Meine Neuro überlegt eine Therapieeskalation mit Vumerity (bisher Copaxone). Davor sollte ich mich gegen Gürtelrose impfen lassen, weil unter Vumerity die Gefahr besteht, dass eine Gürtelrose ausbricht.

Da ich unter 50 Jahre alt bin, zahlt die Kasse diese Impfung regulär nicht. Jetzt überlege ich, ob ich die Impfung entweder selbst zahle oder versuche von der Kasse eine Genehmigung zu bekommen.

Hat jemand damit Erfahrungen gemacht?

Viele Grüße
kes

Ja bin zweimal gegen Gürtelrose geimpft, weil unter Mavenclad das gleiche Problem besteht.

Die Impfung hat die Kasse ohne Probleme bezahlt, ich musste nichts beantragen oder sonst was.
Aber nimm dir danach ein paar Tage frei, Shingrix ist ein Teufelszeug.

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bist du auch unter 50?

Wird es vom Neuro aufgrund der Therapie empfohlen, wir es auch von der Kassa übernommen.

Egal wie alt du bist!

LG

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Nein
Bin aber auch in keiner BT.

Uwe

Hallo,

meine KK hat die Bezahlung abgelehnt obwohl die Therapie mit Ocrevus die Wahrscheinlichkeit erhöht an Gürtelrose zu erkranken.
Mein Neurologe war davon ausgegangen das die KK das bezahlt weil die das bis jetzt immer gemacht haben und hat mich geimpft bevor die Absage der KK kam.
Ich wollte die Impfung dann nachträglich selber bezahlen aber das hat er abgelehnt.
“Mein Fehler,mein Schaden” hat er gesagt.
Ich bin übrigens 46.

VG
Steffi

P.S. ich hatte keine Probleme nach der Impfung

Update: nach einem Telefonat mit meiner Krankenkasse wird diese die Kosten übernehmen, allerdings muss ich es erst mal selbst bezahlen, kann aber das Rezept danach zur Erstattung einreichen.

So habe ich mich also heute früh impfen lassen und so langsam (zehn Stunden später) setzen die Nebenwirkungen ein, so ein Gefühl wie eine Erkältung die sich anbahnt, plus flauer Magen. Ich hoffe, es ist, wie angekündigt, nach zwei Tagen ausgestanden…

LG
kes

Noch ein Update: 5 Tage später fühle ich mich immernoch etwas schlapp und habe blöde Missempfindungen im Bein. Ich hoffe das ist kein Schub sondern liegt an der Impfung und klingt bald ab…

LG
kes

Hey @kes,

ich bin aktuell auch am Überlegen, mich Impfen zu lassen, hatte drei Gürtelrose Infektionen in den letzten 4 Jahren, habe aber auch schon gehört, dass die Impfung schlimme Symptome auslösen kann…

Das Virostatika (Zostex) zur Eingrenzung der Ausbrüche habe ich jedesmal sehr schlecht vertragen.

Geht es Dir wieder besser, oder hat die Impfung tatsächlich eine Verschlechterung Deiner Symptome ausgelöst??

Bin sehr unsicher, ob ich es machen sollte…

Hallo damncrazydude,

die Symptome haben ziemlich genau 4 Wochen angehalten. Nach etwa drei Wochen fing es an, deutlich besser zu werden und nach vier Wochen war dann der Spuk vorbei. Vorsichtshalber hatte ich wegen der Missempfindungen auch noch Keltican forte genommen - vermutlich wäre es auch ohne weggegangen.

Im neuen Jahr steht die zweite Impfdosis an und ich hoffe sehr, dass es diesmal harmloser abläuft…

Viele Grüße
kes

Das wünsche ich Dir auch :blush: vielleicht magst Du ja dann nochmal ein update geben, würd mich freuen. Aber gut, dass die Symptome wieder weg sind :wink:

Ich habe die zweite Impfung gegen Gürtelrose deutlich besser vertragen! Einen Tag Fieber, dann war der Spuk vorbei. Das wird schon!

Ich bin gerade doch etwas verwundert, Wird die Gürtelrose nicht vom gleichen Virus, nämlich dem Varizella-Zoster-Virus, verursacht wie Windpocken und dagegen ist praktisch Jeder geimpft. Oder ist das gemeint?

Ich frage weil ich kürzlich auf Siponimod umgestellt wurde und da wurde im Bluttest nur nach einer Impfung gegen Windpocken geguckt obwohl Gürtelrrose auch hier das wirkliche Thema ist.

Es ist dasselbe Virus, aber es sind trotzdem zwei verschiedene Krankheiten. Wenn du Windpocken hattest, bleibt das Virus danach im Körper und kann später als Gürtelrose wieder ausbrechen.

Na ihr Glücklichen, wenn´s teilweise in DE von der Kasse übernommen wird. In AT kannst das Zeugs selbst löhnen, trotz Hinweis auf Vorerkrankung und bevorstehende Einstellung auf Siponimod. Mein Neuro meinte - rein mit Shingrix und gut ist. 2x Shingrix ist bei uns ca. € 400,-

Hi Seth
Mittlerweile sollte Shingrix auch in Österreich von der Kasse vergütet werden. Zitat: Der Totimpfstoff Shingrix ist seit Herbst 2021 in Österreich erhältlich.
LG
MO

Hi MO37

Das Zitat mit der Erhältlichkeit in AT stimmt zwar, das war´s dann aber auch. Bezahlen darfst du es selbst (siehe mein Vorpost).

LG Seth

oha, das war mir nicht klar, wieder was gelernt

wenn bei uns in CH ewas zugelassen und empfohlen ist, dann ist es automatisch kassenpflichtig

So ärgerlich aber auch, denn Shingrix soll viel zuverlässiger als der andere Impfstoff gegen Gürtelrose sein.

@Seth
Das sind 400€.
Was ist denn das für eine Summe?

Kannst dann steuerlich, bei 50%+ Behinderung, zu 100% absetzen (wenn es als Privatrezept ausgestellt wird und es als Vorbeugung bzgl möglicher MS - Eskallation bei Infektion verschrieben wird!) → auf AUT bezogen

So setze ich alles ab, was auf die Gesundheit bezogen ist (und eben MS betrifft; was in dem Fall zutrifft, da eine Gürtelrose die MS stark triggern kann).

Schreibt der Neuro es gescheit, bist du finanziell nicht so gut bedient, Kostenübernahme bei der GKK (jetzt ÖGK) beantragen → Ablehnung → Einspruch und vors Gericht.

Ich versteh nicht so ganz wieso solche Schritte so selten gemacht werden.

Heute auch eine Patientin bei Tys. Leidet schwer unter dem ganzen Stechen, da sie so schlechte Adern hat und jedesmal sicher 10 * gestochen wird, bis was geht. Tys-Spritzen wurden abgelehnt. Dann meinte sie, sie hält es nicht mehr aus und will mit der Therapie dwg. komplett aufhören, aber auf die Idee einen Einspruch zu tätigen und vors Gericht zu gehen (wo ihr zu 100% das dann zugesprochen wird) kommt keiner.

Man muss um seine Rechte kämpfen und nicht einfach still hinnehmen.

PS.:
Und als Tipp für AUT:
Steuerausgleich bei den Steuertagen der AK machen lassen (sind einmal im Jahr, meistens ggn Mai; Termine sind in der AK Zeitschrift oder AK-HP).

So bekommst du dann Tipps, wenn du sie noch nicht weißt, was du alles noch absetzen kannst und wie was sein muss (Musst halt nur den Steuerberater darauf ansprechen. So bin ich auf die ganzen Hinweise gekommen; zb kannst du nur Sachen absetzen lassen, welche verschrieben wurden; Unabhängig von Privatrezept oder ÖGK Rezept; da gab es mal einen Entscheid vom Höchstgericht dbzgl; Dwg zb jedes NEM verschreiben lassen, unabhängig dann davon ob du es bei einer Apotheke oder Amazon bestellst; Fahrtkosten zu den Neuros/Therapien usw usf. Da kommt bei mir im Jahr immer ca 1000€ zum Absetzen raus)

Dwg auch Behintertenpass holen/einstufen lassen und wsh wirst dann die 50% eh bekommen (aufgrund der Grunderkrankung und manchen Symptome; nicht von der besten Seite zeigen, sondern von der wenn es dir schlecht geht!).

Auskunft musst du bzgl dem B.-Pass niemanden geben, obwohl es für den Arbeitgeber, ab einer gewissen Größe, auch finanzielle Vorteile hat. Auch das Hochstufen, sollte es mal schlimmer werden, wird dann einfacher.

Update: Anfang Januar habe ich die zweite Impfung mit Shingrix bekommen und deutlich besser vertragen: 1 Tag sehr matschig und Kopf- und Gliederschmerzen, seitdem leichte Missempfindungen und schnelle Erschöpfung, aber kein Vergleich mit dem ersten Durchgang. Es sind jetzt genau zwei Wochen seit der 2. Impfung und ich bin zuversichtlich, dass ich davon bald nichts mehr merke.