Hallo ihr Lieben, bei mir sind Mastzellen aktiviert.
Kennt das jemand?
Ich habe keine Lust auf histaminarme Ernährung. 
Liebe Grüße
Hallo ihr Lieben, bei mir sind Mastzellen aktiviert.
Kennt das jemand?
Ich habe keine Lust auf histaminarme Ernährung. 
Liebe Grüße
Wer hat Dir die Diagnose gegeben?
Fragliche Ursache ist u.a. Histamin.
Mir wäre es das Wert darauf zu verzichten, wenn ich damit mehr Lebensqualität habe.
Ich, für mich, habe festgestellt, daß meine Spastik auf Histamin oder schon auch auf sogenannte Histaminliberatoren reagiert. Wenn ich also histaminhaltige Lebensmittel esse reagiert meine Spastik, zum Teil, sehr intensiv. Angefangen hats mit Matjesfilet.
Da bin ich dann die halbe Nacht im Haus spazieren gegangen.
Hört natürlich kein Neuro so wirklich hin. Ich habe dann versucht, mir eine Lösung zu basteln! Jetzt schlucke ich schon eine ganze Weile ein Antihistaminika, der 2. Generation, macht nicht müde. Nichtsdestotrotz versuche ich natürlich stark histaminhaltige Lebensmittel zu vermeiden.
Meine Spastik hat sich beruhigt. Auf die Frage nach Dauermedikation der Antihistaminika sagt die Hausärztin natürlich, soll man nicht machen!
Kannte ich noch nicht, darum habe ich die KI bemüht.
Für mich ist es sehr informativ:
Mastzellen sind nicht nur an allergischen Reaktionen der Haut oder Schleimhäute beteiligt, sondern kommen physiologisch auch im Gehirn und Rückenmark vor – vor allem perivaskulär entlang der Blut-Hirn-Schranke (BHS) und in den Meningen.
Spastik entsteht bei MS durch eine Schädigung der absteigenden Pyramidenbahnen (1. Motoneuron), wodurch hemmende Signale auf die Reflexbögen des Rückenmarks ausfallen. Die Muskulatur gerät in einen Zustand unwillkürlicher Übererregbarkeit. Histamin kann diesen Zustand auf zwei Wegen intensivieren:
Der erwähnte Matjesfilet ist ein klassisches Beispiel: Durch Reifung und enzymatische Zersetzung entsteht in Fisch extrem viel Histamin (aus der Aminosäure Histidin).
Für jemanden mit hyperreaktiven Mastzellen summiert sich die externe Histaminzufuhr mit der körpereigenen Freisetzung, was zu den im Post geschilderten nächtlichen Spastik-Attacken führen kann.
Antihistaminika der 2. Generation (z. B. Cetirizin, Loratadin, Bilastin, Desloratadin) blockieren peripher die H1-Rezeptoren und dämpfen die Wirkung des zirkulierenden Histamins. Einige dieser Wirkstoffe besitzen zudem schwach mastzellstabilisierende Eigenschaften.
Eine Aktivierung von Mastzellen erhöht die Histaminlast, und systemisches Histamin kann als afferenter Trigger spinale Reflexe destabilisieren und MS-assoziierte Spastiken verstärken.
(Frage): wie nennen sich Mastzellen im Blutbild?
Im normalen Blutbild kommen reife Mastzellen nicht vor und werden dort auch nicht aufgeführt, da es sich um reine Gewebezellen handelt.
Die Zellen im Blut, die ihnen funktionell am ähnlichsten sind und oft mit ihnen verwechselt werden, heißen basophile Granulozyten (im Laborbefund meist als „Basophile“ oder „BASO“ abgekürzt).
Die biologischen und diagnostischen Unterschiede stellen sich wie folgt dar:
(Frage:) wenn die Permeabilität der BHS durch Mast Zellen erhöht ist, wäre das im MRT bei MS zu erkennen?
Ja, die Auswirkung der Schrankenstörung ist im MRT sichtbar – allerdings nicht die Mastzelle als Ursache.
Im klinischen MRT lässt sich eine erhöhte Permeabilität der Blut-Hirn-Schranke (BHS) sehr genau abbilden, das bildgebende Verfahren kann jedoch nicht auf molekularer oder zellulärer Ebene unterscheiden, welcher Entzündungsmechanismus die Schranke undicht gemacht hat.
Die Zusammenhänge gliedern sich wie folgt:
Im gesunden Zustand ist das Gehirn durch die Blut-Hirn-Schranke hermetisch abgeschirmt. Standard-MRT-Kontrastmittel (Gadolinium-Chelate) sind zu groß, um eine intakte Schranke zu überwinden, und verbleiben rein in den Blutgefäßen.
Obwohl Mastzellen durch die Freisetzung von Histamin, TNF-$\alpha$, Tryptase und Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) aktiv am Abbau der Gefäßbarriere beteiligt sind, sieht der Radiologe im MRT nur den Endzustand:
Hier liegt die entscheidende Diskrepanz zur Alltagserfahrung von Betroffenen (wie im Foren-Beispiel nach Histaminaufnahme):
Wenn Mastzellen an einem aktiven MS-Schubherd beteiligt sind, sieht man diese Permeabilitätsstörung im Kontrastmittel-MRT als typischen frischen Herd. Eine kurzzeitige Verschlechterung von Symptomen (wie eine aufflammende Spastik nach Histaminbelastung) hinterlässt im Routine-MRT in der Regel kein neues Kontrastmittelleck, da es sich meist um ein funktionelles bzw. neurochemisches Reizphänomen und nicht zwingend um einen neuen, strukturell sichtbaren Entmarkungsherd handelt.
In Studien wird Clemastin, einem klassischen Antihistaminikum der 1 Generation, eine remyelinisierende Wirkung bei MS nachgewiesen.
Wie kann Clemastin noch hier empfehlen?
Ich habe das auch weiter eruiert, hinsichtlich einer adäquaten BT.
(Frage:)
welche “normale” MS Basistherapie hilft gegen das Mastzellen / Histamin Problem bei MS?
Unter den klassischen verlaufsmodifizierenden MS-Therapien gibt es kein Medikament, das primär als Mastzellstabilisator oder Antihistaminikum zugelassen ist. Im immunologischen Wirkmechanismus der verschiedenen MS-Präparate existieren jedoch deutliche Unterschiede hinsichtlich ihres Einflusses auf Mastzellen und Histamin:
Unter den traditionellen milden Basistherapien (Kategorie 1) weisen Interferon-beta-Präparate (z. B. Avonex, Rebif, Betaferon, Plegridy) die am besten belegte, hemmende Wirkung auf Mastzellen auf:
Cladribin ist formal keine milde Basistherapie, sondern eine hochwirksame Impulstherapie (Kategorie 2/3) für aktive Verläufe. Es besitzt jedoch eine einzigartige Querverbindung:
Diese Substanzen (zumeist Kategorie 2) greifen in das Sphingosin-1-Phosphat (S1P)-System ein:
Zwei sehr gängige Basistherapien führen bei Menschen mit Histaminempfindlichkeit häufig zu Problemen:
In der klinischen Routine wird eine MS-Basistherapie in erster Linie nach der Krankheitsaktivität (Schubrate, MRT-Läsionslast) und dem individuellen Risikoprofil gewählt (wie z. B. dem JCV-Status). Ein Mastzell- oder Histaminproblem wird neurologisch selten über die MS-Grundmedikation allein gesteuert, sondern als paralleles Störfeuer behandelt:
Ich hab zusätzlich zur MS ein klonales Mastzellaktivierungssyndrom und hab auch eine Histaminintoleranz (Histaminabbaustörung)… Mastzellen sind die Steuerungszellen des Immunsystems und schütten besonders gern Histamin aus - bei mir sind diese Zellen überaktiv… Leider kann ich bestätigen, dass ein Histamin-Überschuss MS-Symptome triggert… Ich hatte z. B. 2025 vor Beginn meiner ersten Immuntherapie nach Diagnose während der kompletten Pollensaison im Frühjahr einen Pseudoschub… Und die Kombination Mastzellerkrankung und MS kommt tatsächlich häufiger vor…