Hallo zusammen,
habe seid 3 Jahre MS und bin jetzt 36 Jahre alt, nehme seid dem ersten Schub Rebif. Jetzt ist immer so eine Frage wegen Kinder, hatte auch schon mal ein Versuch wo ich Rebif mit absprache vom Arzt weggelassen habe. Nach nur 2 Monate ohne Rebif bekam ich einen Schub,musste leider wieder mit Rebif anfangen.
Machmal denke ich ein Kind wäre schön und auf der andern Seite habe ich Angst. Was ist wenn ich nicht mehr so kann wie ich will und mein Mann ja arbeiten gehen muss. Leider haben wir auch niemand wo uns unterstützen könnte wenn wir hilfe brauchen. Gibt es in solchen Fälle unterstützung von den Krankenkasse oder andere Einrichtungen?

Vielen Dank für Eure Hilfe

Hallo Moni ,

schwere Entscheidungen , die du da treffen musst , du kannst dich trösten , du bist dabei nicht allein .
Ich bin auch schon 34 und in derselben Situation , wie du . Auch mit dem Rebif und keine Omi oder irgendwen hier , der helfen könnte . Ich hab mich auch aus Rücksicht auf meinen Mann , der schon 2 große Kinder aus früherer Ehe hat , dagegen entschieden , noch ein Kind zu bekommen , ich fürchte , dass ich sein Vertrauen breche , wenn ich über seinen Kopf hinweg entschiede .

Aber das Rebif wäre kein Grund für mich , während der Schwangerschaft sind MS - ler meist sehr stabil und bekommen keinen Schub . Wenn du dich gegen das Stillen entscheiden würdest , könntest du nach der Geburt direkt wieder damit anfangen .

Unterstützung in Form von Haushaltshilfen gibt es bei Bedarf schon , da müsstest du dich mal zum Beispiel beim VdK oder der DMSG informieren , ich weiss da wenig drüber , ausser , dass ich eine Frau kenne , die während ihrer Reha und KH - Aufenthalte eine Haushaltshilfe über die Krankenkasse hatte .

Viel Glück und gutes Händchen bei deiner Entscheidung wünscht dir

jane

Hallo Moni

Ich habe zwar eine Tochter, jedoch als diese ca. 6 Jahre war hatte ich einen unheimlichen Wunsch nach einem Geschwisterchen für unsere Tochter. Jedoch dann kam kein Geschwisterchen sondern die Krankheit. Diese hat mich so geschwächt, dass ich froh war kein zweites Kind mehr bekommen zu haben. Selbst das unsere kein Kleinkind mehr war, war ich froh, ich hätte ihr nicht mehr hinterherlaufen können. Hatte auch keine Hilfe und wenn der Mann im Geschäft war, war ich auf mich selbst gestellt. Was ich sagen will: Wenn Du Dich stark genug fühlst und Du denkst Deine Kraft noch für ein Kind ausreicht würde ich es wagen. Ich habe mich nicht mehr getraut. Jetzt bin ich 41, habe immer noch den Wunsch, jedoch die Vernumpft hat gesiegt.

Haushaltshilfe gibt es glaube ich nur bei kurzfristiger Erkrankung.

Alles Gute Mely

Liebe Monika,

Ich kann deinen Kinderwunsch sehr gut verstehen. Ich habe selber ein Kind und es wird wohl bei dem Einen bleiben, da das Risiko gross ist, dass ich mit zwei Kindern nicht mehr die mir nötigen Ruhepausen bekäme und dann die Schübe wieder kommen. Du solltest dir zusammen mit deinem Mann genau überlegen, wie euer Alltag aussieht, wenn du mal nicht so kannst (z.b. wegen eines Schubes) und das Baby oder Kleinkind trotzdem versorgt werden muss. Bei mir waren das schwierige Zeiten und meine Mutter, die weit weg wohnt, musste einspringen. Auf staatliche Hilfen solltest du da nicht bauen. Die Eltern sind die Verantwortlichen für das Kindeswohl, d.h. ihr müsst sicherstellen, dass du dich im Alltag nicht überanstrengst mit einem Kind, welches häufiger mal krank wird, mit anderen Kindern spielen will, trotzig ist u.s.w… Kindererziehung ist eben auch eine Energiesache, die nicht zu unterschätzen und auch nicht zu delegieren ist.
Was die Schwangerschaft angeht, weisst du bestimmt, dass vom Absetzen von Rebif bis zum Eintritt der Schwangerschaft locker mal ein Jahr vergehen kann und in der Schwangerschaft das Schubrisiko erst ab dem 4. Schwangerschaftsmonat um 60% sinkt. Im Falle eines Schubes in der Schwangerschaft kannst du je nach Schwangerschaftsmonat gar nicht oder nur sehr eingeschränkt mit Kortison behandelt werden. Ich will dir da keine Angst machen, aber in Anbetracht der Tatsache, dass du ohne Basistherapie häufiger Schübe zu bekommen scheinst, ist das schon erwähnenswert.
Ich wünsche Euch viel Erfolg bei Eurer Entscheidung.

LaLeLu

Hallo,

vielen Dank für die Tipps wo man noch so bedenken muss. Ja es ist nicht gerade leicht eine Entscheidung zutreffen.

Moni