Hallo,

das Thema MS und Ernährung taucht ja immer mal wieder auf und hat mich persönlich auch zum Umdenken über Ernährung ganz allgemein gebracht, weil ich mir denke, dass eine gesunde Ernährung in jedem Fall förderlich sein kann für einen “gesunden” Körper - auch wenn dieser durch MS beeinträchtigt ist.

Mein Neurologe stimmt mir zwar insofern zu, dass eine gesunde Ernährung natürlich hilfreich und sinnvoll ist, aber dass sie keine Verbesserung der Symptome bringen wird. Soweit so gut.

Bei meinen Recherchen zu dem Thema bin ich über diverse Verrückte und viel Unglaubliches gestoßen und habe unter anderem von Roy Swank (http://www.swankmsdiet.org/) gehört, der wohl schon ein Weilchen das Thema “Zusammenhang zwischen Ernährung und MS” untersucht.

Kurz zusammengefasst berichtet er über große Erfolge in Form von Schubreduktion bis hin zu Schubfreiheit durch eine ausgewogene, fettreduzierte Diät. Dass man tierische Fette reduzieren sollte, weil diese wohl Entzündugen fördern, habe ich schon öfters gehört… nun ja, wie gesagt, mein Neurologe meint im Großen und Ganzen, dass sei alles Quatsch.

Ich wüsste gern, was diese Community über das Thema Ernährung im Bezug auf MS denkt und ob der eine oder andere vielleicht auch Erfahrungen mit Ernährungsumstellungen gemacht hat (positiv als auch negativ). Ich möchte keine medizinische Beratung von euch, sondern nur eure Meinung.

Zu meinen eigenen Erfahrungen kann ich soviel beitragen: Wenn ich mal abends Chips zu einem Film gegessen habe, konnte ich mich darauf verlassen, am nächsten Tag verstärkt unter Fatigue zu leiden. Zufall?

LG

http://www.emed-ms.de/index.php?id=533&backPID=433&tt_news=1970

Ich mache viel mit Ernährung aber vor Mo komm ich vermutlich net zum Schreiben…
Bis dann
Idefix…
PS Chips zum einen gehärtete Fette (stehen im Verdacht krebserregend zu sein…) und zum anderen nicht gerade die gesündesten…

Hallo Mandana,

ich habe seit 2000 MS und bekam Interferon. Leider wurde ich nach einiger Zeit dagegen allergisch und ich musste das Präparat wechseln. Das ging so mit allen Interferonen und mit Copaxone. Leider stieg meine Schubhäufigkeit trotzdem (am Ende 3 in 1,5 Jahren).

D.h. nun gab es kein Medikament mehr … alle weiteren Medikamente hätten für meinen - relativ - guten Zustand - zu viele Nebenwirkungen. Da hat mir mein Neurologe eine Ernährungsumstellung empfohlen - er hat einige Patienten, die das aus verschiedenen Gründen gemacht haben (Unverträglichkeit oder Ablehnung von Medikamenten) und sehr erfolgreich damit sind.

Er hat mir dann ein Buch geschenkt (“Ernährungsrichtlinien bei MS”) und mir geraten, mir das mal anzuschauen. Es ging um fettarme Ernährung mit wenig gesättigten Fettsäuren, viel ungesättigte Fettsäuren, wenig Fleisch, viel Fisch, keine Wurst und wenig Eier, viel Obst und Gemüse, Vollkorn, etc.

Das war Ende 2007 und ich war danach bis Anfang 2012 Schubfrei (und im Jahr davor habe ich mich nicht daran gehalten und hatte viel Stress). Also mein Neurologe schwört darauf und ich in der Zwischenzeit auch.

Und diese Richtlinien sind wissenschaftlich belegt, d.h. es ist bewiesen, dass es Lebensmittel gibt, die Entzündungen im Körper fördern und welche, die sie bremsen. Und MS ist halt ein entzündlicher Prozess.

Probiere es doch einfach mal aus - schaden wird es sicher nicht. Gesund ist die Ernährung allemal.

Viele Grüße,
speedyaw

@Idefix: Mir ist schon klar, dass Chips nicht gerade gesund sind. Ich wollte nur ein Beispiel geben, wo es mir selbst halt direkt aufgefallen ist, dass Ernährung durchaus etwas mit wohlbefinden zu tun hat. Mich erschreckt vor allem, dass so viele Ärzte die Verbindung zwischen Ernährung und Gesundheit abstreiten :frowning:
Danke für den Link, er bestätigt auch meine Erfahrung mit veganer Ernährung. Seit ich mich vegan ernähre, geht es mir subjektiv auf jeden Fall besser.

@speedyaw: Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich würde deinen Arzt am liebsten kennenlernen und gegen meinen tauschen :smiley: Wie gesagt ist meiner nicht so wirklich von meiner Einstellung zum Essen begeistert, auch wenn ich ihm versichert habe, dass ich ausgewogen esse und auf B12-Supplementierung achte.
Es freut mich, dass du derart positive Erfahrungen mit der Ernährungsumstellung gemacht hast. Hoffentlich werden noch mehr Ärzte die Einsicht haben, dass wir vieles mit unserer Ernährung verändern können.

Aaalso, ich denke auch, daß Ernährung auf jeden Fall einen Einfluß auf die MS hat.
Meine Ernährung ist eine Mischung aus Hebener, TCM und Schuhbeck.
D.h. Dosen und Tütenfutter wird boykottiert. Ich bemühe mich so frisch und ausgewogen zu ernähren und lege Wert auf gute Prodikte. (Fleisch wenig und Fisch) Augenmerk auf Qualität. Ich verwende viele Kräuter und Gewürze ich habe mir sehr viel Wissen über die Gesundheitswirkung von Lebensmitteln, Kräutern und Gewürzen angeeignet. Dabei schau ich natürlich auf entzündungshemmend…
Ich habe mich auch viel zu Wirkungen und Wechselwirkungen sowie Nebenwirkungen.
Das hört sich alles furchtbar gesund an aber sündigen ist erlaubt, allein deshalb weil ich ein Spargeltarzan mit Tendenz zu starkem Abnehmen…
Ich habe mir ein ziemliches Begleitprogramm mit Sport und Hirnleistungstraining angeeignet.
Schulmedizinisch bekomm ich Corti-Puls und mache aktiv etwas gegen die Nebenwirkungen…
LG Idefix

@Idefix:
Das klingt sehr gut :slight_smile: Kannst du mir Bücher oder Webseiten zum Thema Kräuter und Gewürze, bzw. Wechselwirkungen empfehlen? Darüber würde ich mich gern näher informieren.
Wie sieht dein Hirnleistungstraining aus?
LG

Hallo speedyaw,
ich war 18 Jahre quasi auf Hebener und bin extrem gut damit gefahren. Meine MRTs von 1997 und 2015 sehen fast deckungsgleich aus und ich hatte keinen einzigen Schub. Nun habe ich den Fehler gemacht, und bin wieder mit Kollegen in die normale Kantine gegangen. Allerdings habe ich nie aufgehört, die gesamten Nahrungsergänzungen nach Hebener zu nehmen.
Jetzt habe ich eine Verschlimmerung/Schub. So ein Mist! Seit Donnerstag (heute ist Sonntag) bin ich wieder ganz streng auf Hebener und hoffe auf baldige Verbesserung. Danach werde ich NIE wieder etwas anstellen.

Viele Grüsse
Stephan