Glückwunsch an alle, die vor mittlerweile 10 Jahren mit Tavegil eingestiegen sind. Es wurden endlich Nachweise publiziert, daß es wohl wirkt…

„… In ihrer Studie fanden die Forscher heraus, dass bei MS-Patienten, die mit Clemastin behandelt wurden, ein leichter Anstieg des Myelinwassers zu verzeichnen war, was auf eine Reparatur des Myelins hinweist. Sie bewiesen auch, dass die Technik der Myelinwasserfraktion, wenn sie sich auf die richtigen Teile des Gehirns konzentriert, verwendet werden kann, um die Erholung des Myelins zu verfolgen.

“Dies ist das erste Beispiel dafür, dass die Reparatur des Gehirns bei einer chronischen neurologischen Erkrankung im MRT dokumentiert werden kann”, sagte Green, medizinischer Leiter des UCSF Multiple Sclerosis and Neuroinflammation Center und Mitglied des Weill Institute for Neurosciences. "Die Studie liefert den ersten direkten, biologisch validierten, bildgebenden Nachweis der durch Clemastin ausgelösten Myelinreparatur. Dies wird den Standard für künftige Forschungen zu Remyelinisierungstherapien setzen…“

7 „Gefällt mir“

Gibt es dazu neue Forschungsergebnisse?

Gute Frage. Wie schon oft genug geschrieben: wer wissen möchte, wo der Stand der Dinge ist, schaut in die Agendas der Neurologenkonferenzen. Wer sich also zur ECTRIMS2025 informiert hätte, wüsste auch mehr zur Metformin / Clemastin Kombistudie…

Zusammengefasst: Man hat zwar bestimmte Endpunkte verfehlt, das Ergebnis war aber insofern positiv, als daß der primäre Endpunkt erreicht wurde, nämlich eine Verbesserung mit statistisch signifikantem Ergebnis… klingt also einerseits nach großartigen Neuigkeiten, die Wirkung war aber nicht sonderlich groß.

Es gab nämlich zwar eine Zunahme der Sehnervenübertragung, aber keinen nachweisbaren klinischen Nutzen und andere Marker wie Gehirnatrophie zeigten keine signifikanten Veränderungen.

Kann man das also gerne einen Anfang nennen, Frage ist halt, wie es weitergeht. Zunächst mal, kommt eine Wirkung nun vom einen oder anderen Medikament?

Außerdem wäre für eine EMA Zulassung nun eine Phase III Studie notwendig, die auch sichtbare klinische Ergebnisse liefert. Welche denn?

Wichtigste Ergebnisse:

1. Die aktive Kombinationstherapie war im Vergleich zu Placebo mit einer Verringerung der durchschnittlichen VEP-Latenz um 1,2 ms verbunden.
2. Es wurden keine signifikanten Unterschiede bei den Messungen zur Behinderungszunahme, der Sehfunktion oder den MRT-Auswertungen beobachtet.
3. Generell gaben MRT-Analysen Hinweise auf eine bessere Wahrscheinlichkeit der Remyelinisierung bei Läsionen mit geringen Schäden.

2 „Gefällt mir“

Beobachtungszeitraum war sechs Monate, gut möglich dass man die positiven klinischen Auswirkungen erst etwas später sieht.

interessant jedenfalls.

Der Testosteronspiegel spielt nach mir eine grosse Rolle.

lg

Philipp

2 „Gefällt mir“