Hallo zusammen,
ich glaube, so lange man sich darauf versteift, dass die MS nur EINE Krankheit ist, wird man aus der Sackgasse nicht herauskommen, egal aus welcher Richtung man hineingeraten ist.
Der fundamentalistische Glaubenseifer, mit dem die Venenhypothese verfochten wird, ist genauso wenig hilfreich wie ein fundamentalistischer Eifer in Sachen Autoimmunhypothese.
Ich habe zum Beispiel keine venöse Insuffizienz (wurde jetzt schon zweimal untersucht - o.B.) und trotzdem MS. Welche Sorte MS, darüber scheiden sich bei mir die Geister, da meine MS-Karriere progredient begann, ich aber trotzdem kontrastmittelaufnehmende Läsionen und Schübe habe.
Ich glaube, wirklich aus der Sackgasse rauskommen wird man erst dann, wenn man die Untergruppen der MS genauer diagnostizieren und besser unterscheiden kann. Dann ließe sich endlich erklären, welche MS auf welche Behandlung anspricht (oder nicht anspricht), und warum. Für die Plasmapherese ist das andeutungsweise ja schon möglich.
Es lässt sich doch nicht ausschließen, dass eine der MSen eine Virusinfektion ist, eine andere eine Durchblutungsstörung, die dritte eine Neuroborreliose, und so weiter. Früher “hatte man es auf der Brust” und bat den Heiligen Blasius um seinen Beistand, heute kann man ungefähr 2.538 verschiedene Ursachen für “Husten” unterscheiden, von der Allergie über die Tb bis zum Lungenkrebs. Ich glaube, dass es bei der MS in 100 Jahren genauso sein wird.
Liebe Grüße
Renate