Täglich habe ich immer die selben Symptome an meinen Oberschenkeln. Die Muskeln schmerzen. Ständig muss ich mir anhören, das ich mehr Dehnübungen machen soll. Das Hift alles nicht. Zusätzlich habe ich immer an der selben Stelle meines Rückens (oberhalb des Gürtel) Schmerzen. Ist es die Bandscheibe oder was soll es sein?
Weder Physiotherapie noch Yoga können wir da helfen.
Unter den Medikamenten Escitalopram und Pregabalin kann ich nicht arbeiten. Ich fühle mich ständig müde und habe sehr wenig Kraft.
Kennt einer diese Problematik?

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Hallo @Nils78, Pregabalin hat mich auch dauermüde gemacht und meine ganzen MS Symptome verstärkt besonders Gleichgewichtsstörungen und Kraftlosigkeit in den Beinen
Vielleicht kann dein Neurologe mal ein LWS MRT verordnen?

Das kann wirklich alles mögliche sein, von einfachem Bewegungsmangel, Fehlhaltung, Nebenwirkungen durch Medikamente ( Cholesterinsenker / Statine verursachen gerne Muskelschnerzen in den Beinen ), Entzündung, u.s.w. Es ist ja auch nicht unbedingt klar, ob beide Probleme aufgrund ein und der selben Problematik bestehen.
Ich würde es vom Arzt ( Hausarzt Orthopäden) abklären lassen. Ein guter Orthopäde kann einen Bandscheibenvorfall sehr schnell und oftmals ohne MRT diagnostizieren.

Wie sieht es denn aktuell bei dir mit Bewegung aus, denn beides KÖNNTE auch mangelnder Bewegung liegen…

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Ich war beim Orthopäden und habe 2 Osteopathen aufgesucht, keiner konnte meine hochgradigen Spinalkanalstenosen diagnostizieren…soll die Rumpfmuskulatur stärken, hieß es einvernehmlich …die Schmerzen wurden immer schlimmer

Hi Paulina212,

Ich bin gerade eine flotte Runde um den Block gelaufen. Das tat ganz gut.
Bei mir schon vor einiger Zeit ein MRT angefertigt. Da hatte ich noch nicht meine Diagnose. Eigentlich war ich da wegen der Bandscheibe los und dann ein viertel Jahr später, hatte ich meine Diagnose MS.
Ich habe seit langem die Probleme von Bauchnabel abwärts bis zu der Kniescheibe. Dadurch habe ich auch verspannungen im Fußspann.
Ich bin regelmäßig beim Osteopathen und der sagt immer, viel dehnen.
Ich gehe 2 mal die Woche zur Physiotherapie und es wird nichts besser. Seit der Diagnose im Herbst bin ich krank zu Hause und ich bin bald richtung gefrustet, das sich nichts bessert. Meine Therapeutin meint, es kann auch der Kopf sein, der mich behindert.
Darf ich dich fragen, seit wann du deine Diagnose hast und wie du damit umgehen kannst.

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Hallo Sarah 12,

Ich komme gerade vom Laufen wieder nach Hause.
Gehe auch regelmäßig zur Physiotherapie. Ich denke, es könnte mehr sein, aber es ist auch nicht wenig.
Die ganzen Ärzte schicken mich nur noch ins MRT. Da schaut sich kaum jemand noch etwas genauer an.

Hi Nils78,

was für eine Art von Physiotherapie machst du?

Bobarth? PNF? Vojta?

Bei MS wird Bobarth empfohlen, hat deine Therapeutin diese Fortbildung?
Wurde von der Physiotherapie schon eine Spastik ausgeschlossen?

Escitalopram und Pregabalin können beide unabhängig von einander die Fatique verstärken und auch Depressionen verstärken bzw. auch erst auslösen.

Grüße
LucyS

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Hi LucyS,

Vielen Dank für deine Nachricht.
Eigentlich machen ich beide der Physiotherapie immer nur dehnen aller Muskeln und gehen dann etwas an die Geräte. Damit mein Rücken gestärkt wird.
Von den unterschiedlichen Arten habe ich noch nie etwas gehört.
Schaue gleich mal nach, was es genau ist.
Ich habe noch der Diagnose eine Depression bekommen. Dafür nehme ich escitalopram.
Vielleicht kam es auch durch pregabalin

Hi,
Nimmst du jetzt nicht mehr das Pregabalin?
Welche Alternativen gibt es denn dafür?
Denn mein Neurologe meinte nur, er hätte sonst das andere Medikament verschrieben, doch das würde einen Hang zur Depression haben. Und die hätte ich ja jetzt schon.
Seit der einnahme hat sich bei mir auch einiges verändert. Der Bauch fühlt sich immer gebläht an und wenn ich drücke, schmerzt er.
Meine Lümpfknoten fühlen sich auch immer dick an und was total komisch ist, daß ich mit Temperaturen probleme habe. Bin dadurch ständig erkältet.
War das auch bei dir so oder vielleicht ähnlich?

Hi,
Das Gleiche hatte ich auch. Nach jahrelanger Suche hat sich herausgestellt, dass es von der Hüfte kommt ( Hüftimpingement). Mir haben die Ärzte immer gesagt, dass es von der MS kommt und ich damit leben muss.

Seit der Hüfte athroskopie sind die Schmerzen weg.

Liebe Grüße und viel Erfolg bei der Suche

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Hallo @Nils78 ich habe meine Diagnose seit 2001, erste Symptome aber schon 1996
Du kannst mal den Thread “MS Lebensläufe” ansehen, da wirst du merken wie unterschiedlich die Symptome und Verläufe sein können und weshalb es schwierig ist, zu vergleichen
Ich verstehe deinen Frust und wünsche dir ganz fest, dass dir geholfen werden kann!!!
Pregabalin kenne ich durch meine Trigeminusschmerzen, da bekam ich Höchstdosis und war komplett ausgeknockt.

Hi Nils78,

was steht auf deinem Rezept den drauf?

Wurde der Muskel mal “massiert” um eine Spasik auszuschließen?

Das Problem bei den ganzen ZNS wirksamen Medikamente ist, das die Nebenwirkungen bei einigen extrem sind und von den Ärzten auch nicht immer so wahrgenommen werden.

Meine Erfahrung ist, ehr, besser weniger Medikamente und wenn es geht nicht zu zeitnah mit zwei Medikamenten anfangen.

Grüße
LucyS

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Hi LucyS,
Ich bin als erstes im letzten Jahr mit 50 mg pregabalin angefangen und das ganze noch am Abend.
Dann kam escitalopram dazu und zum anregen für den Schlaf Trazodon. Denn das hat dann überhaupt nicht mehr bei mir geklappt, das schlafen.
Bei mir auf dem Rezept steht ZNS glaube ich. Wird von meinem Neurologen ausgestellt. Und das kann auch nicht jede Physiotherapie Praxis anwenden.
Ich bin regelmäßig beim Osteopathen, denn ich habe ständig Blockaden im Rücken, seit ich die Medikamente nehme.

Hi Nils78,

also mal für mich zusammen gefasst, zuerst kam Pregabalin, dann kamen die Depris und Schlafprobleme (evtl. Nebenwirkung) auch die Muskelschmerzen?
dann gabs Escitalopram und Trazodon?

Ich habe von 25mg Pregabalin schon Depris bis hin zu Suizidgedanken bekommen und die Fatique war nicht mehr beherschbar, daher wieder abgesetzt und alternativen gesucht.

Such dir einen Physiotherapeuten der anch Bobarth arbeitet kann auch jemanden der gerade die Fortbildung zum Bobarth Therapeuten macht sein.

Grüße
LucyS

Genau richtig, LucyS.
Ich meine, daß es so war.
Welche Alternativen hast du dir dann dafür gesucht und haben sie auch geklappt.
Natürlich hat mich die Diagnose umgehauen. Doch diese Angstzustände vor großen Menschenmengen, das hatte ich vorher nie. Das hat sich durch die eine von escitalopram komplett gelegt.
Darf ich mal fragen, wie alt du bist? Denn du hörst dich so aufgeklärt an. Daher denke, das du deine Krankheit schon länger hast und daher dich auch besser kennst.
Hattest du denn vor dem Medikament die Fatigue auch schon? Oder wurde es damit eher verstärkt?

Ich werde am Donnerstag mal bei der Physiotherapie nachfragen, ob Sie die Methode kennen und auch anbieten.

Gruß Nils

Hi Nils78,

die Diagnose habe ich schon seit über 25 Jahren, hab also schon etliches erlebt, bin jünger als du.

Die Fatique habe ich schon lange und auch mit Medikamenten gut im Griff (z.B. Vigil).

Unter diversen Medikamenten hat sich die Fatique auch schon verschlechtert, was dann immer zum Abbruch mit dem Medikament geführt hat.

Pregabalin habe ich wegen Neuropatischen Schmerzen in folge einer Grütelrose genommen, gewirkt hat es, aber die Nebenwirkungen haben zum Abbruch geführt.

Mit einem Schmerztherapeuten habe ich dazu dann eine alternative entwickelt. Ging halt etwas.

Grüße
LucyS

Hallo Nils,

wofür bekommst Du denn überhaupt Pregabalin?
Also Trazodon hatte ich auch einmal. Zu der Fatigue ist das Medikament meiner Meinung nach überhaupt nichts. Bin wieder freiwillig zu Mirtazepin gewechselt. Von der Kraftlosigkeit Der Beine kann ich ein Lied davon singen. Ich habe auch oft das Gefühl ich müsste mich dehnen. Ist von Tag zu Tag unterschiedlich. Was mir hilft ist morgens nach dem Aufstehen 10Minuten Qigong ( was auch gut für die Wirbelsäule ist.).
Zum Thema Dehnen. Ich hatte Anfangs meiner Diagnose Yoga gemacht u. das hat mir außer Schmerzen gar nichts gebracht . Bei Yoga bleibst du ja länger in der Dehnung. Qigong sind fließende Übungen, was mir besser tut.
Evtl. auch mal Mut zum Physiotherapeuten Wechsel?
Matratze checken u. evtl. Verstellbaren Lattenrost anschaffen. Seit ich das Lattenrost so eingestellt habe, dass die Beine leicht erhöht sind, sind auch die LWS Beschwerden leicht besser geworden. 1-2x am Tag meditieren oder vagusnerv aktivieren. Gelegentlich schwimmen, laufen, etwas Krafttraining ( richtig Sport treiben ist seit einem halben Jahr auch nicht mehr drin) Dann kannst du evtl. Mal gucken was deine Hormone machen. Schilddrüse wegen Erschöpfung, Testosteron wegen Kraft ( evtl. zum Endokrinologen mal gehen). Wärme + Hitze kann die Fatigue auch triggern.
Das sind so meine persönlichen Erfahrungen.
Hattest Du mal Pfeiffersche drüsenfieber, Corona oder andere virusinfektionen?
Welche MS Medikation :pill: hast Du denn?

Hallo Heike,

Vielen lieben Dank für deine liebe und lange Nachricht.

In der viele Dinge stehen, die ich vielleicht mal ausprobieren sollte.
Das mit der Matratze habe ich schon umsetzt, doch leider lsg es wohl nicht an dem.
Selbst mein Rad habe ich vermessen und danach einstellen lassen. Einige Probleme verschwanden dann.

Das Medikament Pregabalin hat mir der Neurologe gegen die Missempfindungen im Gesicht und Bein verschrieben. Obwohl das im Gesicht konnte er sich nach den Bildern aus dem MRT nicht nachvollziehen. Danach hieß es, es könnte ja auch von der Depression sein. Ich viel nach der Diagnose in ein sehr tiefes Loch, wo ich Wochenlang keine Lust auf nichts hatte. Habe mich richtig ins Bett verkrochen.
Ich finde das Pregabalin macht meine Muskeln und Beine richtig schwer und am nächsten Tag habe wie einen Muskelkater.

Dazu macht mein Magen dann immer sehr komische Geräusche und ist gebläht.

Ja, Corona hatte ich einmal.
Pf. Drüsenfieber hatte ich nicht.

Mein Neurologe hat mir Mavinclad verordnet. Damit bin ich die nächsten Jahre hoffentlich gut versorgt. Der Rest muss sich zeigen.
Ich finde diese Krankheit soooo extrem gemein, da es keinen Anleitung für sie gibt.
Das ist überhaupt nichts für mich. Daher kann ich bis jetzt auch überhaupt nicht mit ihr leben.

Am Anfang habe ich gedacht, das ich jetzt sterben muss. Das war ganz schlimm für mich, denn ich bin vor 2 Jahren erst spät Vater geworden. Und der Elternzeit fing alles bei mir an. Seitdem hänge ich total in den Seilen.

Solche schönen Mails, wie mit dir, tun mir richtig gut und freuen mich riesig.
Woher kommst du eigentlich?
Ich wohne in Stuttgart, komme aber gebürtig aus NRW.

Liebe Grüße
Nils

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Lieber Nils,
Ich komme aus der Nähe von Bamberg, aber mein Mann ist Schwabe :grin:. Ist ja witzig.
Mal ganz ehrlich. Alle Tabletten bleiben ein Versuch. Vielleicht mal probieren Pregabalin (in Absprache mit deinem Neuro) asschleichen und evtl. Mal ein Schmerzmittel probieren. Pregabalin vernebelt dich schon u. kann träge machen. Hatte ich auch schon.
Ich habe meine Diagnose seit 19 Jahren und habe auch schon einiges hinter mir.
…und eben aktuell sehr stark Fatigue und kraftlose Beine und Arme.
Ich lege im Moment auch mehr Wert auf Entspannung. Alles was man erzwingt tut nicht gut. Lass es einfach mal zu, wenig bis nichts zu tun.
…ich weiß, das ist verdammt schwer. Höre auf Dein Bauchgefühl. Nur Du weißt s am besten was Dr gut tut.
…und wenn Du mal 4 Wochen nicht zum physio gehst ist auch gut. Dein Körper braucht vielleicht mal eine Pause.
Virusinfektionen wie Corona können ewig Probleme machen. Ich hatte vor 30 Jahren Pfeiffersches Drüsenfieber. Und jetzt 4x Corona und Influenza und seitdem hat sich meine Fatigue stark verschlechtert.
Ich erzähle dir das nur, weil du von geschwollenen Lymphknöten geschrieben hast.
Die MS ist bei mir auch ein Mix aus Vielem und die Ärzte sind teils überfordert. Nicht alles ist psychisch wenn man im Blut oder MRT Befund nichts sieht.
Lieber Nils, ich möchte Dir einfach ein bisschen Hilfe geben und sei nicht ganz so traurig, Deine Familie braucht dich! ich hoffe, wir treffen uns hier wieder.
Lg Heike :raising_hand_woman:

P.S. mir ist noch eingefallen, wenn Du seitenschläfer bist, dann zwicke Dir ein festeres oder dickes Kissen zwischen die Knie. Hat mir auch geholfen. :wink:

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Guten Morgen HeikeH,

Das sind ja wieder ganz tolle Tipps von dir. Vielen Dank dafür.
Ich weiß, das meine Familie mich braucht und ich daher auch nicht aufgeben werden. Doch die ganzen Symptome machen es mit verdammt schwer.

Ich bin heute morgen fast 2 Runden um unseren Block gelaufen. Das war schon fast eine doppelte Steigerung.
Bei mir dauert es ewig, bis ich mich an neue Medikamente gewöhnt habe. Daher habe ich große Bedenken, Pregabalin auszutauschen.
Als ich damit angefangen habe, hatte ich große Angst, alleine bei vielen Menschen auf einem Haufen zu sein.

Ich fahre seitdem auch kein Auto mehr. Das Radfahren musste ich wieder lernen. Es geht mehr um die Geschwindigkeit und meine Reaktion. Das hat mir sehr große Probleme bereitet. Doch durch meinen Ehrgeiz und die Gesprächstherapie, habe Ich es wieder über den Winter fast täglich geübt.

Aber was total komisch ist, wenn ich irgendwo sitze und dort mehrere Dinge gleichzeitig ablaufen, habe ich Probleme.
Mein Neurologe kann es nicht verstehen und nachvollziehen.
Durch die Medikamente sind auch meine Augen ein Problem geworden.

Hast du damit vielleicht auch schon Erfahrungen gemacht?

An meinen Tinnitus habe ich auch schon gewöhnt. Das kommt anschließend durch die Medikamente.

Schmerzen bei dir eigentlich die Gelenke auch mal mehr oder weniger?

Wie du geschrieben hast, kannst du gerade kein Sport machen. Bist du gerade sehr eingeschränkt mit Deinem Körper?

Ich bin jetzt einigen Wochen Mitglied bei Amsel geworden. Das erste Treffen bei einer Gruppe war sehr schön und hat mit gut gefallen.

Morgen werde ich mal zu meinem Hausarzt gehen und er soll mir einen Bogen ausfüllen. Diesen benötigt die Klinik Marianne-Strauss-Klinik.
Dort würde ich gerne hingehen und mich richtig unterstützen lassen. Vielleicht hilft es mir.

Einen schönen Vormittag wünsche ich dir.

Liebe Grüße sendet dir Nils