Hallo!
Ich heisse Kristina und meine Mama (48 Jahre) ist vor zwei Jahren an MS erkrankt. Innerhalb dieser zwei Jahren, kann meine Mama fast nicht mehr laufen, kaum selbstständig Essen und spricht sehr schlecht, dass man nur circa 50 % versteht was sie sagt. Und ich denke, dass sie seit Kurzem Depressionen bekommt.

Ist es normal, dass sich MS so schnell ausbreitet? Ist es auch richtig, dass Ärzte die Diagnose “MS” gar nicht stellen können? Denn in der Krankenkasse steht immer nur “MS - ohne Diagnose” - was soll dies bedeuten?
Öfters habe ich in diesem Forum gelesen, dass es Medikamente wie “Prednisolop oder Dexamethason” gbit. Was sind das für Medikamente? Ärzte geben meiner Mama keinerlei Medikamente - gar nicht. Sie zucken mit den Schulter und schicken Sie nach Hause.

Wie kann sowas sein? Hat meine Mama überhauspt MS?

Ich / wir kennen uns nicht so gut mit MS aus, vielleicht kann man mir hier Antworten auf meine Fragen geben.
Es würde mich sehr freuen.
Vielen Dank

Hallo Kristina
falls deine Mama bereits bei einem Neurologen war so könnt ihr auch noch einen zweiten Neurologen aufsuchen.
Bitte schreib auch den Ort/Großraum dazu, vielleicht gibt es Leute die euch zur Arztsuche weitere Tipps geben können.
Auf der Startseite der AMSEL kannst du auch selbst MS-Praxen suchen.
Das Sprechen kann auch während eines REHA aufenthaltes gebessert werden oder auch örtlich bei einem Logopäden.
LG

Hallo Kristina,
ich bin zwar betroffen, es ist aber schwer via Email Dir für Dich erschöpfende Antworten zu geben. Die beschriebenen Symptome können auf eine MS hindeuten.
Es ist auch möglich, daß die MS so schnell fortschreitet.
Und leider kann es auch sein, daß eine MS nicht zu 100% diagnostiziert werden kann.
Was ich Dir aber mit Sicherheit sagen kann, daß Du bei der AMSEL gut aufgehoben bist.
Medikamente gibt es viele - dazu ist es aber wichtig, daß ein erfahrener Neurologe Deine Mama eingehend untersucht. Erst dann kann man weitere Schritte einleiten.
Es gib eine Rubrik auf der AMSEL Homepage - Arzt und Praxissuche. Das wäre eine Möglichkeit an einen Neurologen zu kommen.
Oder Du stellst die Frage im Forum wo bei Euch in Wohnortnähe ein Neurologe ist und wer einen empfehlen kann.

Ich finde es auf jeden Fall sehr gut von Dir, daß Du Dich an dieses Forum gewandt hast!

Halt “uns” bitte auf dem Laufenden!

Hoffe ich konnte Dir ein bißchen helfen,
Grüße
Kurt

Hallo Kurt,

vielen Dank für die schnelle Antwort.
Zu Beginn der MS waren wir beim Neurologen. Wir sind damals aber irgendwie nicht weitergekommen.
Nun, ist es fast unmöglich, sie jetzt zu Ärzten zu “schleppen” - weil sie auch einfach nicht mehr kann. Eigentlich sitzt sie nur zu Hause. Ich weiß, dass dies eigentlich der größte Fehler ist. Meine Mama war früher eine so starke Frau - ich habe sie so sehr bewundert. Sie hatte für alles IMMER bis zum Schluss gekämpft.

Ich höre immer wieder, wie Menschen mit MS leben. Kaum vorstellbar für mich, wenn ich meine Mama so ansehe. Die kann ja gar nichts!

Sie sagt ja auch, dass es ihr schwer fällt zu sprechen, weil der Kiefermuskel so schlapp ist.
Anderseits ist es schon komisch, so wie ich verstehe, ist MS im ersten Punkt eine Krankheit, wo Muskeln und Kraft zurückgehen. Sie hat nirgendwo Kraft, kaum Muskelmasse in den Armen. Aber! Komischerweiss hat sie richtig pralle Schenkel und Po mit Muskeln (das Laufen kann sie aber trotzdem nicht) - da ist doch irgendwie komisch?

Ich werde nochmals mit Ihr sprechen und einen anderen Neurologen aufsuchen.

MS ist nicht heilbar oder? Und wenn man einmal MS hat, bleibt das auch für immer, oder?
Ich habe einfach nur so viel Angst! Wie hoch ist die Überlebensrate bei Menschen mit MS?

Jetzt habe ich das Verzeichnis hier gefunden.
ich werde nun versuchen, einen anderen Neurologen aufzusuchen.

Vielen Dank - das hat sehr geholfen

Zum Thema zum Arzt “schleppen” - ist Deine Mama Mitglied der Amsel? Wenn ja besteht die Möglichkeit über Eure Kontagtgruppe einen Fahrdienst in Anspruch zu nehmen.
Zum Thema sprechen - ein Logopäde kann diesbezüglich helfen. Ich persönlich meine, das es sinnvoll wäre wenn Deine Mama mal eine Reha in Anspruch nimmt - dort hat sie die Möglichkeit div. Maßnahmen (u.a. Logopäde, Krankengymnastik und vorallem psychologische Hilfe) durchzuführen.
Zum Thema Muskeln - es braucht aber Nerven um die Muskeln entsprechend “anzusteuern” - deshalb ist eine regelmäßige Krankengymnastik extrem wichtig.
MS ist nicht heilbar, aber entsprechend behandelbar. Man stirbt auch nicht von MS - an den Folgen vielleicht.

Das wichtigste aber ist - mit MS kann man leben. Ich sage immer es ist halt ein Anderes Leben.

Deine Angst verstehe ich sehr gut - kann Dich aber ein stückweit beruhigen. Das ist völlig normal und die Angst hat JEDER. Auch Menschen die jahrelang mit MS leben.

Grüße
Kurt
Kurt

hallo
zuerst mene ganze bewundrung und rspekt für dich wie du dich um deine mama sorgst und kümmerst,
den anderen tip,s kann ich mich nur anschließen,aber eins denke ich ist auch ziemlich wichtig,
du ewähntet deinen verdacht deie mutter wäre deprssiv geworden und früher so stark gewesen,
genau so kenn ich ich e von mir ,ging auch fast nichts mehr ,denn meine seele hatgetrauert und aufgegeben, hab einen guten psychoogen gefunden und ene reha in bad wildbad wo die psychologische betreung gerade von neuerkrankten die ja unter einem schockzustand stehen,
shr ernst genommen wird
bizwar auch icht wieder kern gesund worden ,aber meizustand hat sich zu 80% gebessert,diepsyche hat da einen riesen einfluß gerade bei ms ,diese phasengehören zur ms ,
aber es ist wichtig ds sie hilfe bekommt ,und wenn sie in eine klinik mit psychosomatik ,kann da schmieder in konstanz st.4 nur empfehlen
nur mut drück euch die daumen

Hallo Kristina,

es ist super, dass du hierher gefunden hast, hier kannst du Fragen stellen und dann wird dir sicher manches klarer. Hab ein bisschen Geduld, wenn dir nicht gleich geantwortet wird, es dauert hier ein bisschen, aber dann wird das schon. Sei uns willkommen, auch wenn der Anlass kein erfreulicher ist!

Es wäre schon möglich, dass deine Mutter eine sehr rasch fortschreitende bösartige MS hat; aber auch so eine MS kann in der Krankheitsaktivität wieder nachlassen und einige Schäden können sich auch zurückbilden.

“MS ohne Diagnose” heißt wohl, dass sich die Ärzte noch nicht ganz sicher sind, denn es gibt -zig Krankheiten, die ganz ähnliche Symptome und Ausfälle verursachen können, und die müssen ausgeschlossen werden, um festzustellen, dass es nur noch MS sein kann und nichts anderes.

War deine Mutter denn schon im Krankenhaus und wurde schon eine gründliche Diagnostik durchgeführt? Dort werden viele Untersuchungen gemacht, die der Arzt in der Praxis nicht machen kann, z.B. mit Elektronik, außerdem Laboranalysen vom Blut und anderen Körperflüssigkeiten, und das alles kann ein paar Tage dauern. War sie schon im MRT? Es gibt sehr viele Krankheiten, die der MS ähnlich sehen können!

MS ist, soviel man heute weiß, eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift nicht, wie sonst, Erreger an (Bakterien, Viren, Pilze), die von außen kommen, sondern die Zellen des eigenen Körpers. Es gibt etliche Autoimmunerkrankungen, bei denen dies geschieht. Vielleicht hast du schon von Rheumatoider Arthritis oder Morbus Crohn gehört.

Um auszuschließen, dass es etwas anderes ist, z.B. eine Infektion, müssen zahlreiche Untersuchungen gemacht werden und auch ein paar typische Befunde vorliegen. Offenbar sind diese Voraussetzungen bei deiner Mutter (noch) nicht alle erfüllt.

Prednisolon und Dexamethason sind (unterschiedliche) Cortisone, mit denen bei Autoimmunerkrankungen das Immunsystem, das das körpereigene Gewebe angreift und zerstört, unterdrückt wird. Viele Menschen mit Autoimmunerkrankungen brauchen sie.

Diese Medikamente darf man aber nicht bekommen, wenn man eine Infektion hat, denn dann kann das Immunsystem die Erreger nicht mehr bekämpfen und sie können sich vermehren.

Du schreibst: “so wie ich verstehe, ist MS im ersten Punkt eine Krankheit, wo Muskeln und Kraft zurückgehen.”

Nein, das ist sie nicht! Bitte denke bei „MS“ nicht an “Muskelschwund”, das ist falsch!!! MS ist eine Krankheit, bei der in der Steuerzentrale ZNS, das aus Gehirn und Rückenmark besteht, die Nervenfasern, die diese Muskeln steuern, durch Entzündungen angegriffen und ihre Isolierungen zerfressen werden.

Dass Muskeln dann mit der Zeit schwächer werden, wenn sie nicht mehr angesteuert und benutzt werden können, ist eine Folge dieser Kabelschäden. Die Muskeln können auch so stark angespannt sein, dass man die Finger oder Beine nicht mehr beugen oder strecken kann (Spastik).

Du kannst es noch am ehesten mit einer Querschnittlähmung vergleichen, die durch eine Beschädigung oder Zerstörung des Rückenmarks verursacht wird. Denke an jemanden, der durch einen Unfall oder ein Attentat gelähmt ist. Da ist nur ein dünnes “Kabel” durchtrennt - das Rückenmark, das etwa 8 x 11 mm dick ist - und alles, was unterhalb dieses Kabelschadens ist, ist gelähmt, auch wenn die Schenkel noch so dick sind.

MS ist unheilbar, heute ist man noch nicht in der Lage, sie zu heilen. In 50 Jahren vielleicht … Wir werden diese Krankheit haben, bis wir sterben, also ist unsere Überlebensrate genau 0,0 %.

Bei einer unheilbaren Krankheit kannst du aber so nicht fragen. Du kannst Statistiken aufstellen, wie viele Prozent aller Menschen einen freien Fall aus 20 m Höhe auf Beton überleben, oder eine Vergiftung mit 200 Aspirintabletten, oder wie hoch die Überlebensrate nach 5 Minuten, 10 Minuten und 15 Minuten Herzstillstand ist.

Aber bei einer unheilbaren Krankheit ist das totaler Quatsch. Jedes Leben endet mit dem Tod, ob mit oder ohne MS. Auch ohne MS kann jede/r von uns jeden Tag, schon morgen, oder nächste Woche, oder nächstes Jahr, tot sein. Die meisten von uns werden nicht an ihrer MS sterben, sondern an Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wenn deine Mutter nicht mehr laufen kann, hat sie Anspruch auf Hilfsmittel, z.B. einen Rollstuhl. Bei mir hat es vom Rezept bis zur Genehmigung 7 Monate gedauert, vielleicht wäre es sinnvoll, das bald mal anzuleiern. Bekommt sie Physiotherapie / Logopädie? Bei Bewegungs- und Sprechstörungen steht ihr das zu! Bei was für Ärzten ist sie in Behandlung? Physiotherapie und Hilfsmittel kann ihr auch der Hausarzt verschreiben.

Angst ist ein sehr schlechter Ratgeber, und das beste Mittel gegen die Angst ist, sich gründlich zu informieren. Das bewahrt einen auch davor, sich von Schwindlern und Scharlatanen reinlegen und ausnehmen zu lassen. Um dich zu informieren, bist du hier genau richtig!

Alles Gute für deine Mama und dich!
Liebe Grüße
Renate

Hallo Kristina,
Alles wichtige wurde hier wohl schon angedeutet.
Wichtig ist das ihr zusammenhaltet und nicht aufgebt.
Lies doch deiner Mama die Antworten hier vor, vielleicht hilft es ihr für die Psyche schon ein wenig.
Bleibt dran.
Ich denke wir alle hier denken fest an dich und deine Mama und drücken euch.

Hallo Kristina,

falls Deine Ma wirklich MS hat.
MS ist KEINE Autoimunerkrankung.Dafür hat man auch nach langer Suche keine Beweise
gefunden.Deshalb wirken wohl auch die MS Medikamente so schlecht,wie neue Studien belegen!
Zum Glück gibt es neue Erkenntnisse:

http://www.ccsvi-treatment-register.org/DE/index.php?d=a1

http://csvi-ms.net/content/einfuehrung-venoese-multiple-sklerose

Alles Gute für euch!
Vilan

Liebe Kristina,
auf der Dmsg Seite gibt es einen eher nüchternen Artikel zum Thena Cssvi. Es ist eine Facette der Erkrankung, denn alle Beschwerden damit nicht beseitigt… Wie dauerhaft ist noch nicht abschließend geklärt. Welche Therapie in Anschluß an diese OP notwedig ist ist noch nicht endgültig geklärt…
Geh mit Deiner Mutter in eine MS- Ambulanz und laß die Diagnose endgültig abklären. Was besonders wichtig ist, daß Deine Mutter einerseits aus dem Depri-Loch zu kommen und wieder darum kämpft Ihre Fähigkeiten zu erhalten.
Jetzt muß ein neuer Kampf geführt werden. Dabei brauch Deine Mutter Unterstützung, bis sie wieder anfängt Ihr Leben wieder neu zu gestalten.
LG Idefix

Hallo Idefix
du hast den Nagel auf den Kopf getroffen hier werden Leute wie Kristina und ihre Mutter verunsichert.
Die meisten (Vilan nicht) haben MS und versuchen damit zu leben und malen nicht alles schwarz.
LG

Danke Helmut, mich regt es immer auf wenn Hilfesuchende verunsichert werden.
Egal für welche Therapie man sich entscheidet, es gibt immer Nw’s und derer sollte man sich bewusst sein. Dem Medi eine Wirkung zutrauen und sich gleichzeitig sich der Risiken bewusst sein.
Wir kämpfen darum täglich eine gewisse Normalität zu haben und täglich zu akzeptieren, daß es mal geht und mal nicht. Va. die Hoffnung nicht aufgeben. Allerdings mit dem notwedigkeit fur die Realität. Wir sind doch Kampfhamster :wink:
LG Idefix

Hallo Helmut,
da plustert sich mal wieder jmd auf. In einem anderen Forum hab ich ziemlich gute Einschätzungen zu Sinnhaftigkeit der obigen Studie. Schön wenn man anderen die Hoffnung nehmen will ohne auch nur eine wirkliche Alternative ( Risiken, Hirnbluten und Tod… ) Man muß sich nur über die Finanziers und deren Intension informieren. Ich finde es furchtbar wenn man Hilfesuchenden die Hoffnung nehmen will. Ich finde es absolut unterirdisch wenn gewisse Leute sowas posten. Solche Beiträge lassen auf den Charakter schlissen… Alles natürlich unter dem wohlmeinenden Deckmantel der Information…
Alte Hasen und sebständig denkende Menschen kann er damit nicht den Tag versauen :))) der wird nämlich schön!!! Es gibt nämlich noch Menschen die uns nicht nur als nutzlose Kostenfaktoren sehen. So jetzt muß ich enden mein Opa vom Stock wartet und später ein Lattte Macciato :wink: Viva La Vida
LG Idefix

Sorry, für die Schreibfehler, ich hab mal wieder mit dem Handy gepostet ;))) Auf B3 läuft gerade der showshredder, da gehören solche Studien hin, va wenn die Adressaten gerade unter depressiver Verstimmung leiden. Da sind solche Postings nämlich voll produktiv…

Liebe Kristina,
diesen Artikel meinte ich
http://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/index.php?w3pid=news&kategorie=forschung&anr=2175
und lass Dich und Euch nicht entmutigen, dann hat die MS nämlich schon gewonnen.
Ich glaube unser jetziger Bundespräsident wäre froh gewesen wenn es damals schon Medis gegeben hätte, die die Erkrankung seiner Mutter gebremst hätten.
LG
Idefix

Hallo Ihr Kampfhamster :slight_smile:

Wow!!! ich war hier seit Samstag nicht mehr angemeldet, denn Mama hat Vorrang :slight_smile:
Es freut mich so sehr, dass so viele mir antworten und beistehen. Klar, habe ich Familie und Freunde, aber was können die mir schon über Ms sagen!

Klar, in einer solchen Situation braucht man sich nichts “schön reden” - aber wenn wir vielleicht der Tatsache wikrlich ganz Ernst ins Auge sehen, würden wir dann nicht alle den “Verstand verlieren”?

Heute hat meine Mama ja mal den “Bringer” gebracht, meinte sie: “Kristina, weine nicht so viel um mich, wenn ich doch so jung gehen sollte, dann habe ich “dort oben” meinen Vater und meine geliebte Mutter, die so früh sterben musste” - Boh, dass war was. Aber sie sagte dann auch schnell: “Oh Gott, was habe ich da eigentlich gesagt”
Klar solche Gedanken habe ich auch manchmal: Was ist, wenn Sie mich nie heiraten sehen wird oder nie das Gefühl haben wird, Enkelkinder zu haben.

Zu der Mutter meine Mama nochmals zurück: Sie starb zwar an Gebärmutterhalskrebs, aber litt bis zum Tod an Arthritis. Gibt es da einen Zusammenhang?
Also, in den Krankenakten meiner Mama wird diese Krankheit fett unterstrichen.

Zu den Fragen, ob wir bei Ärzten waren: Ja, zu Untersuchungen war Sie um Krankenhaus gelegen, dann waren wir beim Neurologen usw, Test mit Elektronik wurden auch gemacht.
Aber! Dies haben wir alles gemacht, wo sich die Krankheit angefangen hat sich auszubreiten. Dann konnte sie noch fast alles machen.

Naja, nach dem Spruch mit dem Tod von meiner Mama, habe ich gesagt, wir machen das jetzt auf MEINE Weise: Morgen gehe ich zum Hausarzt und las ihr Physiotherapie verschreiben.
Kaum hatte ich das durchgebracht, erfahre ich hier die Antwort auf meine Frage von heute Mittag: Kann ich das beim Hausarzt verschreiben lassen :slight_smile:

Super, vielen Dank an alle!!!

Man fühlt sich nicht mehr so alleine.

DANKE, Ihr seit echt echte Kampfhamster :slight_smile:

P.S. An alle, die an dieser Krankheit leiden: Ich bewundere Euch so sehr! Ich hoffe, wir sind auch einmal so weit, mit dieser Krankheit zu leben und damit umzugehen

Guten Morgen Kristina,
ich kann Dich beruhigen, MS verläuft selten tödlich. Ich habe mit meiner Ma vor ca 15 Jahren geführt als Sie zum ersten Mal an Brustkrebs erkrankte. Ich steigerte mich damals total in Ihre Krankheit hinein und wollte sogar mein Studium schmeisen. Sie meinte ganz nüchtern zu mir: Das ist meine Krankheit nicht Deine. Du kannst mir gerne helfen aber Du mußt auch Dein Leben führen. Mich hat es neun Jahre später erwischt.
Weißt Du kämpfen haben die meisten von uns mit der Zeit gelernt. Am Anfang war ich ziemlich depri (Ok es war damals à weng viel plus Chemo etc) Es ist als würdest Duit 300 vor die Wand fahren. Dein bisheriges Leben liegt in Scherben und Du mußt Dich praktisch neu erfinden. Das Problem ist nur man hat nicht mehr das gleiche Kraftpotential. Ich hatte über mehrere Jahre einen Therapeuten und war zweimal vollstationàr. Ich bin kein Fan von Antidepressiva aber beim zweiten Nervenzusammenbruch halfen Sie mir aus dem dunklen Loch zu krabbeln und Kräfte zu sammeln meine Probleme anzugehen. Ich habe sie dann schnell wieder ausgeschlichen.
Ich denke nach der Diagnose darf man in ein Loch plumsen. Die Familie ist unheimlich wichtig.als Rückhalt. Du machst es richtig einerseits da sein aber auch anschubsen. Das brauchen wir manchmal.
Ich wünsche Deiner Ma und Dir, daß sich ihre Psyche wieder stabilisiert, daß Sie zu einem positiven Umgang mit der Erkrankung. Anfängt um Normalität in Ihrem Leben zu kämpfen. Es ist eine andere Normalität. Diese zu akzeptieren ist ein Lernprozeß mit Höhen und Tiefen.
Hinfallen darf man aber dann wieder aufstehen :slight_smile: im Übtigen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen ohne sich dabei weh zu tun.
Wir sind nicht immer Kampfhamster aber immer öfter :wink:
Alles Gute für Euch
Idefix