Als ich als Patientin im Medizinbetrieb neu und unerfahren war, habe ich jedes MRT mitgemacht, das angeordnet wurde. Ich dachte mir, das wird schon seine Richtigkeit haben und ich musste erst lernen, mit der Erkrankung umzugehen und den eigenen Verlauf kennenlernen.
Inzwischen kann ich den eigenen Verlauf ganz gut einschätzen und brauche kein MRT. Einen Schub oder eine Verschlechterung spüre ich auch ohne MRT. Und vor allem brauche ich kein MRT, wenn das Ergebnis ohnehin keine Konsequenzen für meinen Umgang mit der Erkrankung hat. Wenn ich also die Medikamentenstrategie sowieso nicht ändern wollte (ein Medikament absetzen, mit einem Medikament beginnen oder es wechseln wollte).
Mein letztes MRT ist weit über zehn Jahre her.
Anders wäre es natürlich, wenn die Einnahme eines Medikaments regelmäßige Kontrolle erforderlich macht wie zum Beispiel, wenn tatsächlich das Risiko einer Entwicklung einer PML durch MRT kontrolliert werden soll (wobei ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich so funktioniert, siehe Beitrag von @tournesol gleich nach meinem).