Schweden handelt bei MS ähnlich wie Norwegen und hatte in der Corona-Pandemie besser reagiert als fast der gesamte Rest der Welt. Man kann durchaus bei beiden Krankheiten grundsätzlich besser handeln als good old Tschörmenie mit seinen Spahns, Lauterbachs, Drostens und sonstigen Nullen…

Davon abgesehen bin es nicht ich, der hier Norwegen in’s Spiel gebracht hat. Ich habe mich zu Norwegen überhaupt nicht geäußert, weder negativ, noch positiv. Wer Lesen kann ist klar im Vorteil! :clown_face:

Danke für den Hinweis. Dann stimmt meine ursprüngliche Rechnung. Es sind 28.809,47 € jährlich. Damit ist Rebif 44 immer noch teurer als Ocrevus und sogar um mehr als 13.000 € teurer als Kesimpta. Auch Mavenclad und S1P-Modulatoren sind teuer als CD20-Therapien. Das PLV von CD20-Therapien überzeugt. Preis in Relation zur Leistung wohl wirklich besser als bei jedem anderen MS-Therapeutikum.

Gilenya gibt es als Generikum für weniger als 450 Euro Pro Quartal. Ist damit eines der billigsten Medikamente heute.

Zur Erinnerung, „MSK-Webinar: MS im Alter: Wie ändert sich das Immunsystem ab 50 und was bedeutet das? | Prof. Dr. med. Ingo Kleiter“ beginnt in 3 Tagen zu diesem Termin:

Donnerstag, 23. April 2026, 17:00 - 18:00 MESZ

Sehr geehrte Teilnehmerin,
sehr geehrter Teilnehmer,

vielen Dank noch einmal für Ihr Interesse und Ihre Anmeldung zur Veranstaltung der MSK.
Die Veranstaltung steht kurz bevor.

23.04…2026: 17:00 - 18:00 Uhr
Thema: MSK-Webinar: MS im Alter: Wie ändert sich das Immunsystem ab 50 und was bedeutet das?
Referent: Hr. Prof. Dr. med. Ingo Kleiter

Wir freuen uns, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen schon heute eine spannende Veranstaltung.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. med. Ingo Kleiter (Geschäftsführer med. und Ärztlicher Leiter der Marianne-Strauss-Klinik) und das MSK-Team

Aufzeichnung vergangener Veranstaltungen finden Sie hier:

Überprüfen Sie vor der Teilnahme die Systemanforderungen, um etwaige Verbindungsfehler zu vermeiden. Hier erfahren Sie mehr über die Teilnehmererfahrung.

Liebes Forum, mein Neurologe hat mir beim letzten Kontrolltermin vorgeschlagen auf Mavenclad zu wechseln.

Hintergrund: Ich habe ca 5 Jahre Ocrevus genommen und seit etwas über einem Jahr nehme ich Kesimpta, weil ich unter Ocrevus einige Infektionen hatte, die auch sehr lange gebraucht haben, um sich zu beruhigen: Gürtelrose, Mittelohrentzündungen, einfache Erkältungen, mit denen ich aber trotzdem 2-4 Wochen zu tun hatte. Die Idee bei Kesimpta war, dass durch die monatlichen Gaben nicht alle 6 Monate (Ocrevus) so intensiv auf das Immunsystem eingewirkt wird. Leider hat sich meine chronische Sinusitis nicht beruhigt und mein HNO-Bereich ist konstant verschleimt und zu.

Nun kam die Idee mit Mavenclad auf. Ich hab mich mit den B-Zell-Depletierern immer sicher gegen die MS gefühlt und hatte Mavenclad nicht auf dem Radar. Seit meiner Diagnose ist die MS stabil. Ich bin jetzt vor allem gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen. Ist jemand von Ocrevus oder Kesimpta auf Mavenclad umgestiegen? Haltet ihr einen Wechsel für sinnvolle? Hab mich noch nicht genauer mit Mavenclad beschäftigt, aber es scheint weniger stark ins Immunsystem einzugreifen (also dass die Medis das tun ist klar, aber eben unterschiedlich stark).
Danke!

Hängt erst mal davon ab, wie aktiv dein Verlauf ist.
Bei der Umstellung solltest du möglichst stabil sein, da der Wirkstoff etwa 1-2 Monate braucht, um deine Lymphozyten zu reduzieren. Bei den CD20 Therapien ist ja im Vergleich dazu innerhalb von 1-2 Tagen alles eliminiert…

Klar, daß einem eine Reihe von schwierigen und/oder langwierigen Infektionen zu denken geben. Ein Gradmesser, wie stark das Immunsystem durch die B-Zell-Depletion geschwächt ist, ist die Höhe der Immunglobuline, und dabei vor allem IgG. Wenn deine Immunglobuline auch nach gut sechs Jahren noch im Normbereich liegen, würde im Grunde kein akuter Handlungsbedarf entstehen. Dann könnte - theoretisch :thinking: - die Serie deiner Infektionen auch Zufall sein oder durch etwas anderes als die B-Zell-Depletion verursacht. Oder siehst du das anders?

Was das Absetzen von B-Zell-Medikamenten betrifft: Dabei muss eingerechnet werden, daß es nach B-Zell-Depletion keine Garantie gibt, daß sich die B-Zellen wie nach dem Lehrbuch zurückentwickeln. Es gibt einige Fälle, bei denen die B-Zellen für längere oder sogar lange Zeit niedrig bleiben. Es gibt Fälle, da entwickeln sie sich sogar gar nicht zurück. Aus diesem Grund ist ein Monitoring der B-Zellen auch nach Absetzen des Medikaments sinnvoll. Wenn du also Glück hast oder Pech, je nachdem wie man es sieht, bist du auch nach Absetzen weiterhin b-zell-depletiert, ganz ohne Medikament…

Diese zwei Aspekte fallen mir zu deinem Fall ein. Zu Mavenclad kann ich nichts sagen. Ich selbst hatte schon B-Zell-Depletion durch Rituximab. Wünsche dir eine gute Entscheidung.

1 „Gefällt mir“