Hallo ihr Lieben, bei mir sind Mastzellen aktiviert.

Kennt das jemand?

Ich habe keine Lust auf histaminarme Ernährung. :pensive:

Liebe Grüße

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Wer hat Dir die Diagnose gegeben?
Fragliche Ursache ist u.a. Histamin.
Mir wäre es das Wert darauf zu verzichten, wenn ich damit mehr Lebensqualität habe.

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Ich, für mich, habe festgestellt, daß meine Spastik auf Histamin oder schon auch auf sogenannte Histaminliberatoren reagiert. Wenn ich also histaminhaltige Lebensmittel esse reagiert meine Spastik, zum Teil, sehr intensiv. Angefangen hats mit Matjesfilet.
Da bin ich dann die halbe Nacht im Haus spazieren gegangen.

Hört natürlich kein Neuro so wirklich hin. Ich habe dann versucht, mir eine Lösung zu basteln! Jetzt schlucke ich schon eine ganze Weile ein Antihistaminika, der 2. Generation, macht nicht müde. Nichtsdestotrotz versuche ich natürlich stark histaminhaltige Lebensmittel zu vermeiden.
Meine Spastik hat sich beruhigt. Auf die Frage nach Dauermedikation der Antihistaminika sagt die Hausärztin natürlich, soll man nicht machen!

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Kannte ich noch nicht, darum habe ich die KI bemüht.
Für mich ist es sehr informativ:

1. Mastzellen und Histamin im zentralen Nervensystem bei MS

Mastzellen sind nicht nur an allergischen Reaktionen der Haut oder Schleimhäute beteiligt, sondern kommen physiologisch auch im Gehirn und Rückenmark vor – vor allem perivaskulär entlang der Blut-Hirn-Schranke (BHS) und in den Meningen.

  • Neuroinflammation: Bei Multipler Sklerose sind Mastzellen in und um aktive Entmarkungsherde (Plaques) zu finden. Werden sie aktiviert, schütten sie Histamin, Entzündungszytokine (wie TNF-alpha, IL-6) und lytische Enzyme aus.
  • Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke: Histamin erweitert Gefäße und erhöht über H1- und H2-Rezeptoren die Permeabilität der Blut-Hirn-Schranke. Dadurch können autoreaktive T-Zellen und andere Immunzellen leichter in das ZNS einwandern, was lokale Entzündungsschübe begünstigt.

2. Warum Histamin eine Spastik verstärken kann

Spastik entsteht bei MS durch eine Schädigung der absteigenden Pyramidenbahnen (1. Motoneuron), wodurch hemmende Signale auf die Reflexbögen des Rückenmarks ausfallen. Die Muskulatur gerät in einen Zustand unwillkürlicher Übererregbarkeit. Histamin kann diesen Zustand auf zwei Wegen intensivieren:

  • Der „Noxen-Effekt“ (Peripherer Trigger): Spastik reagiert extrem sensibel auf jegliche afferente Reizung im Körper. Wenn stark histaminhaltige Nahrung verzehrt wird, führt dies im Magen-Darm-Trakt zu lokalen Reizungen, Gefäßerweiterungen, Motilitätssteigerungen oder unterschwelligen Entzündungsreaktionen. Im neurologischen Kontext wirkt jeder vegetative oder noxische Reiz (wie auch eine Blasenentzündung, Verstopfung oder Hautreizung) als Reflexverstärker, der die spinale Spastik schlagartig anfeuern kann.
  • Zentrale Erregbarkeitssteigerung: Histamin fungiert im Gehirn als exzitatorischer Neurotransmitter, der Wachheit, Tonus und motorische Aktivität reguliert. Erhöhte Histaminspiegel können das Gleichgewicht zwischen erregenden und dämpfenden Neurotransmittern (wie GABA) weiter in Richtung Übererregung verschieben.

3. Histaminreiche Nahrung und Liberatoren

Der erwähnte Matjesfilet ist ein klassisches Beispiel: Durch Reifung und enzymatische Zersetzung entsteht in Fisch extrem viel Histamin (aus der Aminosäure Histidin).

  • Histaminaufnahme: Trifft diese Zufuhr auf einen verlangsamten Abbau (z. B. geringere Aktivität der Diaminoxidase/DAO im Darm), flutet Histamin systemisch an.
  • Histaminliberatoren: Bestimmte Substanzen veranlassen Mastzellen direkt dazu, ihr gespeichertes Histamin abzugeben, selbst ohne klassische Allergie (nicht-IgE-vermittelte Degranulation).

Für jemanden mit hyperreaktiven Mastzellen summiert sich die externe Histaminzufuhr mit der körpereigenen Freisetzung, was zu den im Post geschilderten nächtlichen Spastik-Attacken führen kann.

4. Wirkung der Antihistaminika und ärztliche Skepsis

Antihistaminika der 2. Generation (z. B. Cetirizin, Loratadin, Bilastin, Desloratadin) blockieren peripher die H1-Rezeptoren und dämpfen die Wirkung des zirkulierenden Histamins. Einige dieser Wirkstoffe besitzen zudem schwach mastzellstabilisierende Eigenschaften.

  • Warum die Spastik nachlässt: Durch das Blockieren der peripheren Histaminwirkung fallen vegetative Störreize im Körper weg. Fällt der Reiz weg, beruhigt sich die reflektorische spinale Überaktivität, und der Muskeltonus sinkt.
  • Warum Neurologen oft zurückhaltend reagieren: Der Zusammenhang zwischen Mastzellaktivierung, Nahrungshistamin und MS-Spastik ist in Leitlinien nicht als Standardtherapiepfad etabliert. In der Neurologie wird Spastik primär mit direkten Antispastika (Baclofen, Tizanidin, Cannabinoide) oder Physio-/Spastiktherapie behandelt. Diätetische Histaminzusammenhänge werden mangels großer randomisierter Studien häufig der Komplementärmedizin zugeordnet.
  • Haltung der Hausärztin zur Dauermedikation: H1-Blocker der 2. Generation gelten zwar toxikologisch als relativ sicher für Langzeitanwendungen (z. B. bei chronischer Urtikaria), werden bei funktionellen Beschwerden ohne gesicherte allergologische Indikation jedoch selten dauerhaft befürwortet. Zudem existieren Bedenken hinsichtlich Gewöhnungseffekten, potenziellen anticholinergen Restwirkungen oder einer reinen Symptomüberdeckung ohne Behandlung der Ursache.

Eine Aktivierung von Mastzellen erhöht die Histaminlast, und systemisches Histamin kann als afferenter Trigger spinale Reflexe destabilisieren und MS-assoziierte Spastiken verstärken.


(Frage): wie nennen sich Mastzellen im Blutbild?

Im normalen Blutbild kommen reife Mastzellen nicht vor und werden dort auch nicht aufgeführt, da es sich um reine Gewebezellen handelt.

Die Zellen im Blut, die ihnen funktionell am ähnlichsten sind und oft mit ihnen verwechselt werden, heißen basophile Granulozyten (im Laborbefund meist als „Basophile“ oder „BASO“ abgekürzt).

Die biologischen und diagnostischen Unterschiede stellen sich wie folgt dar:

  • Basophile Granulozyten (im Blutbild): Sie machen etwa 0,5 bis 1 % der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Differentialblutbild aus. Genau wie Mastzellen speichern sie Histamin und Heparin in ihren Granula und können allergische Reaktionen vermitteln, zirkulieren jedoch frei im peripheren Blut.
  • Mastzellen (im Gewebe): Sie wandern bereits als unreife Vorläuferzellen aus dem Knochenmark in Zielgewebe (z. B. Haut, Magen-Darm-Schleimhaut, Atemwege oder Bindegewebe entlang von Blutgefäßen und Nerven) ein. Erst dort reifen sie zu funktionstüchtigen Mastzellen heran und verbleiben ortsständig im Gewebe.
  • Labordiagnostik bei Mastzellproblemen: Da Mastzellen im Routinelabor nicht gezählt werden können, bestimmt man bei Verdacht auf Mastzellerkrankungen (wie ein Mastzellaktivierungssyndrom / MCAS oder Mastozytose) stattdessen spezifische Botenstoffe im Serum:
    • Serum-Tryptase: Ein Enzym, das fast ausschließlich von Mastzellen freigesetzt wird und als wichtigster Laborbiomarker dient.
    • Histamin-Metaboliten: z. B. N-Methylhistamin, gemessen im angesäuerten 24-Stunden-Sammelurin.
  • Medizinische Ausnahme: Das Auftreten von Mastzellen im zirkulierenden Blutbild ist ein pathologischer Zustand, der fast ausschließlich bei einer sehr seltenen hämatologischen Krebserkrankung vorkommt, der Mastzellleukämie. In diesem Fall werden sie im Ausstrich als zirkulierende atypische Mastzellen mikroskopisch beschrieben.

(Frage:) wenn die Permeabilität der BHS durch Mast Zellen erhöht ist, wäre das im MRT bei MS zu erkennen?

Ja, die Auswirkung der Schrankenstörung ist im MRT sichtbar – allerdings nicht die Mastzelle als Ursache.

Im klinischen MRT lässt sich eine erhöhte Permeabilität der Blut-Hirn-Schranke (BHS) sehr genau abbilden, das bildgebende Verfahren kann jedoch nicht auf molekularer oder zellulärer Ebene unterscheiden, welcher Entzündungsmechanismus die Schranke undicht gemacht hat.

Die Zusammenhänge gliedern sich wie folgt:

1. Wie eine BHS-Störung im MRT sichtbar wird

Im gesunden Zustand ist das Gehirn durch die Blut-Hirn-Schranke hermetisch abgeschirmt. Standard-MRT-Kontrastmittel (Gadolinium-Chelate) sind zu groß, um eine intakte Schranke zu überwinden, und verbleiben rein in den Blutgefäßen.

  • Gadolinium-Enhancement (T1-Wichtung): Führen Mastzelldegranulation und begleitende Entzündungskaskaden dazu, dass Endothelzellen schrumpfen und sogenannte Tight Junctions aufbrechen, tritt das Kontrastmittel in das umliegende Hirn- oder Rückenmarksgewebe aus.
  • Akuter MS-Plaque: Auf T1-gewichteten Kontrastmittel-Aufnahmen leuchtet dieser Bereich hell auf (noduläre oder ringförmige Kontrastmittelaufnahme / „Enhancement“). Dies ist der radiologische Goldstandard zum Nachweis einer floriden, aktiven Schrankenstörung.

2. Das Problem der Spezifität: Was das MRT nicht unterscheiden kann

Obwohl Mastzellen durch die Freisetzung von Histamin, TNF-$\alpha$, Tryptase und Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) aktiv am Abbau der Gefäßbarriere beteiligt sind, sieht der Radiologe im MRT nur den Endzustand:

  • Das MRT zeigt rein das makroskopische Leck (den Austritt von Kontrastmittel).
  • Es kann nicht differenzieren, ob die Permeabilitätssteigerung primär durch autoreaktive T-Lymphozyten, Makrophagen, vasoaktive Amine aus Mastzellen oder Zytokine getrieben wurde. Im MRT-Befund lautet die Diagnose schlicht: „Akute Entmarkungsläsion mit Schrankenstörung“.

3. Schwellenwert: Lokale Entzündung vs. diffuse Histamin-Wirkung

Hier liegt die entscheidende Diskrepanz zur Alltagserfahrung von Betroffenen (wie im Foren-Beispiel nach Histaminaufnahme):

  • Fokale Entzündung (Sichtbar): Im Bereich eines neu entstehenden MS-Herdes konzentrieren sich Entzündungszellen massiv. Dort ist die BHS lokal so stark zerstört, dass der Kontrastmittelaustritt die Nachweisgrenze des Standard-MRTs mühelos überschreitet.
  • Fluktuierende oder diffuse Permeabilität (Im Standard-MRT unsichtbar): Wenn nach histaminreicher Nahrung oder Mastzellaktivierung systemisch Histamin anflutet, kann dies zu einer leichten, vorübergehenden Gefäßerweiterung oder diskreten Permeabilitätsänderung führen. Diese ist jedoch oft zu gering oder zu diffus verteilt, als dass sich im Routine-MRT ein sichtbarer Kontrastmittelfleck abzeichnen würde.
  • Forschungsansätze: Eine solche subtile, geringgradige Leckage lässt sich allenfalls mit hochsensitiven Spezialverfahren wie der DCE-MRT (Dynamic Contrast-Enhanced MRI) quantifizieren, die im klinischen Routinealltag jedoch nicht standardmäßig eingesetzt werden.

Wenn Mastzellen an einem aktiven MS-Schubherd beteiligt sind, sieht man diese Permeabilitätsstörung im Kontrastmittel-MRT als typischen frischen Herd. Eine kurzzeitige Verschlechterung von Symptomen (wie eine aufflammende Spastik nach Histaminbelastung) hinterlässt im Routine-MRT in der Regel kein neues Kontrastmittelleck, da es sich meist um ein funktionelles bzw. neurochemisches Reizphänomen und nicht zwingend um einen neuen, strukturell sichtbaren Entmarkungsherd handelt.

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In Studien wird Clemastin, einem klassischen Antihistaminikum der 1 Generation, eine remyelinisierende Wirkung bei MS nachgewiesen.

Wie kann Clemastin noch hier empfehlen?

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Ich habe das auch weiter eruiert, hinsichtlich einer adäquaten BT.

(Frage:)
welche “normale” MS Basistherapie hilft gegen das Mastzellen / Histamin Problem bei MS?

Unter den klassischen verlaufsmodifizierenden MS-Therapien gibt es kein Medikament, das primär als Mastzellstabilisator oder Antihistaminikum zugelassen ist. Im immunologischen Wirkmechanismus der verschiedenen MS-Präparate existieren jedoch deutliche Unterschiede hinsichtlich ihres Einflusses auf Mastzellen und Histamin:

1. Interferon-beta (Typ-I-Interferone) – Die hemmende Basistherapie

Unter den traditionellen milden Basistherapien (Kategorie 1) weisen Interferon-beta-Präparate (z. B. Avonex, Rebif, Betaferon, Plegridy) die am besten belegte, hemmende Wirkung auf Mastzellen auf:

  • Mastzelldämpfung: In vitro- und präklinische Studien zeigen, dass Interferon-beta die Proliferation, das Überleben und die Reifung von Mastzellen hemmen kann.
  • Hemmung der Degranulation: Es unterdrückt die Ausschüttung von Entzündungsmediatoren (wie TNF-alpha, IL-6 und Tryptase) aus aktivierten Mastzellen und kann die Expression des hochaffinen IgE-Rezeptors (FcεRI) auf Immunzellen herabregulieren.
  • Klinische Einordnung: Wenn bei einer milden Verlaufsform gezielt eine klassische Basistherapie gesucht wird, die Mastzellüberaktivitäten eher bremst als anheizt, ist Interferon-beta aus immunologischer Sicht die plausibelste Wahl.

2. Cladribin (Mavenclad) – Die Brücke zur Hämatologie

Cladribin ist formal keine milde Basistherapie, sondern eine hochwirksame Impulstherapie (Kategorie 2/3) für aktive Verläufe. Es besitzt jedoch eine einzigartige Querverbindung:

  • Wirkung auf Mastzellen: In der Hämatologie ist Cladribin (2-CdA) seit Jahren die etablierte zytoreduktive Standardtherapie bei der systemischen Mastozytose (einer Erkrankung mit pathologischer Mastzellvermehrung).
  • Mechanismus: Cladribin führt über eine Störung des Purinstoffwechsels nicht nur zum Abbau von B- und T-Lymphozyten bei MS, sondern induziert auch die Apoptose (den programmierten Zelltod) von Mastzellen und deren Vorläuferzellen.
  • Relevanz: Bei Patienten mit gesicherter pathologischer Mastzellerkrankung und aktiver MS wird Cladribin in spezialisierten Zentren daher oft als dual wirksamer Therapieansatz diskutiert.

3. S1P-Rezeptor-Modulatoren (z. B. Fingolimod, Ozanimod, Ponesimod)

Diese Substanzen (zumeist Kategorie 2) greifen in das Sphingosin-1-Phosphat (S1P)-System ein:

  • S1P ist ein zentraler intrazellulärer Signalbotenstoff, der bei der Aktivierung von Mastzellen massiv freigesetzt wird und für deren Wanderung (Chemotaxis) sowie Degranulation mitverantwortlich ist.
  • Die Blockade bzw. Internalisierung von S1P-Rezeptoren kann die mastzellvermittelte Entzündungskaskade an Gefäßendothelien dämpfen.

4. Präparate, die bei Mastzell-/Histaminproblemen oft Beschwerden imitieren oder verstärken

Zwei sehr gängige Basistherapien führen bei Menschen mit Histaminempfindlichkeit häufig zu Problemen:

  • Glatirameracetat (Copaxone):
    • Kann eine sogenannte IPIR (Immediate Post-Injection Reaction) auslösen. Betroffene erleben Minuten nach der Injektion Flush, Hitzegefühl, Herzrasen, Engegefühl in der Brust und Atemnot.
    • Dieser Zustand ähnelt einer massiven, schlagartigen Histaminfreisetzung (nicht-IgE-vermittelte Pseudoallergie).
  • Dimethylfumarat / Diroximelfumarat (Tecfidera, Vumerity):
    • Verursacht sehr häufig ein ausgeprägtes Flushing (anfallsartige Rötung und Hitze der Haut) sowie gastrointestinale Krämpfe.
    • Dies wird zwar biochemisch primär über den HCA2-Rezeptor und Prostaglandine vermittelt, reizt jedoch das vegetative System und die Schleimhäute ähnlich wie ein Histaminschub, was bestehende Mastzellreaktionen subjektiv verstärken kann.

Praktisches kardiologisch-neurologisches Vorgehen

In der klinischen Routine wird eine MS-Basistherapie in erster Linie nach der Krankheitsaktivität (Schubrate, MRT-Läsionslast) und dem individuellen Risikoprofil gewählt (wie z. B. dem JCV-Status). Ein Mastzell- oder Histaminproblem wird neurologisch selten über die MS-Grundmedikation allein gesteuert, sondern als paralleles Störfeuer behandelt:

  1. Begleitende Mastzellstabilisierung: Einsatz von Ketotifen (einem H1-Blocker mit nachgewiesener Mastzellstabilisierung) oder oraler Cromoglicinsäure (wirkt lokal im Magen-Darm-Trakt gegen Nahrungstrigger).
  2. Kombinierte Rezeptorblockade: H1-Blocker der 2. Generation (wie Desloratadin, Bilastin oder Fexofenadin) morgens, bei Bedarf kombiniert mit einem H2-Blocker (wie Famotidin), um sowohl vaskuläre als auch gastrointestinale Reizungen abzufedern.
  3. Trigger-Management: Konsequente Reduktion von Histaminbomben (wie geräuchertem Fisch, gereiftem Käse) und Histaminliberatoren, um die spinale Reflexerregbarkeit (und damit Spastikspitzen) niedrig zu halten.

Ich hab zusätzlich zur MS ein klonales Mastzellaktivierungssyndrom und hab auch eine Histaminintoleranz (Histaminabbaustörung)… Mastzellen sind die Steuerungszellen des Immunsystems und schütten besonders gern Histamin aus - bei mir sind diese Zellen überaktiv… Leider kann ich bestätigen, dass ein Histamin-Überschuss MS-Symptome triggert… Ich hatte z. B. 2025 vor Beginn meiner ersten Immuntherapie nach Diagnose während der kompletten Pollensaison im Frühjahr einen Pseudoschub… Und die Kombination Mastzellerkrankung und MS kommt tatsächlich häufiger vor…

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