut. Nehme auch jetzt keine Medikamente und hoffe, dass es weiterhin so gut geht. Ich suche mir auch bewußt Ruhepunkte innerhalb des Alltags (genüsslich Kaffee trinken u.s.w.) Versuche meine Krankheit bewußt anzunehmen, aber nicht ständig an sie zu denken und mich dadurch beeinflussen zu lassen. Manche Dinge( Joggen, Skaten, Skifahren etc.) kann ich aufgrund des Gleichgewichtes nicht mehr machen, aber ich bin trotzdem glücklich. Jetzt wünsche ich Dir viel Zuversicht. Zukunft.

Danke für deine Antwort - du machst mir Mut. Es tut gut zu lesen, dass es auch andere MS Patienten gibt, die sich “getrauen” noch nicht zu spritzen - Gela

Gela,
darf ich Dir widersprechen? Ok ich hab das Spritzen hinter mir und bin auf Corti, ich hatte meine Probleme damit, aber das hängt mit mir individuell zusammen, aber ich kenn doch einige die gut damit zurecht kommen und es vertragen. Abhängig ist es immer davon, wie die MS verläuft…
Von dem her warte ab wie Dein Verlauf ist. Grds finde ich es wichtig, daß man frühzeitig etwas dafür tut, seine Fähigkeiten zu erhalten, d.h. Sport in Maßen, auf die Ernährung achten und das Gehirn trainieren… Es ist einfacher Fähigkeiten zu erhalten als sie wieder komplett neu zu erlernen, was natürlich auch passieren kann… Für mich ist die MS meine Schranke, die ich immer wieder wegschubse. Das Leben ist trotzdem schön, man muß es nur sehen… Begreife die Ms als Herausforderung. Halte die Augen offen sowohl für Schulmedizin als auch komplementäre Therapien. Laß Dich nicht von ultimativen Heilsversprechen blenden…
Informier Dich vorher umfassend, bevor Du Dich auf etwas einläßt. Das Schlimmste ist, wenn mit den Hoffnungen Schwerkranker versucht wird Profit zu machen.
Liebe Grüße
Idefix

Gela, ich bin 50 jahre lang allen ärzten und medis aus dem weg gegangen. dann sne und diagnose (hatte aber ms-verdächtige symptome schon jahre zuvor). man hat mir copaxone nahegelegt, aber nach zwei monaten habe ich es sein lassen. fühlte mich ja super und hatte kein problem.

dann anderthalb jahre später: neue läsionen im gehirn und seither nehm ich wieder copaxone. nicht sher gerne aber ich dachte:nichts machen hat nichts gebracht, jetzt probier ich es mal mit was tun!

muss letztlich jeder selbst entscheiden. wenn ich andere medis nehmen sollte, die weit heftigere nw haben,würde ich es mir u.u. nochmals überlegen. aber mit cop fahr ich im moment ganz gut!