Hallo ihr Lieben,
ich bin 27 und habe seit einer Woche die Diagnose das ich MS habe. Gerne möchte ich mich mal loswerden und mich austauschen. Es ging vor ca. 6 Wochen los das meine Füße während der Arbeit eingeschlafen sind und dann ging auch alles ganz schnell. Beide Beine taub, Druckschmerz, Lähmung und an Laufen war nichtmehr zu denken. Da ich körperlich sehr anstrengend arbeite und oft mit Rückenschmerzen zu tun habe bin ich erstmal zum Orthopäden.
Von da zum Neurologen, eine Woche Krankenhaus und zich Untersuchungen.
So, jetzt bin ich wieder zu hause, in meinem neuen altem Leben würde ich mal sagen.
Es ging mir ziemlich schlecht nach der Lumbalpuntion, höllische Kopfschmerzen, seit gestern gehts besser. Habe schon morgen einen Termin in einer für MS spezialisierten Praxis.
Die Ms ist jetzt erst bei mir ausgebrochen, aber es geht alles nur sehr sehr langsam zurück, habe jetzt noch 2 taube Finger, meine Beine und Füße sind auch noch taub und laufen geht schleppend, aber so das ich wohl nächste Woche erstmal zur Schule gehen kann.
Ich habe viel davon gelesen, dass man auf sich und seinen Körper mehr hören muss. Das man, selbst wenn man sich so fühlt als könnte man Bäume ausreißen das noch lange nicht tun sollte. Ich mache zurzeit eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau in einem bekannten Lebensmitteldiscounter. Anfang Mai habe ich Abschlussprüung. Aber was dann, ich sollte übernommen werden, habe wirklich viel, meistens zu viel für meinen Job getan. Immer hin und her gerannt, immer Stress ausgesezt, unmengen an Überstunden, das schafft man kaum gesund. Ich habe auch wirklich das Gefühl das mir mein Körper damit zeigen wollte, hier ist schluss, mehr geht nicht. Ich habe schon eine Menge in Foren geslesen, aber was mich wirklich interessiert ist wie sich euer Leben nach der Diagnose geändert hat. War es gleich so schlimm das an Arbeit gar nicht mehr zu denken war? Habt ihr euch beruflich neu orientiert? Hab ihr alles komplett umgekrempelt um einen neuen Schub so weit wie möglich rauszuzögern?
Ich bin jetzt erstmal Krankgeschrieben und muss mich dann Arbeislos/suchend melden. Habt ihr vielleicht Erfahrungen wie weit das Arbeitsamt einen Unterstüzt? Oder knallen die einem, sobald man wieder Arbeistfähig ist alles hin ohne Rücksicht auf die Krankheit zu nehmen? Ich weiss ich bin ja nicht auf das Arbeitsamt angewiesen und kann mir auch selber was suchen, aber hoffe einfach mal das die meine Quelle sind das geeignete mit mir, für mich zu finden.
So viele Gedanken die in meinem Kopf rumschwirren. Ich habe totale Angst vor den Medikamenten und den Nebenwirkungen.
Im Moment geht es mir relativ gut, aber wenn ich lese was für Nebenwirkungen manche haben, das schmeißt einen doch zurück. Naja ich denke das wars erstmal fürs erste, ich hoffe ich werde von einigen hören. Danke euch schon jetzt
Liebe Grüße
