…beim Gedanken an eine neue Beziehung ist mir schon öfter aufgefallen, dass die offensichtlichen Hürden wie Behinderung etc. gar nicht das Hauptproblem darstellen…

Denn selbst wenn man das Glück hätte Jemanden zu finden, dem sowas komplett am Arsch vorbei geht, entstehen ja spätestens beim Eintritt in eine Beziehung (also einem rechtlich gesehen Eheähnlichen Verhältnis) Finanzielle Pflichten für den potenziellen Partner. Sicher betrifft sowas nur einen geringen Teil, deren EM-Rente so gering ist, dass der Partner sie bis zum eigenen Existenzminimum mit seinen/ihren finanziellen Mitteln unterstützen muss.

Aber da ist man doch mit seiner Behinderung doppelt gekniffen… :partying_face:

Kennen das Andere, dass finanzielle Aspekte eine Beziehung zusätzlich erschweren würden?
Weiß jemand ob das nur bei gemeinsamem Wohnraum gilt, oder allgemein?

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Wieso entstehen da Pflichten? Kommt doch drauf an, wie ihr die Beziehung gestaltet. :thinking:

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Ja, gilt wenn man in einem Haushalt zusammenlebt.

Bedarfsgemeinschaft und Haushaltsgemeinschaft - BMAS Bedarfsgemeinschaft und Haushaltsgemeinschaft - BMAS

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Weil vor dem Sozialgesetz eheähnliche Verhältnisse nicht bevorteilt behandelt werden dürfen gegenüber Ehepartnern. Du kannst das dem zuständigen Grundsicherungsamt zwar Verschweigen, aber machst Dich dann im gleichen Moment strafbar, wegen dem Erschleichen von Leistungen.

Also N U R wenn Du Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung beziehst und zusammen wohnst. Betrifft zwar nicht soooo viele aber fiel mir neulich auf, dass das irgendwie doof ist, für den der dann unverschuldet seine neue Liebe finanzieren darf, weil der Staat das so vorsieht.

Ohje, da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht…
Willkommen in Deutschland.
Bleibe lieber alleine :rofl:

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Wobei :thinking: es können sich natürlich auch gern gut betuchte Damen melden, die Bock auf ein Sozialprojekt haben :upside_down_face:

Aber Ernsthaft, ist schon ein bißchen doof…

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Bei der Überschrift musste ich kurz trocken auflachen.
Rein betriebswirtschaftlich betrachtet lautet die Frage doch eher: „Ist das Modell ‘Mann’ für die Frau oder umgekehrt noch rentabel, oder gehört diese Investition aufgrund unvorhersehbarer Folgekosten direkt in die Rubrik ‘Sonderabschreibung’?“

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Das widerum wäre doch mal eine wirkliche Lösung… nach z.B. 5 Jahren Finanzierung, sind Alle Kosten abgeschrieben, und Dein Partner gehört nun endlich kostenfrei Dir :joy: :blush:

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…lassen wir die Ironie beiseite. :face_with_hand_over_mouth:
Wir reden hier über ein System, dessen Gesetzgebung so viele „Hintertürchen“ bereithält, dass man als logisch denkender Mensch nur noch den Kopf schütteln kann. Für uns Laien – oder eben für Leute, die gewohnt sind, dass 1+1 noch 2 ergibt – haben diese juristischen Variablen oft existenzvernichtende Folgen.
Mein Endgegner derzeit: Volljährigen Unterhalt :scream:

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oder man sucht sich jemanden, der auch bereits dem Staat “auf der Tasche liegt” :smile: dem wird wenigstens nichts weggenommen…

hmm :thinking: Mist - jetzt hätt ich doch fast die Regelung von Bedarfsgemeinschaften vergessen :sweat_smile: wie von Zauberhand braucht man auf einmal weniger Existenzminimum, wenn man zusammen wohnt - ist ja auch logisch - ich hab ja dann zusätzlich Luft und Liebe…

ups sry ist wohl doch bei Ironie geblieben.

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Gibt keine Sonderabschreibung, musst aber auch keine Vergnügungssteuer zahlen :upside_down_face:

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…Bitte?!

Natürlich, nennt man Unterhalt :yum:

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Muss man gleich zusammenziehen? Beziehung kann doch vieles heißen und zusammenziehen ist nicht nur finanziell ein mega Projekt. Ich kenne meinen Freund schon ewig. Wir können nicht mit und nicht ohne einander. Jeder hat seine eigene Bude und phasenweise wohnen wir zusammen, dann genießt jeder wieder mal den Abstand. Entweder nur was das wohnen betrifft oder auch mal ganz, weils zu lange auf einem Haufen gern mal fetzt. Optimale Lösung und keiner hat finanzielle Pflichten dem andern gegenüber.
Überleg dir auch deine Situation bei dem Modell, fest zusammenzuziehen. Der ausgehaltene und abhängige sein ist sicher nicht schön.

Ich glaube Du verstehst nicht das es nicht um “man muss doch nicht sofort zusammenziehen geht”…

Es ist halt nicht möglich ohne finanzielle Einbußen zusammen zu leben. Außer man wird zum Straftäter.

Mir ging es eher darum, dass sich jemand, der mit jemandem mit Einschränkungen und Grundsicherung zusammenleben will, auch noch vom Staat “abgezockt” wird.

Mal kurz gefragt: warum denn zusammen wohnen?

Das Problem löst sich sofort in Luft auf

Weil es normalerweise günstiger ist, als zwei Wohnorte zu finanzieren… Man muss nur noch einen Haushalt führen, sich nicht erst auf die Reise machen um seinen Partner zu sehen…

Mir fallen viele Gründe ein warum auch zusammenleben - neben dem sich auf die Nerven gehen - auch viele Vorteile haben kann, in meinen Augen.

Ich wohne z.B. in einer relativ günstigen Eigentumswohnung zur Miete, aber ich würde fast meine komplette Unterstützung riskieren, wenn jemand zu mir ziehen würde. Also nix mit zusammen günstig wohnen. Aber ich glaub, das versteht man nur wenn man selbst in dieser Situation steckt…

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Auch wenn es nicht um MS geht: mein Bruder ist durch diese Konstellation krank, pleite und arbeitslos geworden.
Okay, es war eine toxische Beziehung mit einer psychisch erkrankten Frau, sie hat ihn um den Finger gewickelt, er hat es sich gefallen lassen.
Es geht nicht um Schuld, etc.
Aus Freundschaft wurde Liebe, ein Kind entstand unerwartet (sie 45, Bruder älter).
Da Frau sich durch ihre Einschränkungen nicht um das Kind kümmern konnte und Bruder spontan nach Hause musste und sich nur bei Kollegen und nicht beim Chef abgemeldet hat, hat es ihn die Stelle gekostet, Partnerin wegen Beziehungsgemeinschaft bei Areitsunfähigkeit musste komplett finanziert werden, Kind. Die Situation hat Bruder krank gemacht, Krankengeld… Bürgergeld…, zusätzliches Flaschensammeln. Vorher sehr gut verdient, nun pleite und im Burnout, da er für Haushalt, Kind, Partnerin, Geld - alles zuständig war und laut Partnerin nie gut genug war, nicht genug tat…
Zum Glück wurde die Beziehung kürzlich beendet…

So muss es nicht laufen, sicher war es eine besondere Situation mit einer schwer psychisch erkrankten, persönlichkeitsgestörten Frau voller Traumata, Depressionen und sonstiger Erkrankungen -
aber ein Beispiel…

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Entschuldige wenn ich das sagen muß, aber hier zeigt sich eindeutig, daß der Feminismus doch mittlerweile hochproblematische Tendenzen annimmt. . . . . . . . .

Das klingt wirklich traurig. Ich habe da keine Infos über ,aber zumindest wenn man einen " Freund" oder “Freundin” hat, jeder in seiner Wohnung lebt ,sich selbst finanziert und man trotzdem zusammen ist kann nichts passieren. Ja es ist dann nicht " verheiratet sein" aber eigendlich ist auch das ja nur eine bürokratische Sache . Einen Ring kann man sich trotzdem gegenseitig anstecken, auch " verloben" kann man sich wem es wichtig ist. Viele Ehen gehen in die Brüche auch ohne finanzielle Schwierigkeiten oder Abhängigkeiten die bei körperlicher Behinderung ja schnell ungewollt entstehen können.Vielleicht ist es da gar nicht schlecht dass jeder Partner auch seine Wohnung und seine Finanzen für sich selbst verwalten kann wie es ihm denn dann auch passt .
Das Glück einen Menschen zu finden den man liebt und von diesem geliebt zu werden ist ja nicht an eine Ehe auf Papier und ans dauerhafte Zusammenwohnen gebunden.

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